Hallo und willkommen zum dritten Beta-Tagebuch von mir. Zum Wochenende möchte ich euch die Themen, die eigentlich für den zweiten Teil geplant waren, nachliefern. Das bedeutet, ich werfe einen kurzen Blick nach Westfall und verliere noch zu ein paar Worten zum Rotkammgebirge und dem Remote-Questsystem. Aus der Talentschau zum Hexer und Magier ist leider nichts geworden, denn der Magier hat derzeit noch ein Schadensproblem (macht ca. 50% des Schadens mit 3.3.5) und beim Hexer fehlte schlicht die Zeit.

Ohne lange um den heißen Brei herumzureden, lasst uns direkt loslegen:

Westfall

Westfall ist ein Gebiet, in dem sich von der Landschaft relativ wenig verändert hat. Es gibt zwei große Änderungen: die Späherkuppe und den Krater in der Mitte Westfalls. Doch wichtiger ist, dass sich alle Quests verändert haben! Zwar gibt es in Westfall nur noch 45 Quests (zu circa 55 aktuell), aber die haben es in sich. Blizzard spielt hier viel mit den neuen Techniken, die man in über fünf Jahren entwickelt hat.

Das bedeutet, dass es in den überarbeiteten Gebieten viel Phasing und Vehikelkampf gibt, nur wenige stupide Töte X-Quests und so weiter. Es wird außerdem die Hauptgeschichte konsequenter erzählt.

Kleines Beispiel dazu. Das alte System gibt es in Nagrand. In Nagrand ging man normalerweise einmal alle Questhubs ab, hatte 15-20 Quests im Log – absolvierte sie in einer großen Runde im Gebiet – gab sie alle ab und hatte neue 15 Quests. Eine echte Geschichte – oder das Gefühl ihr zu folgen – kam dabei nicht auf. Das Problem an dieser Art war, dass gleichzeitig 10 Geschichten in einem Gebiet stattfanden.

Die Bravo-Kompanie bei der Angriffsplanung

Gegenbeispiel in Eiskrone! Dort hat man immer nur ein (maximal 2-3) Questhubs gleichzeitig. Alle Quests eines Stützpunktes erzählen eine Geschichte und man wird nicht abgelenkt. Ob das nun besser ist – oder nicht – will ich nicht diskutieren. Ich glaube aber, dass dadurch dem Spieler mehr Motivation gegeben wird, ein Gebiet auch zu beenden. Ihr habt euch sicher auch schon einmal dabei ertappt, wie ihr nach 20 erledigten Quests aus einem gerade erst betretenen Gebiet einfach gegangen seid.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Westfall ist wesentlich freundlicher geworden. Nicht, was die Geschichte angeht, es ist Benutzerfreundlicher. Es gibt keine unfairen Gegnercamps mehr, wo ein falscher Schritt der sichere Tod war. Es gibt kurze Laufwege, eine sinnvolle Verteilung der neuen Flugpunkte und circa sechs verschiedene Phasen der Zone. Man hat wirklich das Gefühl, dass man selbst die Welt verändert! Wie in einem echten Rollenspiel.

Wer jedoch etwas mehr über die Quests in Westfall und die wirklich gelungene Geschichte erfahren möchte, kann einen Blick in den Artikel zu Westfall oder die umfangreiche Bilderstrecke auf gamona werfen.

Rotkammgebirge

Das Rotkammgebirge war eigentlich eines der Gebiete, von denen ich mit meinem jungen Paladin keine großen Erwartungen hatte. Das Gebiet hatte nur zwei kleine Veränderungen (Der Wachposten an der Dreiwegekreuzung und die Brücke) – und die ersten Quests waren auch nicht wirklich der große Hit. Doch was ich dann später entdeckt habe, ließ mich zu dem Schluss kommen, dass das Rotkammgebirge die beste Geschichte hat, die jemals in einem Gebiet von WoW erzählt wurde – selbst unter den neuen Gebieten!

Es sind vor allem die kleinen Dinge, die das Gebiet so sympatisch machen. Spieler, die früher bereits einmal im Rotkammgebirge waren, können sich sicher noch an die Quest von Darcy, der Kellnerin im Gasthaus erinnern. Dort musste man der Wache Parker ein Mittagessen bringen. Nun, den beiden geht es prächtig. Sie haben inzwischen nicht nur geheiratet, sondern haben auch eine junge Tochter. Darcy Parker, ihre Tochter Libby und ihr Mann – mittlerweile Watch Captain Parker – haben wieder einige Aufgaben für euch.

In Seehain gibt es auch einige alte Bekannte zu sehen. Ob nun Großknecht Oslow, den Marschall Marris oder den Magistrat Solomon. Die Geschichte vom Rotkammgebirge hat zwar einen langsamen Start, wird jedoch schnell spannender. Denn das Rotkammgebirge ist voller Schwarzfels-Orcs, eine riesige Invasion hält große Teile der Gebirges besetzt. Gut dass ihr in der Gegend seid – denn es gibt jede Menge zu tun.

Zephyriumbomben machen mächtig Bums

Auf dem Weg zu dem grandiosen Finale befreit ihr Elite-Soldaten, absolviert einer Wildwasserfahrt, verübt getarnt Anschläge hinter feindlichen Linien, durchbrecht sie mit einem Panzer und sprengt das halbe Gebirge in die Luft. Was euch alles erwartet möchte ich euch nicht verraten, aber die Geschichte ist eine der besten Storys, die ich jemals erleben durfte.

Hier lohnt es sich sogar, extra einen neuen Charakter anzufangen. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass mit diesem Gebiet Blizzard eine neue Messlatte für die Story in MMORPGs setzt.

Die schwarze Brut des Weltenbrechers ist übrigens auch da

Remote-Questsystem

Das Remote-Questsystem war bei der Ankündigung nicht gerade ein Grund zur Freude. Es bot viel Anlass zur Kritik und ich war selbst einer derjenigen, die das System kritisch gesehen haben. Was kann man schon von einem System erwarten, das die Laufwege eliminiert.

Inzwischen ist es auch implementiert worden, auch wenn es viele Betaspieler noch nicht entdeckt haben. Anders, als zunächst gedacht, gibt es nur einige Quests, die sich dem Feature bedienen. Man kann sagen, dass Blizzard damit dem Spieler besonders lästige Reisezeit ersparen möchte. Und das funktioniert ziemlich gut.

Das Remote-Questsystem in Aktion mit NPC-Vorschau

Der Großteil der Aufgaben erledigen wir noch immer klassisch, aber das Remote-Questsystem ist eine sinnvolle Ergänzung. Gerade bei unzugänglichen Gelände ist es eine wahre Erleichterung. Auch wenn ich zum Anfang sehr skeptisch war, ist der gezielte Einsatz ist eine gute Wahl. Es macht das Questen nicht einfacher – es ist schlicht bequemer. Und das ist ja nichts schlechtes :)

Danke fürs Lesen und wie immer würde ich mich über eure Kommentare und Vorschläge freuen, worüber ich schreiben soll.

Jade