Willkommen zum vierten Teil meines Beta-Tagebuchs!

Heute möchte ich über meine Erlebnisse in Tiefenheim, die nochmals erneuerten Kriegertalente und ein bisschen auf Verzauberungskunst eingehen.

Einführungsquests für Hyjal und Vashj’ir

Ihr erinnert euch vielleicht, dass ich geschrieben hatte, dass viele Leute nach der Einführungsquest für Vashj’ir so lange gesucht haben. Diese Problematik hat Blizzard nun sehr geschickt gelöst. An mehreren Stellen in Orgrimmar, z.B. vor dem Haupthaus von Garrosh, in dessen Eingang die Teleportfrau steht, wurde nun ein großes Schild mit Ankündigungen des Kriegshäuptlings aufgestellt. So wird man leicht auf die neuen Gebiete aufmerksam gemacht. Mir fiel dabei auf, dass es sogar eine kleine Einführungsquest für Berg Hyjal gibt, welche ich vorher noch nicht gesehen hatte, da ich mich immer direkt dorthin geportet hatte. Eine sehr gute Änderung!

Tiefenheim

Tiefenheim ist eine Level 82+ Zone und kann auch erst ab diesem Level betreten werden. Früher ist die Einführungsquest hierfür nicht aktiv. Nach einem wiedermal gelungenen Intro (wie auch für die anderen zwei Zonen) erreicht man Tiefenheim. Hier muss man den Thrall und seinen Schamanenkollegen vom irdenen Ring dabei helfen, die Welt vor dem Einsturz zu retten. Wer mehr über die Quests und die Story lesen möchte, kann dies im bereits veröffentlichen ersten Teil des Tagebuch von Velion tun. Ich möchte das hier nicht wiederholen. Aber denkt dran – “You no take crate!

Während ich keine kritischen Abstürze in der Zone hatte und auch die Questbelohnungen scheinbar nun implementiert sind (normale Beute der Kreaturen jedoch noch nicht) kann ich den steigenden Schwierigkeitsgrad nach Vashj’ir bzw. Hyjal jedoch nur unterstreichen. Die deutlich höhere Trefferpunkteanzahl macht sich genauso bemerkbar, wie schlechter werdenen Kampfwerte (Trefferwertung etc.). Da freut man sich über die passenden Questbelohnungen, z.B. einem Schmuckstück mit viel Trefferwertung.

Wer bereits auf dem Liverealm die Möglichkeit hat, solche Gegenstände zu sammeln (z.B. Pyritinfuser vom Flame Leviathan in Ulduar-10) sollte dies tun! Unabhängig davon ist Tiefenheim für die meisten Spieler wohl der Zeitpunkt erreicht, wo sie den Großteil ihrer Ausrüstung austauschen. Ich habe dort mittlerweile (fast) meine komplette Furorausrüstung inklusive der normalen Version von Glorenzelg ausgetauscht. Die Belohnungen belaufen sich auf Gegenstandsstufe 289 bzw. 305 für grüne sowie 305 und 318 für blaue Gegenstände. Mehr zu den Waffen und Questbelohnungen in Tiefenheim finden sich in der kürzlich erschienen News

Therazane

Die Fraktion “Therazane” bildet mit vielen Quest etwa ein Drittel der Tiefenheimquests und ist eine Fraktion im Stile von “Tranquillien” in den Geisterlanden. Hat man sich im Laufe der Zeit einen wohlwollenden Ruf (soviel hat man circa wenn das Gebiet durchgespielt ist) erreicht, warten täglich vier tägliche Quests auf den Spieler, welche jeweils 250 Ruf geben. Für Erfolgsjäger natürlich ein Muss. Ob es auch für andere Spieler interessant ist, kann man derzeit nicht sagen, da der Rüstmeister der Fraktion noch nicht existiert bzw. mit Belohnungen bestückt ist.

Neben “Töte-diese-Monster“-Quests erhält der Spieler auch die Aufgabe Pilze zu zerstören. Und wir wissen ja alle, dass Pilze nicht unbedingt etwas Gutes bedeuten müssen. Während einige Explodieren geben andere den “Shuffletuffle“-(De-)Buff!

Beruf: Verzauberung

Berufe sind ja noch nicht wirklich implementiert, aber “Entzaubern” funktioniert natürlich. In Hyjal hatte ich es vergessen, aber in Tiefenheim habe ich den Großteil meiner Questbelohnungen entzaubert, um mal zu sehen, wie oft man neue Verzauberungsmaterialien erhält. Ab Gegenstandsstufe 289 kommen größtenteils neue Materialien zum Vorschein. Auch habe ich festgestellt, dass nun Gegenstände gleicher Gegenstandsstufe, aber unterschiedlicher Seltenheit, verschiedene Anforderungen zum Entzaubern haben. So können Gegenstände der Stufe 318 erst mit Verzauberungslevel 475 (Grün) bzw. 500 (Blau) entzaubert werden!

Kriegertalente

Zum Abschluß nochmal ein paar Worte zu den erneuten Kriegertalenten. Blizzard hat weiter an den Fähigkeiten des Kriegers gefeilt und versucht unscheinbare passive Dinge zu minimieren. So fiel z.B. das erst mit Wrath of the Lichking eingeführte “Bis an die Zähne bewaffnet (Armored to the Teeth)” weg.

Waffen

Neben einem deutlichen Buff von “Überwältigen (Overpower)” wurden auch hier passive Talente entfernt, Wutprobleme bearbeitet (“Trommeln des Krieges (Drums of War)” und mit “Gewaltiger Stoß (Colossus Smash)” eine neue Attacke hinzugefügt, die zeitweise die Rüstung des Gegners ignoriert. Hierbei sei erwähnt, dass Rüstungsdurchschlagskraft (Armor Penetration) in Cataclysm ansonsten komplett abgeschafft wurde (als Eigenschaft auf Gegenständen, Edelsteinen etc.). Darüber hinaus wurde (unter anderem) “Zweiter Wind (Second Wind)” deutlich niedriger im Baum angeordnet (Nun Stufe 2, früher 4), so dass man auch als Furorkrieger die Möglichkeit hat es für PvP mitzuskillen.

Furor

Der Furorbaum erhielt größtenteils Umstellungen der Talente auf den einzelnen Stufen. Aber auch hier wurden drei neue Talente eingefügt. So erhöht “Ungebundener Furor(Unshackled Fury)” die Effekte von Entage-Talenten, während “Abrupte Unterbrechung (Rude Interruption)” den Schaden des Spielers nach Verwendung eines Unterbrechnungseffekts wie “Zuschlagen (Pummpel)” erhöht.

Ein ganz besonderes Schmankerl hat sich Blizzard mit “Durch das Schwert sterben (Die by the Sword)” einfallen lassen. Während es im PvP dem “Von der Klippe springen” des Schurken ähnelt, so werden sicher auch einige der PvE-Krieger dieses Talent mitskillen, die gerne in Instanzen Aggro ziehen. Denn dieses Talent erhöht die Parierchance des Spielers um 100% für einige Sekunden, wenn die Gesundheit unter 20% fällt. Das bedeutet, dass man zumindest durch Nahkampfschläge nicht sterben kann.

Schutz

Im Schutzbaum wurden etliche Fähigkeiten in ihrem Schaden und somit ihrer Aggro gesteigert. Dies liegt größtenteils an Veränderungen anderer Talente. So wurde der Schaden von “Verwüsten (Devestate)” erhöht, da “Rüstungs zerreißen (Sunder Armor)” mit dem Addon bekanntlich nur noch drei anstatt der bisherigen fünf Stapel hat. Auch wurde “Donnerknall (Thunderclap) nach dem Wegfall der passiven Verbesserung gebufft.

Durch Wegfall von “Bis an die Zähne bewaffnet (Armored to the Teeth)” und der Veränderung von “Anstacheln (Incite)” (Wirkt nur noch auf “Heroischer Stoß (Heroic Strike)” und dessen Wutkosten) hat der Schutzkrieger (bei hoffentlich nicht so extremen Wutproblemen, aber das wird die Zukunft zeigen) mehrere Punkte mehr zur freien Gestaltung und kann somit andere nützliche Dinge in den anderen Talentbäumen mitskillen.

Fazit

Während die Schadensbäume wieder ein bisschen näher aneinander gerückt wurden, erhielt der Schutzbaum einen Aggrobuff, mit dem er hoffentlich an die Aggro der anderen Gestaltung anschließen kann. Derzeit ist es noch so, dass zwischen dem Krieger und seinen Tankrivalen eine Aggrolücke herrscht, die nur mit “Wachsamkeit (Vigilance)” einigermaßen geschlossen werden kann. Und genau dies will Blizzard nach eigenen Angaben entschärfen. Das Talent soll mehr wegen des “Spott (Taunt)”-Aspekts mitgeskillt werden, als für die Bedorung. Wir dürfen gespannt sein!

Ausblick

Da mein Krieger auf dem Betarealm inzwischen das derzeitige Maximallevel von 83 erreicht hat, werde ich nun voraussichtlich Vashj’ir durchquesten um dies mit meinen Erfahrungen des Paladins zu vergleichen. Darüber hinaus möchte ich die neuen Instanzen erkunden, was ich bisher nicht gemacht hatte, da ich sehen wollte wie viel Erfahrungspunkte man in den Gebieten so erhält. Je nachdem, mit was uns Blizzard noch in zukünftigen Betapatches überrascht, werden ich natürlich auch darauf eingehen! Bis zum nächsten Teil!