Hallo und Herzlich Willkommen zum dritten Teil meines Beta-Tagebuchs!

Dieses mal werde ich mich mit den Blackrock Caverns beschäftigen, einer der bisher drei neuen Instanzen. Bis auf die Boss-Emotes ist diese auch mittlerweile komplett fertig. Die Blackrock Caverns oder Schwarzfels-Höhlen sind ein von Todesschwinge erschaffenes Tunnelsystem, das von den Zwielichthochlanden zum Blackrock führt und für den Twilight Hammer Cult eine wichtige Versorgungsroute darstellt. Außerdem führen die Kultisten hier auch die Rituale durch, die einige von ihnen in Drachkin verwandeln.

Zugänglich ist die Instanz momentan auf den Stufen 80-83, allerdings legt die ab Stufe 78 tragbare Beute nahe, dass man die Blackrock Caverns noch nicht auf das neue Levelniveau angepasst hat. (Cataclysm war zuerst von Level 78 geplant)

Insgesamt fünf Bosse nennen das Tunnelsystem ihr Heim, der erste im Bunde ist der Oger “Rom’ogg Bonecrusher“, den man schon nach zwei Trashgruppen zu Gesicht bekommt. Bevor man ihn pullt sollte man allerings sicher gehen, dass der Raum weitläufig geräumt ist, da Rom’ogg innerhalb eines recht großen Radius um Hilfe ruft. Der Kampf an sich ist aber recht harmlos. Rom’ogg hat drei Fähigkeiten:

  • Zuerst einen Tödlichen Schlag, dessen Schaden aber moderat ausfällt und trotz Heilings-Debuff leicht zu Heilen ist.
  • Ein Erdbeben, das regelmäßig unter jedem Spieler erscheint und 9000 Schaden über 3 Sekunden verursacht. Der Schaden hiervon kann durch einen Schritt zur Seite stark reduziert und somit auch leicht gekontert werden.
  • Und zuletzt die einzig wirklich relevante Fähigkeit Rom’oggs: Regelmäßig werden aller Spieler zu ihm herangezogen und festgekettet. Gleichzeitig beginnt der Boss einen Zauber zu wirken, der an allen Zielen innerhalb von 10 Meter rund 100.000 Schaden (abzüglich Rüstung) verursacht. Die Ketten können von den Schadensverursachern aber sehr schnell aus dem Weg geräumt werden und es bleibt reichlich Zeit, Abstand zu gewinnen. Hier bin ich auf die heroische Variante der Ketten gespannt, die Sicherlich nicht so viel Zeit übrig lässt.

Mit dem Ableben von Rom’ogg öffnet sich das Schattengefängnis in der Mitte des Raumes und dort kommt “Raz the Crazed” heraus. Der Gute sieht nicht nur Gurtogg Siedeblut aus dem Schwarzen Tempel sehr ähnlich, er hat auch einer vergleichbare Durchschlagskraft. Glücklicherweise ist Raz sämtlichen Spieler gegenüber freundlich eingestellt und schnetzelt sich nun durch die Truppen der Kultisten.

Nachdem Raz einige Kultisten ins Nirvana geschickt hat, verschwindet er vorübergehend. Vorm nächsten Boss, Corla, sind dann noch einige Trashgruppen zu erledigen, was aber recht schnell geht. Der Kampf mit “Corla, Herald of Twilight” ist – verglichen mit Rom’ogg – sehr schwer.

Neben ihr spielen drei Kultisten, die zu Kampfbeginn handlungsunfähig vor Corla knien, eine zentrale Rolle. Der gefangene Ätherische Drache lädt jeden der drei Kultisten mit einem Energiestrahl auf, vergleichbar mit denen bei Nethergroll aus Karazhan. Wie auch in Karazhan kann der Strahl von Spielern abgefangen werden. Das ist normalerweise auch nötig, da durch den Energiestrahl ein Debuff gestackt wird, der bei 100 Stacks eine Verwandlung zum Drachkin auslöst. Verwandelte Kultisten und Spieler greifen sofort auf Corlas Seite in den Kampf ein. Sollten alle drei Kultisten gleichzeitig verwandelt werden, resultiert das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in einem Wipe, weshalb die Strahlen und damit die Kultisten kontrolliert werden sollten.

Corlas Fähigkeiten sind wenig spektakulär: Außer einer Aura, die befreundete Ziele verstärkt und einem 4-sekündigem Furcheffekt, der zusätzlich 28.000 Schaden zufügt, hat sie nichts zu bieten. Sobald die Kultisten-Adds erledigt sind, ist der Kampf also nur noch Formsache. Stärkere Fähigkeiten haben aber die Adds. Neben Knockdown- und Blutungseffekten haben sie wie die Gräber bei Anub’arak (PdoK) die Fähigkeit “Shadow Strike“, ein unterbrechbarer Zauber, der einem Spieler – wenn nicht unterbrochen – 35.000 Schadenspunkte zufügt und schnell für Tote sorgen kann.

Nachdem Corla besiegt ist, gilt es wieder sich durch einige Trashgruppen zu prügeln, unter anderem wieder mit Raz’ Hilfe.

Der nächste Boss ist “Karsh Steelbender“, der eine Rüstung trägt, die ihn praktisch unverwundbar macht. Der Trick ist ihn durch den Lavastrom in der Raummitte zu ziehen. Dadurch schmilzt seine Rüstung und er bekommt einen Debuff, der ihn pro Stack 10% erhöhten Schaden (statt 99% verringertem Schaden) nehmen lässt.

Allerdings sollte man den Debuff auf Karsh nicht zu hoch stacken lassen, da er mit jeder Stackerhöhung Gruppenschaden verursacht und pro Stack für 1000 Feuerschaden auf die Gruppe wirkt. Nach 10 Sekunden läuft der Debuff aus und das Spiel beginnt von vorne.

Abgesehen von der eben beschriebenen Mechanik hat Karsh keine aktiven Fähigkeiten, was den Kampf gegen ihn ziemlich einfach macht.

Ein paar Trashgruppen weiter wartet in einer kleinen Abzweigung “Beauty“, ein Kernhunddame, die sehr an “Die Bestie” aus der oberen Blackrockspitze erinnert. Auch ihre Spezialfähigkeiten spiegeln die der Bestie wieder: Beauty beherrscht die Berserkerattacke (Charge mit Knockback), das erschreckende Gebrüll (4-sekündiger Fear), Flammenbruch (wie die Druckwelle vom Magier) und bespuckt Gegner ab und an mit Lava.

Doch trotzdem kann man den Kampf als Tank and Spank ansehen, da sämtliche Fähigkeiten von Beauty so schwach sind, dass man sie fast ignorieren kann. Eine Sache sollte hier aber noch Erwähnung finden: Mit Beauty im Raum sind 4 Kernhundwelpen (Buster, Lucky, Spot und Runty).

Während man die ersten drei problemlos aus dem Weg räumen kann, sollte man Runty, der abseits steht tunlichst nicht anrühren, denn mit seinem Tod verfällt Beauty in eine Berserkerwut und ist nicht mehr zu besiegen.

Als letztes wird man “Ascendant Lord Obsidius” und seine zwei Schatten bekämpfen. Interessant wird der Kampf dadurch, dass die beiden Adds nicht tankbar sind. Als erstes setzen sie einen Debuff, der die erhaltene Heilung um 99% verringert auf ihr aktuelles Ziel. Zweitens greifen sie immer denjenigen an, der ihnen zuletzt Schaden zugefügt hat.

Deswegen sollten die Adds von einem der Schadensverursacher gekitet werden, während sich der Rest der Gruppe um Obsidius kümmert. Als kleiner Zusatz tauscht Obsidius ab und zu mit einem seiner Schatten die Position, was das Kiten zusätzlich erschwert.

Obsidius’ andere Fähigkeiten sind:

  • Stoneblow: erhöhter Nachkampfschaden + Knockdown
  • Donnerknall: Verringert Bewegungs-, Angriffs- und Zaubertempo 10 Sekunden lang um 35%
  • Twilight Corruption: Fügt 12 Sekunden lang alle 2 Sekunden 4000 Schaden zu.

Trotz seiner Fähigkeiten liegt der eigentliche Schwerpunkt der Kampfes im erfolgreichen Kiten der Schatten. Der Schaden auf den Tank ist für gute Heiler keine Herausforderung.

Fazit

Die Blackrock Caverns sind eine Instanz mit stark schwankendem Schwierigkeitsgrad. Während “Beauty“, “Rom’ogg” und “Karsh Steelbender” recht einfach sind, spielen “Ascendant Lord Obsidius” und “Corla, Herald of Twilight” in einer anderen Liga. Vor allem Corla birgt – für den 2. Boss einer der beiden ersten neuen Instanzen – unerwartet viel Wipe- und Frust-Potential.

An ihr bin ich bisher erst mit einer von sechs Random-Gruppen vorbeigekommen. Mit einer guten Gruppe ist es allerdings möglich, in etwa 45 Minuten durch die komplette Instanz durchzukommen. Das liegt unter anderem daran, dass der Trash im Gegensatz zu “Throne of the Tides” und “Stonecore” ziemlich harmlos ist.

Auch wenn die Blackrock Caverns grafisch wenig Neues zu bieten haben (wer die anderen Instanzen im Blackrock gesehen hat, der wird hier sicherlich nicht vom Hocker gehauen werden) finde ich die Instanz insgesamt gut gelungen. Und vielleicht bietet die heroische Version ja einen gleichbleibenden Schwierigkeitsgrad. Ich jedenfalls freue mich drauf!

Geheime Aufnahmen des neuen Endbosses von Cataclysm!

Damit wäre ich wieder am Ende meines Beta-Tagebucheintrags angelangt. Und da der nächste Patch ja nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen kann: Bis bald!