Cataclysm Beta-Fazit

Auf dieser Seite findet ihr eine bunte Mischung unterschiedlicher Fazits des Worldofwar.de und Allvatar Staffs zur Cataclysm Beta. Alles 100% unzensiert und nicht gekauft – viel Spass bei der Lektüre! ;)


Das meint “Boba” (allvatar.com)

Cataclysm gefällt mir bisher von den WoW-Addons am Besten. Endlich wird die Geschichte fortgeführt und wir spielen nicht weiterhin die Story fertig, die mit Warcraft 3 vor acht Jahren angefangen hat. Die Idee die alte Welt wieder interessant zu machen, indem man sie verändert und eng mit der Geschichte verbindet, gefällt mir ausgesprochen gut.

Dem Revamp der Classic-Bosse stehe ich allerdings mit einem weinenden und einem lachenden Auge gegenüber. Zum einen freut es mich Nefarian, Onyxia und Ragnaros mit neuen Kampf-Mechaniken wiederzusehen, andrerseits hau ich Ony dann zum dritten Mal um und es stellt sich bei mir in gewisser Weise das Gefühl ein, dass man es sich bei Blizzard ein wenig zu einfach macht.

Die neuen Gebiete sind wieder liebevoll und mit diesem gewissen Auge fürs Detail gestaltet, das World of Warcraft trotz der angestaubten Engine für mich zum optisch ansprechendsten MMO macht.

Das Questen in Cataclysm ähnelt dabei dem von Wrath of the Lichking stark. Es gibt zahlreiche Quests mit witzigen und neuen „steure dies und das“-Mechaniken, die von den üblichen Sammelquests ablenken, trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass Questen die „Arbeit“ ist die ich leisten muss, bevor ich endlich ins Endgame darf. Zwar sind die Quests jetzt sehr viel besser strukturiert und ich muss nicht mehr so viel hin und her rennen, so richtig Spaß kommt dabei für mich allerdings nicht mehr auf.

Die neuen Talentbäume finde ich einen Weg in die falsche Richtung. Die Ausrede, man möchte es den Spielern einfacher machen, zieht für mich nicht. Für mich ist klar, dass es den Jungs von Blizzard zu unübersichtlich wurde die Talente und Skills miteinander zu balancen. Hier wollte man sich schlicht und einfach Arbeit ersparen, indem den Spielern bewusst die Chance nimmt Dinge auszuprobieren.

Auch der weitere Weg in die „Bring the Player not the Class“ Richtung ist für mich nicht wirklich logisch. In einem Spiel, in dem alle Klassen so ziemlich das Gleiche buffen, könnte man Buffs auch einfach komplett aus dem Spiel nehmen. Außerdem funktioniert das System nur, wenn alle Klassen vom Schadens/Heal Niveau exakt gleich sind. Warum denn eine Klasse mitnehmen die wenig Schaden macht, wenn eine andere den gleichen Buff mitbringt und mehr Schaden austeilt?

Das meint “Supermissy” (Worldofwar.de Betatester)

Supermissys Beta-Tagebuch: In letzter Instanz

Zunächst möchte ich mich dafür entschuldigen, dass sich dieser letzte Artikel so lange verzögert hat, da mich mein Reallife sehr in Anspruch genommen hat. So wurde ich etwas davon überrascht, dass sowohl die Beta bereits beendet wurde, als auch heute Nacht auf den Liveservern die Welt untergehen wird. Ich hatte eigentlich noch etwas über Katajaqs Abenteuer im Eschental schreiben mögen, aber ich halte das nunmehr für obsolet; immerhin könnt Ihr Euch das Eschental ab morgen selbst anschauen. Ich würde es übrigens sehr empfehlen.

Jedoch ist mir neben einem Fazit zum Schluss meiner Artikelreihe gleichwohl daran gelegen, noch etwas über das Thema Dungeons zu schreiben. Immerhin ist es ja mein Anliegen mit der gesamten Artikelreihe gewesen, die Geeignetheit von WoW für Neueinsteiger zu untersuchen, und dazu gehört natürlich auch der Instanzcontent, der in reichlicher Auswahl auch schon während des Levelns zur Verfügung steht. Und das Instanz-Wortspiel war irgendwo ja auch Pflicht.

Einsteiger werden sicher vor Allem die Frage mitbringen, ob man als Anfänger Dungeons von innen sehen und was man dort erleben wird. Die Zugänglichkeit von Instanzcontent für Anfänger ist in vielen MMOs ein Frustfaktor, wenn man nicht direkt mit dem Erscheinen einsteigt. Mir selbst war das lange Zeit auch gar nicht bewußt, da Guild Wars von der Spielmechanik her stets eine volle Gruppe erfordert und deshalb von der KI gesteuerte Mitstreiter zur Verfügung stehen, und zwar dem Veteranen genau so wie dem Spätberufenen. Erst als ich damit begann, mich auch abseits von GW bei den MMOs einmal umzusehen, wurde das Dilemma deutlich: an Instanzcontent wird man häufig nicht viel Spaß haben. Man kann dort nicht allein hinein, muß es aber zum Teil sogar um Quests zu beenden, ganz davon abgesehen, dass es in den Instanzen in aller Regel nettere Itembeute gibt als außerhalb.

Da aber nun die meisten Spieler schon ausgelevelte Charaktere haben, werden angehende Helden für Instanzen in “ihrer” Größe nur schwer Gruppen finden. Hinzu kommt auch, dass sich oft eine gleichbleibende Spieleranzahl auf immer mehr Content verteilt und es auch dadurch schwieriger wird, Mitstreiter für gerade das eine Dungeon zu finden, wo man selbst hineinmöchte. Wer Glück hat, wird vielleicht einmal von einem “Großen” durch eine Instanz gezogen, um wenigstens seine Quests beenden zu können. Je nach Spiel bedeutet das aber auch nicht zwingend, dass man von der Itembeute etwas zu sehen bekommt und ein Spielspaßgarant ist es auch nicht gerade, eine halbe Stunde lang einem Charakter hinterherzulaufen, der so mächtig ist, dass er die Mobs nur einmal streng anzuschauen braucht damit sie umfallen.

Wie löst das nun WoW? Zur Beruhigung vorab: sehr gut. Das ist noch nicht immer so. Als ich vor ungefähr 2 Jahren zum ersten Mal mit WoW begann, bestand das Problem mit der Gruppensuche auch hier. Ich spielte meine Jägerin bis Level 34 und es gelang mir in dieser Zeit ganze zwei Mal, eine Gruppe für eine Instanz zu finden. Mittlerweile gibt es einen “Dungeonfinder”, ein Tool das auch schon kleinen Heldchen ab Level 15 zur Verfügung steht. Es ist so simpel wie durchdacht. Man öffnet das dafür vorgesehene Fenster und sucht sich aus der angezeigten Liste mit zur Verfügung stehenden Dungeons (die auch Schwierigkeit und Levelrange mit anzeigt) diejenigen aus, an denen man Interesse hat. Außerdem wählt man die Rolle(n), die man im Team man spielen möchte (Tank, Heiler, Schaden). Den Rest erledigt die Technik von Blizzard, die serverübergreifend die Gruppen zusammenstellt und in das gewünschte Dungeon teleportiert. Voraussetzung ist dabei zum Teil aber, dass das Dungeon einmalig “entdeckt” wird, indem man sich in die Nähe des Eingangs begibt.

Eine kleine Extrabelohnung kann man sich auch damit verdienen, dass man die Auswahl des Dungeons komplett dem Zufall überlässt und damit sozusagen die Gruppen Derjenigen “auffüllt”, die sich für eine weniger angesagte Herausforderung entschieden haben. Auch Rufpunkte für die Kernfraktionen sind ab morgen in den Dungeons zu haben: in jeder Hauptstadt findet sich ein Händler, der ab einem gewissen Ruf bei der jeweiligen Fraktion verschiedene Items anbietet. Unter diesen ist auch ein Wappenrock der Fraktion. Trägt man den Rock während eines Dungeonabenteuers, bekommt man zur Belohnung Rufpunkte der betreffenden Fraktion gutgeschrieben.

Meine Erfahrung ist, dass die Runs durch die Dungeons relativ entspannt und in aller Regel freundlich ablaufen, auch wenn man mit wildfremden Leuten spielt. Fehler – man macht sie ja als Anfänger denknotwendig doch – oder auch schon mal technische Probleme wurden mir nicht mit bösen Worten übel genommen. Das einzige wirkliche Problem ist/war, dass man viele Quests während seiner Reisen durch die Welt nur eher zufällig fand, da sie häufiger an Orten gegeben wurden, die räumlich überhaupt nicht im Zusammenhang mit dem betreffenden Dungeon standen. Abhilfe war oft nur durch Nachlesen in Datenbanken und gezieltes “Einsammeln” von Quests zu erhalten. In Zukunft jedoch sind ein oder mehrere Questgeber für die wichtigsten der Quests direkt im Dungeon hinter dem Eingang zu finden, so dass diese Problematik auch entfällt.

Auch das Würfeln um die Beute läuft im Gegensatz zu manchem anderen Spiel in aller Regel zivilisiert ab, was sicherlich auch daran liegt, dass WoW über eine Monatsgebühr finanziert wird und man deshalb nicht den Wert eines jeden Beutestückes in Euro umrechnet, wie das in Free-to-Play-Titeln doch öfter geschieht und zu dementsprechend heftigen Auseinandersetzungen um Loot und Lootregeln führt. Beutestücke von Bossen sind in WoW auch zu allermeist seelengebunden an die Person, die sie lootet, so dass Manipulationen und übermäßiges Farmen hier auch nicht stattfinden.

Vom Schwierigkeitsgrad her sind die Instanzen – zumindest als Damage Dealer, für Heiler und Tanks möchte ich an dieser Stelle nicht sprechen – für Einsteiger auch durchweg zu bewältigen. Alles in allem kann man WoW unter diesem Gesichtspunkt ohne Abstriche empfehlen und wer lieber in finsteren Löchern als an der frischen Luft Scheusale vermöbelt ist hier gut aufgehoben. Besser als WoW kann man die Zugänglichkeit von Instanzcontent eigentlich nicht gestalten.

Fazit – die Bekehrung der Apostatin?

Spätestens nunmehr mit dem Weltenbeben ist es auch angezeigt, ein Fazit zu ziehen. Wie zugänglich ist WoW für neu hinzukommende Spieler? Ist es Einstiegswilligen zu empfehlen? Darauf gibt es für mich nach diesem Test und mittlerweile 2 Monaten auf einem Liveserver nur eine Antwort: ja, uneingeschränkt. Für ein MMO, das schon beinahe 6 Jahre Laufzeit hinter sich hat, konnte sich WoW die Einsteigerfreundlichkeit in einem erstaunlichen Maße bewahren. Es verlangt am Anfang keine irreversiblen spielmechanischen Entscheidungen (Skillung o.ä.), die Elemente der Spielmechanik werden Schritt für Schritt eingeführt und kompliziertere Bastelorgien wie beispielsweise das Umbauen des Interfaces vermittels von Plugins sind zunächst unnötig (ob und in welchem Umfang Letzteres überhaupt erforderlich ist, muß ohnehin jeder für sich selbst entscheiden). Skillbeschreibungen sind verständlich und enthalten oft sogar noch einen an den Anfänger gerichteten Hinweis, wie der betreffende Skill eingesetzt werden sollte.

Auch was bei Quests zu tun ist und wie schwierig diese sind, ist durch vernünftige Beschreibungen, einen Quest Tracker und Zielmarkierungen auf der Karte problemlos ersichtlich. Vom Spielfluß und der Levelgeschwindigkeit her erweist sich WoW als praktisch grindfreies Spiel, da es deutlich mehr Aufgaben gibt als ein Char allein während des Levelsn überhaupt bewältigen könnte, bevor er für die jeweiligen Aufgaben zu hochstufig ist. Das wird sich auch mit Cataclysm nicht ändern. Die verschiedenen Craftingberufe erlauben schon kleinen Charakteren, für ihre Stufe lohnende Items herzustellen und das Craften geht mit längst nicht so viel Materialverbrauch und Grind einher wie bei vergleichbaren Titeln (wobei: ein bischen Grind ist beim Craften natürlich irgendwo auch erwünscht).

Und was sage ich nun als “ewige Apostatin” des Forums dazu? Ist es besser als Guild Wars? Ich denke, dass ein Vergleich untunlich ist, weil er nichts aussagt was über persönliche Präferenzen hinausgeht. Die Titel sind einfach viel zu verschieden, haben eine zu unterschiedliche Spielmechanik und für zu viele Probleme zu unterschiedliche Lösungen gefunden, als das man objektiv vergleichen könnte; häufig auch Lösungen die einander ausschließen. Es ist toll, auf einem fetten Reittier zu sitzen und sich sehr heldenhaft darauf vorzukommen; die Map zu öffnen und einen Sprungpunkt anzuklicken um dort hinzureisen, ist nicht einen Bruchteil so episch, geht dafür ungleich schneller. Der WoW-Char steigert seine Macht durch immer bessere Ausrüstung ins Unermessliche, sieht jedoch dabei zuweilen aus wie aus dem Zirkus, während seine Kollegen nur aus wenigen ausbalancierten Stats auswählen können, jedoch dank kombinierbarer Farbfläschchen und Social Clothing die mit großem Abstand stilvollsten Protagonisten auf der MMO-Bühne sind. Diese wenigen Beispiele von vielen sollen es verdeutlichen: der Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen verbietet sich.

Was man jedoch ganz objektiv sagen kann ist, dass WoW beim Thema Einsteigerfreundlichkeit die Nase vorn hat, während GW durch das komplizierte Skillsystem, die Notwendigkeit eine ganze Gruppe zu steuern und auch die in mehreren Zeitebenen und vielen Handlungssträngen verschachtelte Geschichte mit den Jahren sehr unübersichtlich geworden ist. Jemandem, der mit einem dieser beiden Titel anfangen möchte, würde ich ganz klar WoW empfehlen und für Leute, die überhaupt überlegen, erstmals ein MMO zu spielen, gilt diese Empfehlung genau so. Nur ran an den Speck, lasst Euch von der Komplexität nicht abschrecken: WoW zu entdecken macht eine Menge Spaß. Und Deathwing ist ja nun auch nicht gleich der erste Gegner, mit dem wir es zu tun haben. Ich hoffe, meine Artikelserie hat Euch auch ein bischen Spaß bereit – mir auf jeden Fall – und vielleicht auch einige offene Fragen geklärt. Danke fürs Lesen und – vielleicht – bis zum nächsten Mal, wenn Diablo 3 in die Beta geht ;)

Das meint “Paytoon” (allvatar.com)

Das Spielen in der Cataclysm-Beta fühlte sich wieder klarer und strukturierter an. Damit meine ich, dass wieder ein überlegteres Handeln gefordert ist, wenn man erfolgreich raiden und spielen will.
Ob jedoch nun alle Veränderungen, welche größtenteils bestimmt mit einem guten Vorsatz eingeführt wurden, das Game spielspaß- und qualitätstechnisch nach vorne bringen werden… Das wird sich noch zeigen müssen. Auf jeden Fall kommen einige ereignisreiche Wochen auf uns zu.

Das meint “Jade” (Worldofwar.de)

Der Release von WoW steht kurz vor der Tür – Zeit für ein kleines Resümee der vergangenen Wochen, die wir auf den Cataclysm-Betarealms zugebracht haben. Auf der Plus-Seite von Cataclysm steht, dass die alte Welt teilweise extrem gut in die neue Zeit geholt wird. Wir haben in den ersten Gebieten Vehikelkampf, Phasing und mit die neue Art, Geschichten zu erzählen.

Darüber hinaus erhalten wir zwei neue Rassen, neue Talentbäume und viele Features, die wohl viele von euch in den kommenden Tagen entdecken werden. Bestes Beispiel? Plantz vs. Zombies! Oder die verdammt epischen Questlinien vom Silberwald und Rotkammgebirge.

Doch abseits dessen gibt es an Cataclysm auch weniger schöne Dinge, die teilweise nicht einmal am Addon selbst liegen. Denn World of Warcraft hat seit dem ersten Release eines versucht: Es hat die Welt von MMOs casualfreundlich gemacht. Das hat im Verlauf der letzten sechs Jahre viele Zugeständnisse erfordert. Sei es nun mit kleinen Schlachtzügen, gleiche Beute oder der niedrigen Anforderung.

Erfolgssystem hin, Gewertetes Schlachtfeld- und Arenasystem her, Cataclysm bietet den Hardcore-Spieler leider nur wenige Höhepunkte. Denn wenn man Spaß an knüppelharten Bossen hat, die auch einfach einmal eine dreistellige Wipezahl voraussetzen, dann wird man hier nicht glücklich. Und leider bin ich ein solcher Spieler, der den Spaß an einem Encounter an der Härte ausmacht. Das dritte Addon hat hier nur den Weichspüler-Gang – Hard Modes sind nun einfach kein Ersatz, wenn man das Sonnenbrunnen-Plateau geraidet hat und es die beste Zeit im gesamten Spiel war.

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Interessantes und Ungewöhnliches rund um World of Warcraft