Herzlich Willkommen zu meinem fünften Beta-Tagebuch. Dieses mal habe ich die beiden überarbeiteten Gebiete Desolace und Die Sümpfe des Elends unter die Lupe genommen.

Angefangen habe ich mit den Sümpfen des Elends, die bisher doch eher – unspektakulär waren und eine Neugestaltung dringend nötig hatten. An der Geographie hat sich durch den Kataklysmus relativ wenig getan. Dass der Tempel von Atal’Hakkar jetzt einen direkten Zugang zum Meer hat, ist eigentlich schon alles. Dafür hat sich bei den Ansässigen einiges getan: War Steinard zuvor noch ein abgelegenes und ziemlich friedliches Plätzchen, so befinden sich die Orks nun im Krieg mit dem direkt in ihrer Nachbarschaft errichteten Allianzstützpunkt.

Under Construction: Die Allianzfeste Marshtide Watch

Neben der Festung Marshtide Watch hat die Allianz noch weiter im Landesinneren ein Camp errichtet, in dem die verderbten Draenei, die in den Sümpfen leben, Unterschlupf finden können. Ebenfalls zugezogen sind die Goblins des Dampfdruckkartells. Im Nordosten des Gebiets haben sie ihr Vergnügungsparadies Bogpaddle erbaut. Für zahlungswillige Kunden gibt es hier jede Menge Strandpartys, Alkohol und halbnackte (Goblin-)Damen.

Allgemeines

Level: 52-54
Vorheriges Gebiet: Brennende Steppe (A+H)
Anzahl Quests: ~30
Spielzeit: 70-80 Minuten
Flugpunkte: Allianz: 2
Horde: 1
Neutral: 1

Horde- sowie Allianzcharaktere starten ihren Ausflug in die Sümpfe im Goblin-Vergnügungsparadies. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – des Konflikts direkt um die Ecke, herrscht hier beste Laune und großer Andrang. Für die ansässigen Goblins erledigt ihr einige triviale Aufträge (Schnapsflaschen sammeln, Essen besorgen…)

Where the booze goes: Strandparty in Bogpaddle

Bevor es über zwei Außenposten, die Probleme mit Gilblins und der örtlichen Fauna haben, zum Tempel von Atal’Hakkar geht. Hier erwartet euch Lord Itharius, der euch sogleich in die dortigen Katakomben schickt um die Anführer der Atal’ai auszuschalten. Danach bekommt ihr von Itharius die Instanzquests und den Ratschlag, Steinard (bzw Marshtide Watch) vor der Gefahr, die vom Tempel ausgeht, zu warnen. In Steinard jedenfalls werden ihr auf taube Ohren stoßen – der Krieg ist eben wichtiger.

Dementsprechend geht es dann auch weiter: Durch 3 Phasingzonen müsst ihr euch kämpfen, um die Übermacht der Allianz zurückzudrängen. Enttäuschend ist, dass die Situation auf dem Schlachtfeld am Ende exakt der am Anfang entspricht.

Für Hordler gibt es jetzt noch einen kleinen Abstecher zum Späherposten im Westen, bevor es in die Verwüsteten Lande geht. Allianzler werden vermutlich ihrem zweiten Stützpunkt noch einen Besuch abstatten.

Insgesamt lässt sich über die Quests im Sumpf folgendes sagen: Sie sind weder besonders spannend noch innovativ. Dafür ist die Questführung durch das Gebiet perfekt, denn weder kommt Leerlauf auf, noch muss man irgendwo nach Aufgaben suchen (vorrausgesetzt ihr fangt in Bogpaddle an).

Das kombiniert mit einer gehörigen Prise Goblinhumor und etwas Phasing macht aus den Sümpfen des Elends ein Gebiet welches sich sehr angenehm spielen lässt.

Der versunkene Tempel

An dieser Stelle finde ich es noch erwähnenswert, dass der gesamte Tempel von Atal’Hakkar überarbeitet (lies: verkleinert) wurde. Der Instanzeingang befindet sich nun unübersehbar in der Nähe des Eingangs in das Gewölbe. Am stärksten wurde aber die eigentliche Instanz gekürzt. Man startet direkt in dem großen kreisförmigen Raum, von dem es zu Eranikus, Hakkars Avatar und Jammal’an geht. Das Obergeschoss, das Untergeschoss sowie die Treppenlauferei wurden komplett entfernt. Selbst Neulinge können sich ab sofort unmöglich verirren.

Desolace

In Desolace hat sich seit Classiczeiten verdammt viel getan. Die Druiden des Cenariuszirkels haben das Zentrum des Landstriches erblühen lassen, die Dämonen vom Zirkel der Mannoroc haben die Zentauren im Osten überrannt und durch den Kataklysmus sind die Berge nördlich von Maraudon kollabiert und haben den Naga so einen Weg ins Landesinnere geschaffen.

Allgemeines

Level: 30-35
Vorheriges Gebiet: Steinkrallengebirge (A+H)
Anzahl Quests: ~60
Spielzeit: 150-180 Minuten
Flugpunkte: Allianz: 2
Horde: 2
Neutral: 3

Vom Steinkrallengebierge aus kommend, erwarten euch die ersten Quests fast direkt am Eingang des Gebietes. Eure ersten Schritte werden euch zuerst zu den Sartyren nach Sargeron und dann zur Festung Donneraxt führen, die sich übrigens kaum verändert hat. In der Festung haust weiterhin die Brennende Klinge und eure Aufgabe wird es sein, ihren dämonischen Beschwörungen ein Ende zu bereiten.

Weiter geht es dann nach Westen zu den Ruinen von Thetris Aran, wo euch der Zirkel des Cenarius gegen die immer zahlreicher werdenden Naga vorgehen lässt. Ihr bekommt eine Nagatarnung und den Auftrag, ihre Vorhaben zu sabotieren (ein wenig wie in Zul’Drak). Leider funktioneren die Quests, die man in Nagagestalt absolvieren muss, zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Dennoch bin ich der Meinung, dass diese Questreihe eines der Highlights von Desolace wird.

Den nächsten Stopp auf dem Weg zu Stufe 85 werden ihr in Karnum’s Glade einlegen, dem Stützpunkt der Druiden, die das Herz von Desolace ergrünen ließen.

Die Druiden werden euch zuerst eine Weile mit relativ langweiligen Aufgaben auf Trab halten, die hauptsächlich mit der neuen Vegetation und den jetzt heimischen Tieren zu tun haben. Interessanter wird es wieder, wenn ihr gegen die Dämonen im Süden zu Felde ziehen dürft.

Kurze Zusammenfassung der Situation: Die Dämonen haben den Zentaurenstamm der Magram überrannt, die wiederum haben dann den Stamm der Kolkar überfallen und aus ihrer Heimat vertrieben.

Der Anführer der Kolkar hat nun in Karnum’s Glade Zuflucht gesucht und ist euer Questgeber. Sein Ziel ist es, die drei ansässigen Zentaurenstämme zu vereinen um die Dämonen ein für alle mal zu vertreiben. Eure Aufgabe wird es also sein, die Khans der anderen beiden Stämme zu “überzeugen”, sich ihm anzuschließen. Diese Questreihe ist nicht nur mit Abstand die Längste in Desolace, sondern bietet neben einigen abwechslungsreichen Quests auch wieder etwas Phasing.

Bevor es danach weitergeht nach Feralas geht, werdet ihr noch einmal zu eurem jeweiligen südlichen Stützpunkt geschickt, wo es allerdings (auf Hordenseite jedenfalls) kaum etwas an Aufgaben gibt.

Mit etwas Pech kann euch dieser Tornado in den Abgrund hinten stoßen

Auch wenn die Quests in Desolace zu einem ziemlich großen Teil aus simplen Kill-/ oder Sammel-Quests bestehen, ist doch auch immer wieder Abwechslung dabei. Die Questführung ist auch in diesem Gebiet sehr gut, und die vielen Flugpunkte verringern die Laufwege ungemein. Insgesamt wäre Desolace zwar nicht meine erste Wahl zum Leveln, aber immerhin – es spielt sich tausend mal besser als zu Classic-Zeiten.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Überblick über die beiden überarbeiteten Zonen verschaffen und verabschiede mich an dieser Stelle. Für heute jedenfalls.