Auch wenn die Bedrohung durch den Lich Kel’Thuzad und seiner Nekropolis Naxxramas in den Pestländern nie vollständig beendet werden konnte, wendeten sich die freien Völker von Azeroth im Jahre 623 einer neuen Bedrohung zu. Die jüngsten Mitglieder der Horde und der Allianz, die Blutelfen und die Draenei, führten die zwei Fraktionen in einen neuen Kampf, der das Schicksal der Welt akut bedrohte.

Eines der dunklen Portale wurde wieder aktiv. Dämonen strömten aus ihm heraus. Als die Brennende Legion einen Brückenkopf einrichten wollte, entbrannte ein Kampf auf Leben und Tod in den Verwüsteten Landen. Die Kämpfe waren kurz und voller Leid für die Verteidiger. Doch nachdem die Legionen zurückgeschlagen waren, beschlossen sich die Völker unabhängig voneinander eine Expedition durch das Portal auf die Heimatwelt der Orcs und Draenei zu veranstalten. Diese Expeditionen, die in einer fulminanten Schlacht mit dem Verräter Illidan Sturmgrimm und dem Kampf um den Sonnenbrunnen gipfelte, ist heute unter den Namen “Der Brennende Kreuzzug” bekannt.

Doch zu Beginn des Brennenden Kreuzzuges mussten die Streitkräfte der Allianz und Horde eine gewaltige Armee überwinden, die das Dunkle Portal beschützte. Früher war es eine idyllische Halbinsel umgeben von Meeren, Bergen und viel üppiges Grün. Doch die Zerstörung veränderte den gesamten Planeten. Heute ist der Landstrich in der Scherbenwelt als die Höllenfeuerhalbinsel bekannt.

Die Expeditionen befand sich rasch in einem gewaltigen Schlagabtausch mit den Höllenorcs, Dämonen und vielen geringen Dienern von Sargeras an den Stufen es Schicksals. Egal, ob man sich an den Stufen des Schicksals, den Teichen von Aggonar, den Ruinen von Sha’naar oder in der Höllenfeuer-Zitadelle befand, überall kämpften die Verteidiger von Azeroth tapfer gegen die schier unerschöpflichen Legionen.

Die ersten Angriffe der Expeditionen richteten sich gegen die Front der Legion am Dunklen Portal, wo Grubenkommandanten die Schlacht am Tor leiteten. Die verbündeten Streitkräfte von Azeroth wurde von Teufelswachen, Höllenbestien und Zornwächter attackiert. Die direkt auf den Stufen errichteten Nachschubportale sorgten für den ersten Brückenkopf, bis Thrallmar und die Ehrenfeste wieder befestigt waren. Einen echten Vorteil konnten die freien Völker aber nur durch die kleinen Elite-Truppen gewinnen, die mit einer Guerillia-Taktik im Hinterland gegen die Legionen vorgingen.

Mit verschiedenen Flugstaffeln und hochexplosiven Bomben dezimierten die Einsatzkommandos schnell die gegnerischen Dämonen. Es wurden viele kleinere Portale geschlossen, die den Dämonen als Transportroute dienten. Und einige besonders mutige Helden suchten den direkten Schlagabtausch mit den Befehlshabern von der Brennenden Legion. Auch innerhalb der Zitadelle der Höllenorcs sind schwere Kämpfe ausgebrochen. Dort wurde nicht nur der Grubenlord Magtheridon gefangen gehalten, sondern auch eine neue Rasse von Teufelsorcs erschaffen. Diese grausamen Experimente zeigten deutlich, dass die Orcs vor nichts zurückschreckten, um ihre Blutgier zu befrieden.

Auch wenn die Allianz und auch die Horde viele Niederlagen auf der Höllenfeuerhalbinsel erlitten haben, strahlen einige Siege besonders hell. So wurde bis heute nicht nur der Eredar Hexenmeister Arazzius der Grausame und der Erzdämon Arzeth der Erbarmungslose besiegt, eine starke Gruppe von Helden hat auch den einzigartigen Verdammnislord Kazzak und den schrecklichen Grubenlord Magtheridon in den Nether zurückgeschickt.

Auch wenn die Expeditionen der Horde und der Allianz die Vormachtstellung der brennenden Legion in diesem Landstrich nicht brechen konnten, wurde der scheinbar unbesiegbaren Dämonenarmee eine empfindliche Niederlage zuteil, die später im Kampf um den Sonnenbrunnen ihren Höhepunkt fand.

Archivar James Federkiel