Willkommen zum siebten Teil des Beta-Tagebuchs! Mit dem letzten großen Beta-Build kamen endlich die zwei letzten der neuen Gebiete: Uldum und Twilight Highlands sowie diverse Instanzen. Mit Spannung begab ich mich also nach Uldum und das Gebiet auf seine Questtauglichkeit zu testen. Darüber hinaus werde ich in diesem Tagebuch noch von meinen Ausflügen nach Vortex Pinnacle und dem Beginn in den Twilight Highlands bereichten. Außerdem berichte ich noch von meinen, wenn auch sehr oberflächlichen, Einstiegserfahrungen im Beruf “Archäologie”.

Eine kleine Anmerkung am Rande noch: Ich queste inzwischen komplett als Schutzkrieger, da ich so deutlich mehr Schaden mache, als wenn ich Furor geskillt wäre und gleichzeitg noch viele nützliche Stuns und Cooldowns habe, gepaart mit deutlich mehr Leben!

Uldum

Wie schon in meinem Preview während meines letzten Tagebucheintrages ist die Zone Uldum im altägyptischen Flair gehalten und besticht mit üppigen Grünzonen, gepaart mit gefährlichen Wüstengebieten und ansehnlichen Tempelanlagen.

Während sich in den Oasen und an Flüssen das Leben tummelt und Pflanzen erblühen, lauern in den Wüstengebieten unzählige Gefahren. Selbst ein Djinn greift jeden Spieler an, der ihm zu nahe kommt. In den Tempelanlagen verteidigen monströse Staturen und gefährliche Fallen die Geheimnisse der Grabstätten und Heiligtümer.

Ein gefährlicher Djinn lebt in den Wüsten von Uldum – Habt Acht!

Die Reise nach Uldum

In Tanaris schließt sich der Spieler einer Karavane nach Uldum an, welche jedoch von den Tol’Vir überfallen wird. Die Spieler werden gefangen genommen und in die Hauptstadt der Tol’Vir gebracht. Nachdem man sich vom Schock erholt hat, gelingt dank eines geschickte Täuchungsmanövers die Flucht und man rettet sich zusammen mit einem Anhänger der Ramkahen in die gleichnamige Stadt. Der Spieler erfährt von den Kriegen gegen die Tol’Vir und einfallenden Schatzjägern und soll die Ramkahen unterstützen.

Die Questlinien in Uldum

In Uldum gibt es zwei Hauptquestlinien, welche durch diverse Zusatzquests ausgedehnt werden. Die Hauptquestlinie ist die Storyline rund um das Volk der Ramkahen und der Krieg gegen die Tol’Vir, welche von einem mächtigen Djinn verzaubert wurden und sich nun gegen ihre alten Verbündeten stellen.

Hierzu entwickelt sich sehr schnell die zweite Storyline des berühmtesten Archäologen in der ganzen World of Warcraft – Harrison Jones. Seine Gier nach altes Wissen und Schätzen führt den Spieler immer wieder in alte Tempel- und Grabanlagen. Natürlich ist nicht nur Harrison Jones in Uldum hinter den Geheimnissen der Wüste und ihrer Vergangenheit her! Auch sein ärgster Widersacher Commander Schnottz versucht mit allen Mitteln, Geheimnisse zu entdecken und so kommt es immer wieder zu Konflikten.

Beide Questreihen sind schön aufgebaut und führen den Spieler immer mal wieder zu kleinen Zusatzquests und Bonusquestreihen. So muss man am Ende einer solchen zusätzlichen Reihe den Kernreaktor eines futuristisch anmutenden Gefährts deaktivieren, wodurch man sich in eine riesige Feuerkugel verwandelt und damit in Horden gefährlicher Lebragnome wüsten darf. Das ist eine sehr lustige Questreihe, die einfach mal Spaß macht.

Aber auch die beiden großen Questreihen offenbaren im wahrsten Sinne des Wortes Großes. Der Kampf gegen einen riesigen Obsidian Destroyer ist nur eines der Highlights. Leider kann man noch nicht alle Questreihen bis zum Ende spielen, da Uldum erst zu ca. 90% implementiert sind, aber die Quests sind inhaltlich sehr schön. Einziger Schönheitsfehler ist relativ häufiges Hin- und Herfliegen.

Questen in Uldum aus technischer Sicht

Ich möchte das Questen in Uldum zusätzlich mal aus technischer Sicht betrachten, wobei ich nicht die Hardwareanforderungen meine, sondern die von Blizzard verwendeten Ingametechniken, um Questen abwechslungsreicher und für den Spieler angenehmer zu machen.

Zum einen währe hier das in Wrath of the Lich King eingeführte Phasing zu erwähnen. Ich kenne keine Zone, in der so viel Gebrauch vom Phasing gemacht wird, wie in Uldum. Zwar wird auch in vielen anderen Gebieten Phasing verwendet, jedoch nicht so massiv wie hier. Es gibt Stellen die sich teilweise bis zu drei, vier oder fünf Mal verändern und immer den aktuellen Verlauf der Story widerspiegeln.

Die zweite Technik, welche ich bisher auch noch in keiner anderen Zone gesehen habe, ist ein gemeinsames Questen unabhängig von Gruppe oder sogar Fraktion! Es ähnelt ein wenig der Schlacht um Unterstadt, ist jedoch flexibler. Es gibt an diversen Stellen kleine Questevents, die vom ersten Spieler, der dort ankommt, gestartet wird und wo das Besiegen des Questgegners (als Beispiel) aber für alle Spieler, unabhängig von Gruppe oder Fraktion, zählt, die ebenfalls diese Quest machen. Dies ist ungemein schön, denn es erspart das lästige Warten auf den Respawn.

Als dritte und letzte Technik ist Uldum die größte Ansammlung an Zwischensequenzen in ganz WoW. Ich bin persönlich kein Fan von diesen Ingamesequenzen und bin froh, dass ich sie mir jetzt auf dem Betaserver angucken und dann später im Livegame überspringen kann. Aber grob geschätzt habe ich bisher bestimmt 15-20 Minuten Ingamesequenzen in Uldum gesehen. Für Spieler, denen so etwas gut gefällt ist, Uldum damit ein absolutes Muss! Mir persönlich gefallen die “richtigen” Blizzardfilme, wie die Intros in WoW oder Diablo, allerdings besser, weil sie den Spielfluß nicht stören, sondern eigenständige Filme sind.

Fazit

Uldum ist ein sehr schönes Questgebiet und wird, aus Sicht der Gegenstände, einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Spieler auf die Herausforderungen der Instanzen vorzubereiten. Leider sind die Questrewards noch nicht implementiert, aber nach einem Besuch der Stufe 85-Instanzen und einem Blick auf die Belohnungen der Rüstmeister lässt sich in etwa erahnen in welcher Kategorie die Gegenstände liegen müssten.

Kleine Schönheitsfehler sind das öfters auftretende Rumfliegen und die meiner Meinung nach den Spielfluss störenden Zwischensequenzen, wobei zweiteres sicherlich persönliche Geschmackssache ist. Rundum betrachtet ist Uldum, nicht nur grafisch, ein Highlight.

Von Highlight zu Twilight – Twilight Highlands

In den Twilight Highlands habe ich zwar bisher aus Zeitgründen noch nicht viel gequestet, aber sie stellen zusammen mit Uldum die Endgebiete von Cataclysm dar. Zu Beginn startet (auf Hordenseite) Garrosh eine Revolution im Stamm der Dragonmaw, um diese als Anhänger der Horde zu gewinnen. Im späteren Verlauf kämpft man gegen den Zwielichtclan und zusammen mit dem roten Drachenschwarm zieht man in den Kampf gegen Todesschwinge.

Ein ganz besondere Questreihe ist die seit Burning Crusade eingeführte Arena-Questreihe. Erstmals in Nagrand im Ring des Blutes gekämpft, wurde man in Wrath of the Lich King zum Champion der Agonie gekürt. In Cataclysm kämpft man nun in den Twilight Highlands erneut um Ruhm und Ehre.

Vortex Pinnacle, Lost City of Tol’Vir

Während der letzten Woche besuchte ich auch mal wieder zwei Instanzen. Geplant war mit einer Gruppe Betatester von gamona und allvatar die Lost City of Tol’Vir zu meistern, was aber auf Grund niedrigstufiger Charaktere und fehlender Ausrüstung relativ schnell zum Scheitern verursacht war.

Der erste Boss in der vergessenen Stadt ist eine schöne Übung in Sachen Movement und wird für viele Wrath of the Lich King-Verwöhnte eine kleine Umgewöhnung. Viel mehr haben wir aber auch nicht geschafft. Als zusätzlich immer wieder Instanzserverabstürze und ein fehlerhaftes Dungeon-Tool Wipeorgien verhinderten entschieden wir uns in den Stufe 83 Dungeon “Vortex Pinnacle” zu gehen und diese auf Herz und Nieren zu testen.

Vortex Pinnaclen

Vortex Pinnacle ist eine 5-Mann Instanz im Südosten von Uldum und nur durch ein Flugmount zu erreichen (Seit Cataclysm muss bekanntlich vor der ersten Benutzung des Tools den jeweiligen Eingang einer Instanz entdeckt haben). Die fliegenden Plattformen sind bevölkert von Elementaren und teilweise Tol’Vir.

Verbunden sind sie über Brücken und Wirbelwinde. Zweitere schleudern den Spieler durch die Luft auf die nächste Plattform. Anfangs sehr spaßig wird dies aber nach den ersten Wipes zeitaufwendig. Der Trash ist abwechslungsreich und recht schwer. Crowdcontrol und taktisches Vorgehen sind ein Muss! Zusätzlich interessante Events geben der Instanz einen angenehmen Flair. Leider sind die Events dauerhaft aktiv und werden nicht nach dem Tod eines Bosses abgeschaltet, so dass man sie immer wieder durchlaufen muss, wenn man stirbt.

Die Bosse sind abwechslungsreich, aber nicht sonderlich schwer, lediglich der erste Boss wird dem Heiler – je nach Klasse – einiges abverlangen und eine durchdachte Cooldownrotation der Spieler erfordern. Während beim ersten Durchlauf viel Neues und Unbekanntes das Vorankommen erschwerte, lief unser zweiter Besuch deutlich flüssiger ab. Erfahrung im Umgang mit gewissen Gruppen und Events lies den Zeitaufwand deutlich sinken. Dennoch sollte man ca. 30-45 Minuten für Vortex Pinnacle einplanen.

Hinweis für alle die diese Instanz spielen. In Dalaran steht an der Treppe zur violetten Zitadelle ein Windelementar, welches die Spieler direkt in die Instanz teleportiert. Stirbt man in Vortex Pinnacle, wird man auch am Friedhof in Dalaran wiederbelebt und kann sich mit Hilfe des Elementars direkt wieder zur Instanz porten.

Archäologie

Während ich auf unsere Dungeongruppen für Vortex Pinnacle gewartet habe, verschaffte ich mir einen eigenen Einblick in die Kunst der Archäologie und ich weiß jetzt schon, dass nur meine Achievementleidenschaft diesen Beruf bei mir pushen wird. Man fliegt sehr sehr sehr viel herum, da man an einer Grabungsstelle immer nur drei Mal graben kann.

Level 60 Gegenstände könnt ihr auch herstellen

Im besten Fall wären das theoretisch 15 Artefaktfragmente, aber ich habe nie mehr als acht oder neun erhalten. Bereits die ersten Artefakte brauchen über 30 Fragmente und da man an einer Grabungsstelle immer nur Fragmente einer bestimmten Rasse finden kann, wird dies eine sehr lange Zeit dauern, alle Artefakte zu finden. Dies scheint Blizzard aber bedacht zu haben, da der Beruf keinerlei Unterstützung im Kampf bringt, sonder nur kosmetische Belohnungen wie Pets, Mounts oder seltene epische Bind on Account-Waffen. Jedem Spieler mit wenig Zeit oder mangelnder Geduld kann ich nach meinem Kurzeinblick nur von diesem Beruf abraten.

Hier möchte ich mich auch erst einmal verabschieden, würde mich aber freuen, wenn ihr mir einen Kommentar im Forum hinterlasst! Bis zum nächsten Mal!