Hallo und willkommen zu meinem sechsten Tagebucheintrag. Anders als geplant, möchte ich über andere Themen schreiben. Zwar war das Allianz-Startgebiet rund um die Zwerge geplant, das wird aber erst im kommenden Beta-Tagebuch an der Reihe sein. Diesmal gibt es andere Themen: Zul’Gurub als Questgebiet, westliche Pestländer (aus der Sicht der Allianz) und der “neue” Schaden der Gegner.

Das nördliche Schlingdorntal

Starten wir mit etwas Erfreulichem: Das nördliche Schlingdorntal hat dem “Umbau” auf Level 25-30 und den Cataclysm gut überstanden. Das neue Level passt sich nahtlos an den Questfluss vom Dämmerwald und die Quests sind abwechslungsreich und spannend. Noch immer gibt es Ärger mit Kurzens Kommando, Trollen und den vielen Wildtieren. Langweilig wird euch hier nicht.

Und die beste Nachricht ist, dass Zul’Gurub als Instanz (noch) besteht! Man erledigt aber wie angekündigt innerhalb von ZG einige Quests. So erhält man beim Questen früher oder später ein zerbrochenes Ei, wo ein kleiner Raptor “enthalten” ist. Dieser kleine Fleischfresser begleitet euch durch das ganze Schlingdorntal und ist nicht nur eine hübsch anzusehende Tötungsmaschine, er (oder es?) hat auch Krallen (und Zähne).

Denn auf Level 36 schlägt der Gute für circa 30 Schaden zu, was ein gern gesehener Extraschaden (auf dem Level) ist. Außerdem skaliert er mit eurem Level (also auch für Level 80) und sein Schaden/Gesundheit steigt ebenso. Die Quest dafür ist beim Töten von Kurzens Kommando (Allianz vom Rebellencamp) oder beim Säubern von Lashtail-Raptoren vor den Toren von Grom’gol (Horde) zu finden.

Eine Runde Zul’Gurub

Ohne zuviel von der Questlinie zu verraten, steuert ihr später den Raptorjungen in einer tollen Quest per “Gedankenkontrolle” in Zul’Gurub und müsst dort unter anderem dem wachsamen Blick von Blutlord Mandokir entkommen. Dazu spielt ihr den Raptor und müsst auf verschiedene Arten den Trollen aus dem Weg gehen, sie Ablenken oder in den Fluß werfen.

Auch wenn die Quest etwas “abrupt” und mit einem offen Ende im nördlichen Schlingdorntal zu Ende geht, werdet ihr sicher nicht das letzte Mal von dem kleinen Raptorjungen gehört haben. Denn diese Questlinie soll später im Kap von Schlingdorn (südliches Schlingdorntal) wieder aufgegriffen werden. Doch mehr dazu irgendwann in der Zukunft.

Gurubashi-Arena

Bevor ich mit dem nächsten Thema weitermache, hier noch ein kleiner Hinweis: In der Gurubashi-Arena dürfte es in Zukunft wieder mehr Betrieb geben, denn es wurde eine Daily Quest hinzugefügt. In den anderen Arenen hat sich nichts getan, doch in Gurubashi könnt ihr einen NPC für etwas Ehre bekämpfen. Die Quest ist aber nicht auf das Highlevel beschränkt sondern auch für levelnde Charakter verfügbar, die einen für ihr Level passenden Satz an Ehre erhalten.

Westliche Pestländer

Die Pestländer waren eins ein feindlicher Ort. Nun sind sie (teilweise) wieder ergrünt – doch mit einem Level von 35-(40)-45 sind die Pestländer für die Allianz nur mit einem ausdauernden Ritt zu erreichen. Einmal durch das Sumpfland, das Arathihochland, quer durch die das Vorgebirge des Hügellands und eventuell noch mit einem Schlenker durch das Alteracgebirge.

Band of Brothers beim Verteidigen der Eroberungen

Hat man diese gewaltige Strecke von der Eisenschmiede aus hinter sich gebracht, wird man von einer spannenden Quest erwartet. Man “befreit” Andorhal von der Geißel, kämpft gegen die bösen Buben aus Scholomance (was immernoch keine Eindeutschung hat!) und verdingt sich bei den Druiden vom Zirkel als Jäger. Achja und der Scharlachrote Kreuzzug hat Herdweiler (Hearthglen) aufgegeben – dort ist mittlerweile der Argentumkreuzzug eingezogen. Mit ihm Tirion (endlich wieder in Tier 6) und jede Menge Rekruten (auch Worgen, keine Goblins).

Malfurion ist Azeroth’s neuster Trendsetter

Für Tirion müsst ihr eine Quests um seltsame Aktivitäten naher Gnolle unternehmen, doch die sind nichts Besonderes. Viel besser ist dagegen ein kleiner Troll-Druide, der sich in den Pestländern zur Ausbildung befindet. Der gute Junge ist aber etwas verpeilt, eventuell hat er die Schulterstücke des Tier1-Sets doch geraucht…

Da Bilder gemeinhin mehr als tausend Worte sprechen, möchte ich sie einfach mal für sich selbst sprechen lassen. Mit ihm zusammen erlebt ihr einige Quests, wo ihr die Infektion der Seuche überprüft (die noch immer dort zu finden ist) und dürft euch an den Eskapaden eures Begleiters erfreuen.

Die Quests in Andorhal sind ebenfalls spannend, sie machen einen guten Eindruck. Ob es noch zum Showdown der beiden Stützpunkte der Allianz und Verlassenen kommt, habe ich aber noch nicht entdeckt. Behauptet wird von diesen zwei “alten Freunden” zumindest etwas anderes. Vielleicht gibts da mehr davon in den östlichen Pestländern zu finden…

Und es machte BOOOM

Zuletzt nun ein Thema, was viele von euch vielleicht nicht wirklich nachvollziehen können. Mit dem letzten Patch wurde der Schaden, den Gegner gemacht haben, massiv erhöht. Das mag im ersten Moment toll sein, im ersten Kampf gegen Level 83 Gegner macht sich jedoch Frust breit.

Ein Beispiel dafür wäre der nächste Screenshot von unserem Autor Velion, der einen netten Treffer seines Gegners zeigt. Solche Treffer sind aber keine Einzelfälle, wie man am zweiten Screenshot etwas weiter unten sehen kann.

Was eigentliche Problem besteht darin, dass selbst für besser ausgestattete Gegner Kämpfe, wo ihr ein Add zieht, fast immer tödlich enden können. Ohne den massiven Einsatz von Cooldowns werdet ihr hier sehr schnell im Grab liegen.

Das eigentlich Problem an der Sache ist, dass wir in der Beta Charaktere mit Tier 10-Ausrüstung spielen. Doch zwischen Itemlevel 251-277 episch und Itemlevel 187 grün (was man mit Level 79-80 in Eiskrone/Sturmgipfel hat) liegen Welten. Auch wenn die Gegner in Hyjal “nur” für (800-2000 Schaden pro Schlag treffen, so ist das doch ein gewaltiger Sprung nach oben.

Die Entwicklung der Ausrüstung kann hier nicht mit Schritt halten – besonders in den ersten Quests. Zwar erhält man relativ schnell einige neue Gegenstände, doch bereits bei Gebiet rund um Baron Geddon erhält man ernsthafte Schwierigkeiten. Noch einmal deutlich gesteigert wird das durch die Gegner in Tiefenheim.

Dass man sich nicht wie ein Halbgott alles auf Azeroth töten kann, ist noch verständlich. Doch warum muss man derart übertreiben? Der Charakter hat durch die enorm stark ansteigenden Wertungen schon während des Levelns einen enormen Verlust an “Macht”, doch die fast lächerlich stark ansteigenden Schadenswerte machen den Ausrüstungstausch bereits in der ersten Zone zur Pflicht.

Während die “neuen” Gegenstände fast alle ähnliche Schadenswerte aufweisen, haben sie im Schnitt 500 bis 1.000 HP mehr – doch ohne diese zusätzlichen 5.000-15.000 Gesundheit (je nach Ausrüstungsstand) kann man in Cataclysm nur schwer solo spielen. Man wird hier sicher noch etwas herumbasteln aber das derzeitige Ergebnis macht das Spielen als Nicht-Heiler schon fast zur Strafe. Magier und Hexenmeister, ihr habt mein Beileid.

Zum Schluss möchte ich euch noch einmal fürs Lesen bedanken und an meine Themen erinnern: Nächstes Mal gibts das Allianz-Startgebiet der Zwerge (die Nachtelfen waren zu wenig).

Tirions Statue in Herdweiler