Hintergrundgeschichte von World of Warcraft: Cataclysm

Während sowohl Horde als auch Allianz ihre gesamte Aufmerksamkeit auf Nordend richten, schlummert ein lang vergessenes Übel in Tiefenheim, Heimstatt der Erde auf der Elementarebene. Verborgen in einer entlegenen Zuflucht lauert der verderbte Drachenaspekt Todesschwinge und pflegt seine Wunden aus dem letzten Kampf gegen Azeroth, ganz dem Hass auf die minderwertigen Lebewesen auf der Oberwelt hingegeben… und wartet auf eine Gelegenheit, die Welt wieder in geschmolzenes Feuer tauchen zu können.


Bald wird Todesschwinge der Zerstörer nach Azeroth zurückkehren, und sein Ausbruch aus Tiefenheim wird die Welt erschüttern und entzweispalten. Über die Kontinente wird sich eine schwärende Wunde ziehen. Während Horde und Allianz zum Epizentrum der Zerstörung eilen, werden die Königreiche Azeroths Zeuge von erdbebenartigen Veränderungen im Machtgefüge, des Funken, der den Krieg der Elemente entflammt und des Aufstiegs unerwarteter Helden, die ihre narbenbedeckte und gebrochene Welt vor der vollendeten Verwüstung zu bewahren suchen.

Schon kurz nachdem der Verräterprinz Arthas Menethil besiegt wurde, gelang es den Alten Göttern, Todesschwinge vollends in den Wahn zu treiben. Der einst unter den Namen Neltharion der Erdwächter bekannte Drachenaspekt brach aus seinem Gefängnis tief unter der Erde aus. Dabei schuf er nicht nur einen Gang nach Tiefenheim, sondern brachte eine wahrhaft kataklysmische Zerstörung über die Östlichen Königreiche und Kalimdor.


Die Geschichte von Todesschwinge

Es ranken sich viele Mythen um Todesschwinges Körper und seine Herkunft. Todesschwinge war früher, wie seine Gefährten Alexstrasza, Malygos, Ysera und Nazdormu, ein Drachenaspekt. Neltharion, wie sein früherer Name lautete, ist von den Titanen als Wächtern über Azeroth eingesetzt worden. Er besaß die Macht, nicht nur die Erde, Magma und alle Feuer-Kreaturen zu beherrschen, er war auch der Hüter der Kontinente und gestaltete sein Reich zum Wohl der Sterblichen um.

Lange vor der Erschaffung der Drachenaspekte schlossen die Titanen die Alten Götter wie C’Thun und Yogg’Saron in irdenen Gefängnissen ein. Sie waren zwar besiegt, aber nicht machtlos. Über Dekaden übten sie alle ihren Einfluss auf Neltharion aus. Auch wenn die Drachenaspekte die mächtigsten Wesen der Titanen auf Azeroth waren, konnten sie trotzdem nicht ewig den Einfluss der Alten Götter standhalten.

Es ist noch nicht klar, wie es den alten Göttern gelang, Neltharion zu korrumpieren, aber als Drachenaspekt war er immer besonders stark auf seine Beschützerrolle fokussiert. Man kann daher annehmen, dass die Expansion und der Bergbau der Sterblichen als Mittel genutzt wurden, ihn verrückt werden zu lassen und seinen Hass zu schüren.

Seinen Verrat an die anderen Aspekte vollführte er während dem Krieg der Ahnen. Dort war es das Versprechen der Alten Götter, unbegrenzte Macht und Kontrolle über die anderen Drachenschwärme, was ihn schwach werden lies. Dank der Drachenseele sollte er es erhalten. Der Wunsch von Neltharion war, dass Azeroth nur noch von den Drachenschwärmen bewohnt wird und Alexstraza und ihre Schwester Ysera ihm als Konkubinen dienen.
Seinen “Verbündeten” gegenüber versprach er jedoch, dass man mit der Drachenseele die Invasion der Brennenden Legion Einhalt gebieten kann. Sie alle legten in die Drachenseele einen Teil ihrer eigenen Seele, nur Neltharion tat dies nicht. Mit der Hilfe der Goblins, dem Blut der Alten Götter und Neltharions eigenem Blut wurde die Drachenseele erschaffen, doch vollendet wurde sie erst durch das Opfer eines Dämons, der währenddessen zu Staub verbrannte.
Durch die Veränderung konnte er nicht nur die Legion besiegen, sondern auch die Kontrolle über die anderen Drachenschwärme erlangen. Der Verräter vernichtete jedoch mit seiner ersten Aktion gegen seine Brüder fast den gesamten blauen Drachenschwarm (was zu Malygos Irrsinn in WoW: WotLK und zum Tod von Malygos geliebter Sindragosa führte, die später die Königin des Frostschwarmes unter dem Lichkönig wurde) und veränderte so die gesamte Geschichte Azeroths. Die Brennende Legion war zwar besiegt, das Utopia, was Neltharion für die Drachenschwärme erschaffen wollte, erreichte er jedoch nicht.

Der Krieg der Ahnen wurde für alle, die es interessiert, in den Büchern von Richard Knaak sehr schön beschrieben, er hat insgesamt drei Teile darüber verfasst. Ihr könnt sie zum Beispiel bei Amazon einzeln oder im Bundle kaufen.

Am Ende des Kriegs der Ahnen erlitt Neltharion schwere Verbrennungen von der Dämonenseele. Er blähte sich auf und zerbrach, sein geschmolzenes Herz und seine Korrumption wurden sichtbar. Nur die Adamantrüstung, die die Goblins für ihn anfertigten, hält seinen zerschundenen Körper noch zusammen. Selbst zehntausend Jahre später sind seine Wunden noch nicht verheilt.

Seit jener Niederlage ist Todesschwinge trotzdem in vielen Formen in Erscheinung getreten. Er hat Alexstraza in die Dienste der Orcs gezwungen, wo sie als Brutmutter missbraucht wurde. In Form eines Menschen lebte er unter ihnen und hat es dank seiner Magie bis zum König von Alterac geschafft (als Lord Dalval Prestor) und die Magier von Dalaran haben ihn sogar besiegen können und in das Meer gestürzt.

Im zweiten Krieg der Menschen und Orcs entdeckte Todesschwinge, wie er nun genannt wurde, die Dämonenseele erneut. Ein erbitterter Kampf brach aus und im Verlauf dessen wurde das Artefakt zerstört. Die übrigen vier Drachenaspekte brauchten trotzdem all ihre Macht, um Deathwing zurück in sein Versteck nach Tiefenheim zu zwingen. Doch dort schlummerte er nicht friedlich vor sich hin. Stattdessen arbeitete er mit seiner Partnerin Sintharia im Schattenmondtal an der Erschaffung des Zwilichtschwarmes, einer perversen Mutation der bisherigen Drachenschwärme. Und da in Tiefenheim die Wirkung der Alten Götter nicht nachlässt, , obwohl es weniger als noch vor 10.000 Jahren sind, sondern sogar stärker geworden ist, ist sein Wahnsinn nun komplett.

Macht euch also bereit ihr Helden, um gegen die größte Bedrohung von Azeroth loszuziehen. Während der Lichkönig nur die Lebenden bedrohte, kann Todesschwinge den gesamten Planeten in seinem Irrsinn auseinanderreißen.

Hauptpersonen in Cataclysm

Auf Seite von Horde und Allianz gibt es Charaktere von unerreichtem Heldenmut, unvergleichlicher Stärke und einmaliger Weisheit. Sie alle prägen die Geschichte von World of Wacraft: Cataclysm maßgeblich – wir stellen Ihre Rolle im Cataclysm-AddOn vor.

Kriegshäuptling Thrall

Thrall, Kriegshäuptling der Horde, ist das fleischgewordene Symbol für Edelmut, Stärke und unerschütterliches Heldentum der Orcs. Er führte sein Volk aus den Internierungslagern Lordaerons in ein Zeitalter der Freiheit und des Wohlstands, und unter seiner Führung etablierte die Horde sich als eine von Azeroths treibenden Kräften. Als Schamane fühlt sich Thrall den Elementen tief verbunden, deren Weisheit ihm schon unzählige Male von großem Nutzen war. Doch auch wenn das Vertrauen der Horde in ihren Kriegshäuptling unerschütterlich scheint, gibt es auch jene, die noch immer an den alten Geschichten von der Wildheit und dem Kriegsgeist der Orcs hängen und mit den Entscheidungen Thralls unzufrieden sind. Man muss noch abwarten, ob die kürzlichen Verstimmungen in den Beziehungen mit Garrosh Höllschrei ein einmaliges Ereignis bleiben werden oder bereits von künftigen Entwicklungen zeugen.

Garrosh Höllschrei

In seiner Jugend kannte Garrosh seinen Vater Grom Höllschrei nur aus den Geschichten, in denen dieser für das Unglück seines gesamten Volkes verantwortlich gemacht wurde. Doch nachdem er von Groms Wiedergutmachung und dem heldenhaften Opfer erfahren hatte, durch welches er die Orcs ein für alle Mal aus der dämonischen Knechtschaft befreite, nahm Garrosh seines Vaters Erbe als furchtloser Krieger und geborener Anführer bereitwillig an. Mitunter sorgt Garroshs Eifer für Konflikte mit dem Kriegshäuptling der Horde. Thralls Entscheidung, Nordend zu erforschen, anstatt die Horde von Anfang an zu mobilisieren, führte dazu, dass der frustrierte Garrosh den Kriegshäuptling zu einem Zweikampf im Ring der Ehre herausforderte. Ein Angriff durch die Gefolgsleute des Lichkönigs setzte dem jedoch ein jähes Ende. So herrscht zwischen Garrosh und dem Kriegshäuptling noch Klärungsbedarf… und die hitzköpfige Rücksichtslosigkeit Garroshs beginnt jenen, denen der gefährliche Zorn eines Höllschrei vertraut ist, Sorgen zu machen.

König Varian Wrynn

Der König von Sturmwind, der erst kürzlich den ihm zustehenden Platz eingenommen hat, hält nicht viel von der Horde. Er hat viele Gründe für diese Haltung: Als Varian noch ein Kind war, beobachtete er den Mord an seinem Vater durch die halborcische Garona; der alte Kriegshäuptling der Orcs, Orgrim Schicksalshammer, erschlug den edlen Anduin Lothar, der Varian nach dem Fall Sturmwinds sicher nach Lordaeron gebracht hatte; Varian selbst wurde später vom orcischen Gladiatorentrainer Rehgar Erdenwut versklavt; und an der Pforte des Zorn schließlich starben unzählige tapfere Allianzsoldaten durch die königliche Apothekervereinigung der Verlassenen. Varian, der Orcs gegenüber schon immer misstrauisch war, entdeckte, dass die königliche Apothekervereinigung bereits über Jahre hinweg an der Entwicklung einer neuen Seuche gearbeitet hatte. Die Ereignisse während der Schlacht um Unterstadt überzeugten den König davon, dass der Horde lange genug freie Hand gelassen worden war – die Zeit war gekommen, die Dinge zurechtzurücken.

König Genn Graumähne

Das Volk der Allianz erinnert sich an den König von Gilneas als stolzen, entschlossenen, listigen und arroganten Mann. Er und seine Armee standen im zweiten Krieg der Allianz bei, doch im Anschluss daran stellte sich für Genn Graumähne bald heraus, dass die Allianz mehr von Gilneas profitierte als umgekehrt. Er ordnete an, dass der Graumähnenwall für alle Fremden geschlossen werden sollte, und riegelte so sein Reich von der Außenwelt und ihren Konflikten ab. Doch das Schicksal, so schien es, wollte dem König eine Lektion in Demut erteilen: der Wall erfüllte seine Aufgabe, das Volk von Gilneas vor Außenstehenden zu bewahren, doch er besiegelte gleichzeitig das Schicksal der Bewohner des Reiches. Als der Fluch der Worgen über das Land hereinbrach und die ersten zaghaften Versuche der Eindämmung fehlschlugen, fand Graumähne sich in einem erbitterten Kampf um die Menschlichkeit seines Volkes wieder.

Königin Azshara

Willensstark, manipulativ und von unvergleichlicher Schönheit – Azshara besitzt weit größeres magisches Talent als nahezu jeder andere Nachtelf. Vor zehntausend Jahren brachte sie gemeinsam mit anderen Hochgeborenen Azeroth gefährlich nah an den Abgrund der vollkommenen Zerstörung, als sie sich unbekümmert in arkaner Magie übten und so die Aufmerksamkeit des Großfeindes Sargeras weckten. Angestachelt durch den Einfluss des dunklen Titanen entwarf Azshara einen Plan, um die Brennende Legion nach Azeroth zu bringen, einen Plan, der den Krieg der Ahnen und die große Teilung der Welt zur Folge hatte. Die wunderschöne und grausame Azshara wurde von den Wellen verschlungen, um niemals wieder gesehen zu werden… so glaubte man. Die Naga verehren Azshara als Halbgöttin und halten sie für sehr lebendig. Wie sie die große Teilung überlebt haben soll, und zu welchem Preis, dies sind Geheimnisse, denen bislang niemand nachzugehen wagte.

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