Nur wenige Gebiete sind seit dem Ausbruch von Todessschwinge aus Tiefenheim so starken Veränderungen unterworfen gewesen, wie das nördliche und südliche Brachland. Einst waren diese goldenen Weiten einer der Hauptanlaufstelle in Kalimdor – nun ist das Gebiet jedoch entzwei gerissen. In den vielen kleinen Oasen blüht das Leben – doch der Schein trügt. Denn während die fanatischen Stacheleber gegen die vielen Stützpunkte der Horde anrennen, versuchen die Zentauren die Vorherrschaft im Brachland zu erringen.

Zu allem Überfluss bedroht auch die reiche Tierwelt die lebenswichtigen Karawanen, Südmeer-Piraten und Allianz-Soldaten errichten Stützpunkte an der südlichen Küste – die Nachtelfen bedrängen die nördliche Grenze. Kurzum: das Brachland braucht einen echten Helden! Lok’tar Ogar!

Grundlegendes

Level: 10 – 20
Spieldauer: 210-240 Minuten
Verbindung Allianz: Über Eschental
Verbindung Horde: Über den Zeppelin (von Unterstadt oder Donnerfels) nach Orgrimmar und dann über den Westausgang oder Durotar
Anzahl der Flugpunkte: 4
Anzahl der Quests: circa 110

Die reiche Tierwelt ist ein lohnendes Ziel für Jäger!

Gebietskarte

Das neue nördliche Brachland, was für Level 10 bis 20 ausgelegt ist, hat den grundlegenden Aufbau von Classic beibehalten. Der riesige Graben trennt nun das Level 10-20-Gebiet von dem für Level 30-35 ausgelegten südlichen Teil. Noch immer gibt es drei Oasen, bei denen ihr vor allem Zentauren und Schildkröten findet. Groß verändert hat sich lediglich die Oase, wo die Höhlen des Wehklagens liegen. Durch den riesigen Graben hat sie einen Großteil ihres Wassers verloren.

Interessanter sind da schon die vielen neuen Stützpunkte. Nicht weniger als drei neue Flugpunkte, vier riesige neue Questhubs und unzählige neue kleine Stützpunkte zieren das Land. Das Beste daran ist, dass überall etwas los ist. Gibt es zu Beginn noch Probleme mit den Stachelebern (die immer wieder den Nachschub zum Wegekreuz unterbrechen) und der örtlichen Tierwelt, müsst ihr euch später mit marodierenden Zentauren, Raptoren, plündernden Piraten, Harpyien und den diebischen Nachtelfen herumschlagen.

Screenshot-Galerien

Wir haben für das nördliche Brachland eine sehr umfangreiche Screenshot-Galerien angefertigt. Neben den Bildern der neuen Region haben wir in Kürze auch ein Video von den Veränderungen im Brachland für euch parat.

Was kann man hier erleben?

Das nördliche Brachland ist ein reines Horde-Gebiet, auch wenn es zu den vielen umkämpften Zonen gehört. Es bietet über 110 Quests für die jungen Helden – was ihr hier erleben könnt, könnt ihr in den folgenden Absätzen nachlesen. Auch wenn wir versuchen, nicht alle Geschehen zu verraten, solltet ihr euch auf einige große Spoiler gefasst machen.

Den Anfang macht ihr mit den Rekrutierungsschreiben, die ihr in Durotar, Mulgore oder in Orgrimmar erhaltet. Neben den Trollen und Orcs werden auch Tauren ihre Zeit im Brachland verbringen, denn nachdem ihr Mulgore abgeschlossen habt, werdet ihr nach Orgrimmar verschifft. Nach einer kleinen Reise werdet ihr euch wahrscheinlich im Fernwacht-Posten wiederfinden, der gleich einige Aufträge für euch parat hat.

Hier werdet ihr euch nicht nur um die gefährliche Tierwelt kümmern müssen, sondern auch um die Sicherung der Grenze. Denn die Stacheleber suchen Streit – sie haben eine nahe Farm überfallen und den Stall in Brand gesteckt. Habt ihr die Wölfe befreit und die nahen Gegner ausgeschalten, wird es Zeit, sich um die Anführer dieser kleinen Gang zu kümmern. In einer Höhle werdet ihr fündig – doch scheinbar war das noch nicht das Ende von den Aktivitäten der Stacheleber.

Ihr werdet kurzerhand zum Karawanen-Schutz eingeteilt und dürft mit dem Gewehr die nahenden Stacheleber vom Transport-Kodo abhalten. Hier merkt man deutlich, wie stark das Entwickler-Team auf die Mechaniken und Techniken von Burning Crusade und Cataclysm zurückgreift. Außerdem werdet ihr so langsam aber sicher an die neuen Features herangeführt.

Am nächsten Posten angekommen, erwartet euch nicht weniger als ein totaler Krieg. Die Stacheleber – sichtlich außer Rand und Band wegen der Tötung ihrer Verwandten – greifen dauerhaft eine zum Außenposten umfunktionierte Farm an. Eure Aufgaben spiegeln hier deutlich das düstere Szenario wieder. Nachdem ihr einige der Angreifer mit den Wachen abgeschlachtet habt, müsst ihr mit einem Netz einen der Stacheleber gefangen nehmen und schleift ihn den gesamten Weg zurück zur improvisierten Basis.

Dort wird der Kollege nun fachmännisch verhört. Sollte er dabei umkommen ist das kein Problem – immerhin haben wir einen fachkundigen Schamanen an unserer Seite, der den armen Kerl notfalls wiederbeleben würde. Nachdem wir ihn entsprechend “bearbeitet” haben, dürfen wir auch den Anführer dieser Revolte gegen den eigentlichen Herrscher vom Brachland – der Horde – endlich einen Besuch abstatten.

Wenig später befindet ihr euch mit der Nachschub-Karawane bereits im Wegekreuz, was die meisten von euch sicher noch unter den Namen Crossroads oder XR kennen. Doch anders als früher, dient das Wegekreuz nicht mehr als Haupt-Questhub für das Brachland – sondern schickt euch stattdessen nur in alle Himmelsrichtungen – wo ihr weitere kleine Stützpunkte finden könnt. Diese haben dann weitere Aufgaben für euch. So erspart ihr euch viele unnötige Laufwege kreuz und quer durch das Brachland.

So dürft ihr unter anderem den Untoten bei einer neuen Seuche helfen und den Zentauren Saures geben. Aber auch die Harpyien in den trockenen Hügeln machen Probleme – wie gut, dass ihr gerade in der Nähe seid. Zurück im Wegekreuz werdet ihr eine Expedition nach Süden unternehmen, um euch einen Eindruck von der Zerstörung vom den Auswirkungen des Ausbruch aus Tiefenheim zu machen.

Unterwegs lauft ihr “zufällig” den ein oder anderen Questgeber über dem Weg. Zentrale Themen sind die Zentauren und auch die Raptoren-Population möchte etwas zurechtgestutzt werden. Habt ihr den Berg erklommen, genießt ihr nicht nur eine fantastische Aussicht, vielmehr zeigen sich viele neue Probleme.

Wo in Westfall von der Questanzahl schon Schluss wäre, da fängt das Questen im Brachland erst richtig an. Der Blick Richtung Ratchet offenbart eine Invasionsflotte der Allianz, aber auch Flaggen von den Südmeer-Piraten sind am Horizont zu erkennen. Nördlich von Ratchet findet ihr dagegen Wracks von zerstören Karawanen, ganz weit im Norden bedecken gewaltige Rauchschwaden den Horizont.

In Ratchet findet ihr viele Quests, die sich um den noch immer schlecht laufenden Nachschub drehen. Da die Untersuchung aber auch seine Zeit dauert, dürft ihr euch erst einmal um weltlichere Probleme kümmern. Südmeer-Piraten und die Allianz-Invasoren erhalten von euch einige Besuche und die gefährlichen Raptoren nördlich der Goblin-Siedlung ebenso.

Bei euren Untersuchungen erfahrt findet ihr heraus, dass der Kult der Brennenden Klinge noch hoch aktiv ist. Zudem erreichen euch Hilferufe von einer zweiten Goblin-Siedlung im Norden, kurz vor den Toren von Orgrimmar. Wenig später befindet ihr euch schon mitten in Kampf gegen die Venture. Co-Mitarbeiter. Ihre Aktivitäten haben trotz vorgegangener Aktionen der Horde-Streitkräfte nicht abgenommen – stattdessen wurden sie sogar deutlich ausgeweitet.

Doch selbst wenn ihr mit diesem Konfliktherd fertig seid, könnt ihr euch nicht zurücklehnen. Denn an der nördlichen Grenze fallen die Nachtelfen über die wenigen Wachen her und ihr müsst selbst helfen, die Verwundeten zu versorgen und die Nachtelfen zurück in das Eschental zu drängen…

Mehr Bilder vom Brachland könnt ihr in unserer Brachland-Galerie mit über 70 Bildern finden.