Im Frühjahr des Jahres 622 nach dem Kalender des Königs von Sturmwind, begannen die Herolde die Worte ihrer Herrscher zu verkünden. Und viele junge Recken folgten den Ruf. Überall auf Azeroth begannen die Abenteurer ihre Rücksäcke für ihre Weltreise zu packen. Diese Reise führte sie durch eisige, schneebedeckte Wälder, staubtrockene Wüsten, bis hin zu tropischen Regenwälder.

Doch mit Ihnen zogen nicht nur die frohen und freundlichen Geister los, sondern auch blutrünstige Söldner und Verbrecher. Und genau diese Subjekte sorgten dafür, dass der Krieg zwischen der Allianz und Horde mit seiner schlichten Brutalität neu entfacht wurde. Besonders hart umkämpft wurde damals der Norden des fernen Kalimdor. Die Gebiete rund um den Eschental und des Steinkrallengebirges waren Zeuge von vielen heftigen Schlachten zwischen der Horde und der Allianz.

Die Probleme von den Gebieten hängen stark mit der geographischen Lage zusammen. Dort treffen nicht nur die Nachtelfen und Draenei der Allianz auf die Goblins, Orks, Tauren und Trolle, das Eschental enthält außerdem auch noch die einzige bekannte Passage zum Teufelswald, zur Mondlichtung, Winterquell und Berg Hyjal. So sind nicht nur junge Helden dort unterwegs sondern auch viele Veteranen, die sich auf der Durchreise befinden.

Seitdem vor ein paar Jahren die große Reise von so vielen Recken gestartet ist, haben wir viele Konflikte in den verschlafenen Wäldchen und in den kargen Tälern gesehen. Vor allem die kriegslüsternen Orks und Trolle sorgen für immer neue Racheschwüre seitens der Allianz. Eine der treibenden Kräfte in diesem Konflikt sind die Rodungspläne der Orks. Die Bäume sind ein elementarer Rohstoff der Horde, die damit ihre aggressive Expansion vorantreiben. Die Nachtelfen, als Hüter der Natur und des Gleichgewichtes, sind von der Abholzung natürlich nicht begeistert und versuchen, die Orcs davon abzuhalten.

Diese Grenzüberfälle haben den brüchigen Frieden nach der Schlacht auf Berg Hyjal stark belastet und spielen eine wichtige Rolle in der späteren Auflösung des Paktes. Die Überfälle der Horde auf Astranaar, Rajenbaum, Silberschwingen-Außenposten und die Tötung eines der ältesten Söhne des Waldgottes Cenarion haben hier praktisch einen Krieg ausbrechen lassen. Zwischen den Furbolg, einigen verbleibenden Dämonen und den Geistern der Wälder entbrannte schnell ein Kampf um das nackte Überleben.

Im Steinkrallengebirge sorgt unterdessen vor allem die Blutelfin Braelyn Feuerhand dafür, dass keine Ruhe einkehrt. Auf dem Steinkrallengipfel fanden auf ihren Befehl hin vermehrt Massaker unter den dort lebenden Nachtelfen, Dryaden und Tieren statt. Die knapp 13.000 Bewohner der zwei Gebiete, die zuvor relativ friedlich zusammen leben konnten, werden nun jeden Tag erneut geprüft.

Seitdem auch die Nagas der Rächerflossen am Zoramstrand gesehen wurden, ist nun kein Teil des Tales mehr ohne Schlachtfeld. Man hört viele Gerüchte, dass die Orks die Stadt Astranaar mit den Windreitern aus dem Steinkrallengebirge bombardiert haben sollen. Auch wenn die Nachrichten nach der Umwälzung verworren sind und wir viele falsche Berichte aus Übersee erhalten haben, wäre es doch ein grausames Schicksal für die 4.000 Bewohner von Astranaar.

Im historischen Rückblick kann man wahrhaft sagen, dass im Eschental und im Steinkrallengebirge der Kampf der Horde und der Allianz neu entfacht wurde. Angetrieben von Gier und Kurzsichtigkeit. Ein wahrhaft düsteres Kapitel der Geschichte von Azeroth.

Archivar James Federkiel