Ich grüße euch, Kameraden! Seid versichert, dass ich noch immer meine Mission, die Länder Azeroths zu erkunden, unermüdlich fortsetze. Ich habe die beschaulichen Wälder von Elwynn hinter mir gelassen und schreibe euch jetzt aus einem einsamen Land namens Westfall. Wie auch ihr hatte ich den Eindruck, dieses Brachland sei einst der grünende Brotkorb der Menschen gewesen. Zu meiner Verwunderung fand ich nur verlassene Höfe und zahllose Morgen Ackerland vor, die den Krähen überlassen waren!

Als ich einige der verlassenen Höfe besichtigte, fand ich nur wenige Andenken an die Menschen, die einst unablässig diese Felder bestellten. Ich ließ die armseligen Behausungen hinter mir und machte mich auf den Weg über die sanft geschwungenen staubigen Felder. Bald stieß ich auf die verlassene Bergarbeiterstadt Moonbrook. Sogleich stellten sich meine Nackenhaare auf – als würde ich beobachtet. Mit wohlgeübter Leichtigkeit zog ich meine Axt und bereitete mich auf einen Kampf vor. Und tatsächlich – drei Figuren sprangen aus den Schatten. Ich erfasste sofort, dass sie nur gewöhnliche Diebe waren. Purpurrote Schals verdeckten ihre Gesichter – was mich dazu verleitete zu glauben, diese seien ein Kennzeichen ihrer Bruderschaft.

Obwohl meine Gegner geschickt waren, konnte ich sie recht einfach zurück schlagen. Erst dann hörte ich das merkwürdig schwirrende Geräusch hinter mir. Ich wirbelte herum und stand einer klobigen Kreatur gegenüber, die aussah wie eine Art gigantische Vogelscheuche. Sie hatte leuchtende orange Augen und lange, rasiermesserscharfe Metallklauen. Die Kreatur, der ich den Namen Ernte-Golem gegeben habe, stürzte sich immer wieder mit einer beinahe mechanischen Unbeholfenheit auf mich.

Ich führte einen gewaltigen Schlag auf die Brust des Golems, der zu meiner Überraschung wirbelndes Getriebe und Servos an der Stelle freilegte, an der sich sein Herz befinden sollte! Da wurde mir klar, dass es mehr als meiner Axt bedürfe, um diese Monstrosität zu besiegen! Während ich mich unter einem erneuten Schlag hinwegduckte, griff ich nach meiner getreuen Muskete, die ich auf dem Rücken trage. Als die Bedrohung sich in ihren letzten Angriff stürzte, stieß ich mein Gewehr in die offene Brustwunde und drückte ab. Mit einem misstönenden Donnerschlag fiel das mechanische Biest um und verstummte.

Als ich die merkwürdige Stadt Moonbrook hinter mir ließ, machte ich mir Gedanken darüber, ob die Diebe und der Ernte-Golem die Bauern vertrieben hatten…Mit etwas Glück werde ich hierher zurück kehren können und dieses Geheimnis ein für alle Mal aufklären.
Aber jetzt ruft die Straße! Meine Reise ist noch lange nicht vorbei…