Seid wiederum gegrüßt, Kameraden! Meine Reise hat mich südwärts geführt, nachdem ich die bernsteinfarbenen Felder von Westfall hinter mir gelassen habe, in das reiche Dschungelreich vom Strangelthorn Tal. Gleichwohl meine vorherigen Begegnungen, vorsichtig formuliert, gefährlich waren, so waren sie kein Vergleich zu dem, was mir heute widerfuhr!

Die Rufe der tropischen Vögel und das tiefe Knurren von räuberischen Katzen schien aus allen Richtungen zu kommen, als ich tiefer in den dampfenden Dschungel eindrang. Zu meiner Erleichterung fand ich einen Strom frischen Wassers und kniete nieder, um meinen Wasserschlauch zu füllen. Als ich jedoch das kühle Nass auf meine verschwitzten Brauen rieb, bemerkte ich einen seltsamen Schatten, der sich hinter dem nahen Blätterdickicht bewegte.

Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, dass das Monster ein reptilartiger Jäger war, gut doppelt so groß wie ich! Aber dies berührte mich nicht so sehr wie dessen fürchterlich leuchtende Augen, die wie Zwillingssterne in einer mondlosen Nacht zu glühen schienen. Ich erstarrte zur Salzsäule, erkannte ich doch, dass dieses schuppige Monstrum ein Basilisk war! Diese vielbeinigen Jäger, deren zähnestarrenden Kiefer Plattenrüstungen zermalmen können, haben einen tödlichen Blick, der jeden, den er damit erwischt, zu Stein verwandelt.

Meine Augen ganz geschlossen haltend, zog ich langsam meine doppelläufige Steinschlosspistole. Da ich keine Zeit zum Nachdenken hatte, zog ich den Abzug durch und ließ das Monster meine zwergische Handkanone schmecken. Von dem Rückschlag der Schusses gelangte ich schnell auf meine Füße und griff nach meiner treuen Schlachtaxt. Doch als sich der Rauch meiner Pistole verzog, sah ich, dass das Biest geflohen war; ich fragte mich, ob meine bleiernen Kugeln tatsächlich dessen harte kristalline Haut durchschlagen hatten Ich kann euch versichern, dass nur meine Erfahrung im Kampf gegen solche magischen Monster mich rettete.

Unbeeindruckt von der schrecklichen Begegnung, zog ich noch tiefer in den nebligen Dschungel von Stranglethorn. Nach einer Zeit entdeckte ich etwas, das wie eine kunstvolle behauene Statue einer kapuzenbedeckten Schlange aussah. Dies war die erste Begegnung mit einer Zivilisation, die in diesem berankten Wald existierte. Aber schlichen die Wesen, die dieses seltsam Totem erschaffen hatten, etwa noch durch diese Gegend?

Meine Fragen wurden schnell beantwortet, als ich etwas erblickte, das aussah wie eine alte Ruinenstadt! Mit der Schlachtaxt in der Hand stieg ich vorsichtig in die rankenübersäten Ruinen hinab. Ich hatte kaum meinen siebten Schritt getan, als ich die tiefen gutturalen Stimmen von Trollen hörte.

Die dunkle, gebrochene Sprache erinnerte mich an die bemoosten Waldtrolle, gegen die ich im Zweiten Krieg kämpfte. Aber meine Erinnerung wurde abrupt unterbrochen, als riesige, speerschwingende Kreaturen aus den dunklen Ruinen um mich herum auftauchten. Die Dschungel Trolle sind fast acht Fuss hoch und haben die auffälligen Hörner und die ledrige Haut ihrer Vettern aus dem Wald. Aber ihre Haut hatte den Blauton eines tiefen Bergsees. Sie waren außerdem geschmückt mit komplizierten Stammestätowierungen, die entlang ihrer geschmeidigen Körper verliefen.

Stellt euch mein Glück vor, einer Horde wilder Kopfjäger zu begegnen! Gegen eine solche Gruppe konnte ich nichts anderes tun, als kehrt zu machen und in die Richtung zu verschwinden, aus der ich gekommen war. Meine kräftigen Beine arbeiteten wie Dampfkolben, als ich in die Sicherheit des Unterholzes entkam, während Speere und primitive Äxte an meinem Kopf vorbei zischten. Nach einer scheinbar endlosen Rennerei hatte ich schließlich die verfluchten Trolle im Tumult des Dschungels abgeschüttelt.

Als ich anhielt, um Luft zu schöpfen,, blickte ich zurück zum dunklen, wilden Dschungel. ich entschloss ostwärts zu ziehen…und einen möglichst großen Abstand zu den alten Trollruinen zu halten…

Seitdem gilt Brann als verschollen. Was ist mit ihm passiert? Genauere Informationen sind nicht bekannt, die “offizielle Vermisstenmeldung” könnt ihr aber auf der offiziellen Blizzard Homepage finden. Wo auch sonst, gell?

Sicher ist nur eines: Wir werden wieder von unserem Freund Brann hören….