Moin Moin und willkommen zum dritten Teil meines Beta-Tagebuchs! Da ich nun auch mit einem eigenen Betakey gesegnet wurde, werde ich ab sofort alle Erfahrungen aus Sicht meines Kriegers schreiben. Normalerweise ist er Schutz geskillt, aber ich habe mir zum Leveln Furor als Zweitskillung zugelegt, auch wenn ich diese nicht wirklich spielen kann.

Aber nach meinen bisherigen Erfahrungen geht das Leveln damit dennoch schneller. Die Furorausrüstung liegt auf ICC25-Niveau und hat das ein oder andere Hardmode-Stpck, aber nichts wirklich besonders.

Überarbeitete Zone: Berg Hyjal

In diesem Tagebuch möchte ich euch zunächst nochmal mit auf meine Reise auf dem Berg Hyjal nehmen, den ich nach den Erfahrungen mit dem Paladin und der Zonenüberarbeitung seitens Blizzards nun erneut mit meinem Krieger durchgespielt habe.

Auch wenn ich eigentlich kein großer Freund der Phasingtechnologie bin (da damit das Gruppenspiel teilweise stark beschnitten wird, siehe Eiskrone in WotLK) gefällt es mir in Hyjal sehr gut. Dort wo vorher Feuer loderten und brandschatzende Gegner ihr Unwesen trieben, wachsen nach dem Questen langsam wieder Bäume.

Die Überarbeitung (Anhebung der Gegnerlevel und somit der Trefferpunkte) macht sich zeitlich nur geringfügig bemerkbar. Ich habe extra die Stopuhr mitlaufen lassen und im Endeffekt nur 3,5 Stunden gebraucht. Da ich die Zone schon mal gespielt habe, wusste ich zwar was ich zu tun hatte, dafür kann ich Furor-Krieger nicht wirklich spielen, so dass auch Neulinge (bezogen auf Wissen und Stand der Ausrüstung) nicht länger als viereinhalb Stunden benötigen sollten.

Man sieht also, dass die Zeit leicht angestiegen ist. Massiv angestiegen sind jedoch die erhaltenen Erfahrungpunkte beim Leveln. Erholt gaben die Gegner im Schnitt 4.500 bis 6.500 Erfahrung, so dass die Anhebung dazu geführt hat, dass ich circa mit Level 82,3 die Zone abgeschlossen hatte (war jedoch komplett ausgeruht).

Level 81 erreichte ich nach einer Stunde und zwei Minuten, Level 82 nach weiteren zwei Stunden. Außerdem sei erwähnt, dass nun auch das Rufsystem für Hyjal funktioniert und man für das Abschließen von Quests Ruf erhält. Hat man die komplette Zone absolviert, ist man bei der Fraktion “Wächter des Hyjal” bereits respektvoll. Es lohnt sich also!

Sehr gefreut hat mich, dass die Endquest mit dem Kampf gegen Ragnaros nun implementiert ist. Das Besondere an dieser Quest ist, dass sie mit der Anzahl der Spieler in der Gruppe skaliert – so kommen bei mehr Spielern mehr Gegner und es scheint, als hätte man weniger Zeit. Insgesamt ist die Quest zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwer, da sie ein totales DPS-Rennen darstellt. Nach circa 1,5 Stunden Wipen (nicht in meine Spielzeit mit eingerechnet) mit Anfangs zwei, am Ende fünf Spielern, konnten wir die Quest schließlich erfolgreich abschließen und den Berg Hyjal vom Feuerfürsten befreien.

Kriegertalente

Mit dem letzten Beta-Build sind auch die neuen Talentbäume erschienen, so dass ich auch ein wenig auf die Änderungen des Kriegers eingehen möchte. Leider kann man keine neuen Fähigkeiten beim Trainer lernen, so dass ich noch keine Erfahrungen zum Level 81-Talent “Innere Wut (Inner Rage)” berichten kann. Aber nun zu den Bäumen:

Schutz

Im Schutzbaum hat Blizzard wirklich so ziemlich alle langweiligen Talente entsorgt. Lediglich die Interessanten, wie Kriegstreiber oder Schockwelle sind erhalten geblieben. Außerdem wurde Wert darauf gelegt, dass der Krieger beim Tanken von Gruppen weiter unterstützt wird.

So kann er mit Hilfe mittels dem Talent “Blut und Donner (Blood and Thunder)” das Verwunden eines Ziels auf alle von Donnerschlag betroffenen Ziele verteilen und erneuern. Darüber hinaus hinterlässt Donnerschlag bei geskilltem “Vom Blitz getroffen (Thunderstruck)” eine kleine blitzende Fläche die Schaden (und somit Aggro) auf allen Zielen verursacht, die durch sie hindurchlaufen, ähnlich “Tod und Zerfall” vom Todesritter oder “Weihe” vom Paladin.

Insgesamt möchte und tut man fast alles mitskillen, außer den bekannten PvP-Talenten wie “Sicherung (Safeguard)”. Je nachdem, wie später die Wutproblematik aussieht, können eventuell auch noch ein paar weitere Talente ausgelassen werden, um flexibler in den anderen Bäumen zu sein. Dann wäre es auch wieder möglich, “Aufspießen (Impale)” mitzuskillen.

Interessant wird auch das Talent “Bevorstehender Sieg (Impending Victory)” welches dem Schutzkrieger erlaubt, “Siegesrausch” bei Gegnern unter 20% Gesundheit einzusetzen. Die erhaltene Heilung ist hierbei jedoch reduziert. Die Idee, dem Schutzkrieger eine weitere Attacke zu geben, ist grundsätzlich vielversprechend, jedoch wird die Zukunft zeigen, in wie weit sich dies in eine Prioritätenliste bzw. Rotation integrieren lässt.

Furor

Der Furorbaum ist in meinen Augen noch deutlicher zum PvE-Baum geworden, auch wenn er weiterhin PvP-Talente zur geringeren Heilung oder zur erhöhten Beweglichkeit enthält. Insgesamt baut sich Furor mit Cataclysm um die Angriffe “Blutdurst”, “Zuschlagen”, “Wütender Schlag” und “Heroischer Schlag” gegen einzelne Gegner bzw. mit “Spalten” und “Wirbelwind” gegen mehrere Gegner auf.

Die meisten Talente im Baum verbessern diese Attacken auf die unterschiedlichste Art und Weise (Sofortangriff, mehr Schaden, etc.). Er ist außerdem der einzige Talentbaum, mit zwei 31 Punkte-Talenten, nämlich “Griff der Titanen (Titans Grip)” und “Zielgerichteter Furor (Single-Minded Fury)”. Während “Griff der Titanen”, wie schon in Wrath of the Lich King, das tragen von zwei Zweihändern erlaubt, verstärkt das neue Talent die Angriffe beim Verwenden von Einhandwaffen.

Welche Skillung schlussendlich die bessere sein wird, kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen und wird auch stark von den Instanzen- und Schlachtzugsbelohnungen abhängig sein. Zum Leveln in Cataclysm genießt meiner Meinung nach jedoch “Griff der Titanen” den Vorzug, da Furorspieler derzeit eher zwei gute Zweihandwaffen besitzen.

Waffen

Im Waffenbaum fällt auf, dass quasi alle passiven Talente wie “Parieren (Parry)” oder die Waffenbeherrschungen entfallen sind. Ansonsten wurden neue Talente eingefügt, um die immer mal wieder auftretenden Wutprobleme des Waffenkriegers zu minimieren. Durch “Niederwerfen” erhält er außerdem einen, vor allem im PvP, sehr nützlichen Betäubungseffekt.

“Klingensturm (Bladestorm)” trifft genau wie “Wirbelwind (Whirlwind)” nun alle umliegenden Ziele und ist nicht mehr auf vier Ziele begrenzt. Auch wenn Blizzard den Talentbaum weiterhin PvE-spielbar gehalten hat, kristallisiert sich die eigentlich gewünschte Spielweise, nämlich das PvP hinaus.

Fazit der Talentbäume

Mir gefallen sämtliche Änderungen an den Kriegertalenten sehr gut. Ich hätte mir jedoch eine ganz klare Abgrenzung zwischen PvE und PvP-Bäumen gewünscht. Also das Waffen für PvP Furor für PvE und Schutz rein zum Tanken auslegt ist. Mir ist bekannt, dass Blizzard sämtliche Speccs sowohl im PvE wie auch im PvP spielbar lassen möchte, aber das bringt nicht nur Balancingprobleme mit sich.

Das Hauptproblem ist die Notwendigkeit in mehreren Bäumen gleiche Talente (z.B. “Tödlicher Schlag” und “Wütende Attacken” zur Reduzierung der erhaltenen Heilung) zu implementieren. Würde man sich hiervon trennen und den Bäumen feste “Aufgabenbereiche” zuteilen, würden die Spieler zwar etwas in ihrer Auswahlfreiheit beschnitten, das Ganze würde langfristig aber zu mehr Potential führen.

Sonstiges

Ich wollte mich eigentlich noch mit dem “Umschmieden(Reforging)” und den täglichen Angelquests beschäftigen, aber beides funktioniert in der momentanen Betaversion nicht. Hierzu dann später mehr.

Als nächstes werde ich mit meinem Krieger ins Gebiet Tiefenheim begeben. Seid also gespannt auf den vierten Teil meines Tagebuchs. Kritik, Anregungen und Fragen bitte wie immer in die Kommentare!