Epische Schlachten sind das Markenzeichen von WarCraft – Fan Art von Sara Forlenza

Das Jahr 0

Orc-Späher durchschreiten das Portal und suchen nach einem geeigneten Platz für eine Basis. In dem Gebiet, das als Schwarzer Morast bekannt ist (heute: Verwüstete Lande/Sümpfe des Elends), beginnen sie mit dem Bau eines Aussenpostens.

1. Jahr

Die später als “Erster Krieg” bezeichnete Invasion der Horde beginnt, als das Portal nach Azeroth gross genug ist, um die Orc-Armeen durchzulassen. Die Orcs sind von der Stärke des Widerstandes der Menschen sichtlich überrascht und werden während der ersten Angriffe oft vernichtend mit wenigen Überlebenden zurückgeschlagen. Gul’dans magische Schilde können eine Zerschlagung der Invasion aber verhindern, und so kann sich die Horde immer wieder neu formieren.

2. Jahr

Gul’dan sorgt dafür, dass der skrupellose Diktator Blackhand vom Blackrock Clan zum neuen Kriegshäuptling ernannt wird. Der zweiköpfige, ebenfalls berüchtigte Ogermagier Cho’gall wird Gul’dans persönlicher Assistent bei der Manipulation der Horde. Mit neuer Kampfeslust und Siegeswillen ausgestattet beginnt die Horde, das Königreich Azeroth Stück um Stück zu unterwerfen.

Während der Blutpakt-Zeremonie auf dem Thron von Kil’jaeden (siehe oben) verweigerten zwei Orc-Anführer – gewarnt durch Ner’zhul – die Annahme von Mannoroths verseuchtem Blut: Orgrim Doomhammer vom Blackrock Clan und Durotan vom Frostwolf Clan. Beide planen, den Verräter Gul’dan für seinen Frevel an den Orcs zur Rechenschaft zu ziehen. Bevor es jedoch dazu kommen kann, fällt Durotan durch die Hand von Spionen Gul’dans, die sich unter Orgrims Kriegern eingeschlichen hatten. Die Meuchelmörder überlassen Durotans Sohn den Elementen, aber eine Menschenkarawane unter dem Kommando von Aedelas Blackmoore entdeckt den kleinen Orc und rettet sein Leben. Bei Blackmoore wächst er als Sklave auf und bekommt von ihm den Namen Thrall.

3. Jahr

Garona Halforcen, Halb-Orc und zunächst Spionin und Assassine im Dienste von Gul’dan, wird als Botschafterin zu Azeroth eingesetzt. In Karazhan, der Wirkungsstätte von Medivh, trifft sie auf dessen Lehrling Khadgar und gewinnt im Lauf der Zeit sein Vertrauen. Durch Garona erfährt Khadgar vom Dunklen Portal und entdeckt, dass Medivh die Orcs nach Azeroth gebracht hatte. In einer Audienz zwischen Garona, Khadgar, Lord Anduin Lothar und Llane, der jetzt König ist, wird Lothar über Medivhs Korruption unterrichtet. Lothar, einst Medivhs bester Freund, zieht mit Khadgar, Garona und einer Truppe nach Karazhan, um dem Leben des verrückten Wächters ein Ende zu bereiten. Im folgenden Kampf wird Medivh getötet und der Geist Sargeras’ durch Verbannung in den Nether vernichtet. Medivhs Geist jedoch gelingt es zu entkommen, und Karazhan wird nach seinem Tod ein verfluchter Ort inmitten des Gebirgspasses der Totenwinde.

Vor Medivhs Tod versucht Gul’dan, der von dessen bevorstehender Beseitigung gehört hatte, noch schnell an den Lageplan für das Grab von Sargeras zu kommen und dringt hastig in seinen Geist ein. Just in dem Moment als Medivh durch die Hand von Lothar stirbt, ist er tief in dessen Gedanken unterwegs und wird infolgedessen in ein Koma gestürzt.

4. Jahr

Ohne die geistige Führung Gul’dans ist es für Orgrim Doomhammer ein Leichtes, die geplante Ermorderung des korrupten Blackhand durchzuführen. Nach Blackhands Tod wird Doomhammer der neue Kriegshäuptling der Horde und vernichtet so viele Hexenmeister und dunkle Magier wie möglich. Bei einem anschliessenden Angriff auf Stormwind fällt ihm ausserdem Garona Halforcen in die Hände, von der er den Aufenthaltsort des Schattenrates von Gul’dan erzwingt, um die – seiner Meinung nach – Quelle allen Übels auszulöschen.

Die Menschen verlieren ihre letzte Bastion Stormwind an die Orcs und fliehen ins nördliche Lordaeron. Diese Niederlage markiert das Ende des Ersten Krieges.

Als Gul’dan aus dem Koma erwacht, erfährt er, dass der neue Kriegshäuptling den Schattenrat vernichtet hat. Um sein Leben zu retten, verspricht er Doomhammer als einziger verbliebener Hexenmeister eine Armee von allmächtigen Totenbeschwörern zu erschaffen, die ihm loyal zur Seite stehen wird. Obwohl ihm sein Gefühl sagt, dass er es eines Tages bereuen wird Gul’dan am Leben zu lassen, willigt Doomhammer ein. Gul’dan erschafft zusammen mit Cho’gall und anderen Magiern die erste als “Todesritter” bekannte Elite-Truppe aus den Leichnamen gefallener Ritter von Stormwind. Der erste Todesritter ist Teron Gorefiend.

5. Jahr

Nach dem Fall von Stormwind im Ersten Krieg gelangt Erzbischof Alonsus Faol zu der Erkenntnis, dass Glaube allein im Kampf gegen das Böse manchmal nicht ausreicht. Er beschliesst, einen neuen Orden ins Leben zu rufen, der den Feind mit geistiger und militärischer Macht zu bekämpfen weiss. Der “Orden der Silbernen Hand” wird in Stratholme gegründet und Uther Lightbringer, ein Schüler Faols, zu dessen ersten Paladin berufen.

Die Völker der Menschen, Zwerge und Hochelfen formen eine Allianz und geloben, die Orcs aus Azeroth zu vertreiben. Unter Doomhammer bringt die Horde weitere Streitkräfte nach Azeroth und rüstet sich für einen zweiten Krieg. Der ansonsten mit eiserner Faust regierende Kriegshäuptling erweist sich dabei als geschickter Diplomat und schliesst ein Bündnis mit den Goblins und Trollen von Azeroth.

6. Jahr

Der Zweite Krieg beginnt, als die Horde mit der aufgestockten Armee und den neuen Verbündeten gen Norden nach Lordaeron, dem Zufluchtsort der Allianz, zieht. Nach ihrer Ankunft starten sie einen Grossangriff auf das Reich und zerstören dabei einen grossen Teil von Quel’Thalas, der Heimat der Hochelfen.

Die unguten Vorahnungen Doomhammers bezüglich Gul’dan sollten sich jetzt als richtig erweisen: Immer noch besessen von dem Wunsch, das Grab von Sargeras zu finden, setzen sich Gul’dans Stormreaver Clan, Cho’galls Twilight’s Hammer Clan und alle anderen Anhänger Gul’dans von der Horde ab und segeln Richtung Süden zum Mahlstrom. Jetzt, da plötzlich nahezu die Hälfte seiner stehenden Truppen verschwunden war, ist Doomhammer gezwungen, die Verfolgung des Betrügers aufzunehmen. Das gibt der Allianz genug Zeit, sich neu zu formieren.

Gul’dan findet das Grab und kann es mit Hilfe seiner magischen Kräfte vom Boden des Ozeans bergen. Als er es öffnet, findet er in seinem Innern jedoch keine göttliche Macht vor, sondern nur einen Schwarm entfesselter Dämonen, die ihn zerreissen. Die verbleibenden Verbündeten und Cho’gall fallen schliesslich der Rache Doomhammers zum Opfer. Gul’dans Erinnerungen überleben durch die Hexenmeistermagie in seinem Schädel und in den Runen an der Wand des Grabes.

Die erlittenen Verluste und die wiedererstarkte Allianz zwingen Doomhammer zunächst zum Rückzug in seine Festung bei der Blackrockspitze. Dort kommt es zur grossen, finalen Schlacht des Zweiten Krieges, in der Anduin Lothar durch die Hand von Doomhammer fällt. Trotz des Todes von Lothar lässt sich die Allianz jedoch nicht demoralisieren, sondern treibt die Horde unter dem Paladin General Turalyon schliesslich bis ans Dunkle Portal zurück und zerstört es. Die in Azeroth verbliebenen Orcs werden von der Allianz in Gefangenenlagern interniert. Der Zweite Krieg ist zu Ende.

7. Jahr

Kil’jaeden, der sich nach dem Fall von Shattrath zurückgezogen hatte (siehe oben), ist nach dem Versagen der Horde und damit dem zweiten fehlgeschlagenen Versuch der Brennenden Legion, Azeroth zu unterwerfen, rasend vor Wut und beschliesst, die Dinge wieder selbst in die Hand zu nehmen. Letzten Endes war es die Freiheitsliebe der Orcs, die seine Pläne zum Scheitern gebracht hatten, und so fasst er einen neuen heimtückischen Plan: Warum nicht mit Hilfe der Nathrezim (Schreckenslords) eine Armee von versklavten Untoten aufstellen, die durch einen einzigen verschlagenen Geist kontrolliert werden, der vor einer Strafe durch die Legion erzittert?

Die Konsequenzen für die Horde nach diesem Rückschlag waren absehbar, und so sucht Ner’zhul nach einem Weg, dem Zorn Kil’jaedens zu entkommen. Unter dem Vorwand, neue Welten zum Plündern zu erschliessen, zieht er die Clans auf seine Seite, um ihm bei der Suche nach vier mächtigen Artefakten auf Azeroth zu helfen: das Buch von Medivh, der Schädel von Gul’dan, das juwelenverzierte Zepter von Sargeras und das Auge von Dalaran. Das Zepter wurde von Sargeras einst zur Öffnung von Portalen in neue Welten verwendet, aber jetzt da er tot war, brauchte Ner’zhul zusätzlich das Buch von Medivh als Anleitung, den Schädel von Gul’dan für die Energie und das Auge von Dalaran zur Sicherung des Planeten. Ner’zhul fand nur drei der Artefakte ausser dem Auge, und so kam was kommen musste, als er versuchte, mehrere Portale auf Draenor zu öffnen: Der Planet wird in einer gigantischen Explosion auseinandergerissen. Die Fragmente, die anschliessend als Teile im wirbelnden Nether treiben, werden heute als Scherbenwelt bezeichnet.

Als Ner’zhul und seine Gefolgsleute eines der Portale durchschreiten, um wie geplant zu fliehen, werden sie von Kil’jaeden überrascht und gefangen genommen. Kil’jaedens Bestrafung für den ungehorsamen Ner’zhul ist fürchterlich: Er quält den Schamanen, indem er dessen Körper langsam in Stücke reisst bis nur noch dessen geschundene Seele übrig bleibt. Schliesslich stellt der Dämon Ner’zhuls kläglichen Überresten ein letztes Ultimatum: Entweder dient er ihm als Befehlshaber über eine Armee von Untoten oder er wird für alle Ewigkeit Höllenqualen leiden. Ner’zhul bleibt keine andere Wahl, als erneut zuzusagen. Um vor einem weiteren Doppelspiel sicher zu sein, entscheidet sich Kil’jaeden Ner’zhul keinen neuen Körper zu geben, sondern seinen Geist stattdessen durch Magie an eine alte Rüstung und die mächtige Runenklinge Frostmourne zu binden. Anschliessend versiegelt Kil’jaeden Rüstung und Klinge in einem besonders gearbeiteten Eisblock aus den entlegenen Teilen des wirbelnden Nethers und wirft ihn über Azeroth ab, wo er in den Schneewüsten von Northrend landet. Bei seinem Aufschlag in der Region des Eiskronegletschers bleibt der Kristall jedoch nicht unversehrt und wird zu einem rissigen “Frostthron” deformiert. So wartet dort jetzt einerseits der Lichkönig auf weitere Befehle der Legion und andererseits der rachsüchtige Geist von Ner’zhul auf die Stunde der Vergeltung …


Banshee-Königin – Fan Art von Sara Forlenza

10. Jahr

Die Aufgabe des Lichkönigs besteht im Aufstellen einer Armee von Untoten, die Azeroth für eine neue Invasion der Brennenden Legion schwächen soll. Um ihn zu überwachen werden die Nathrezim (Schreckenslords) mit ihrem Anführer Tichondrius geschickt. In seinem Eisgefängnis ist Ner’zhuls Bewusstein gewaltig expandiert und die neu gewonnenen psychischen und nekromantischen Kräfte erlauben es ihm, in jede einheimische Lebensform einzudringen und zu einem untoten Leben wiederzuerwecken. Ausgehend vom Frostthron verbreitet er nun die Seuche des Untodes nach und nach über ganz Northrend, und je mehr Seelen ihr zum Opfer fallen, desto schneller wächst seine Macht. Einzig die spinnenartigen Neruber sind immun gegen die Seuche, und so muss Ner’zhul in einen Krieg gegen sie ziehen, um dann aus den Gefallenen weitere Untote für seine Armee erschaffen zu können. Schliesslich fällt auch das Neruberreich Azjol-Nerub im sog. “Krieg der Spinne”.

Nachdem Northrend unter Kontrolle ist, greift Ner’zhul mit seiner Telepathie nach Azeroth, um eine dunkle Seele zu finden, die seinem Ruf folgen würde. Kel’Thuzad, ein ehrgeiziger Magier und führendes Mitglied des Rats von Dalaran, antwortet ihm und ist schon bald darauf vom Lichkönig verführt und bereit, ihm zu dienen. Kel’Thuzad soll für seinen neuen Meister die Seuche des Untodes über Lordaeron bringen. Er gründet den Kult der Verdammten, der den Lichkönig als Gott verehrt und in die Totenbeschwörung eingeweiht wird, um die untoten Armeen besser unterstützen zu können.

16. Jahr

Der junge Thrall, der einst von Aedelas Blackmoore gefunden wurde (siehe oben), wächst als dessen Sklave auf und entpuppt sich als äusserst talentierter Gladiator und hochintelligenter Student. Blackmoore andererseits entwickelt sich ob der phänomenalen Kampfkünste seines Zöglings und der daraus resultierenden Wetteinnahmen in der Arena zu einem geldgierigen Trunkenbold. Eines Tages, als er wieder für seinen Herrn in den Ring steigen muss, kommt er in einem 9-Runden-Kampf gegen wilde Bestien und einen Oger fast zu Tode und wird dafür von Blackmoore und anderen, die an diesem Tag deshalb hohe Wetten verloren, bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen. Nachdem Thrall wieder geheilt ist, fasst er den Entschluss aus Durnholde zu fliehen und seine orkischen Brüder zu finden. Der Ausbruch gelingt, und schon bald hört er vom Warsong Clan – dem einzigen noch freien Orc-Clan – und dessen wilden Anführer Grom Hellscream.

23. Jahr

Nachdem Thrall Hellscream gefunden hat, stösst er schliesslich auch auf den Frostwolf Clan seines verstorbenen Vaters Durotan, den der Scharfseher Drek’Thar jetzt anführt. Von Drek’Thar wird Thrall im alten Weg der Geister unterrichtet und am Ende seiner Ausbildung von den Elementargeistern als erster neuer Schamane seit der Korruption der Horde akzeptiert.

Im weiteren Verlauf kommt es zur Zusammenkunft mit Orgrim Doomhammer und einem Zusammenschluss der Clans, um die internierten Orcs aus den Lagern und Thralls einstigem Gefängnis, Durnholde, zu befreien.

24. Jahr

Bei der Befreiung eines Lagers wird Doomhammer von einem Speerwurf der Gegner in den Rücken getötet. Kurz vor seinem Ableben übergibt er seine schwarze Rüstung und seinen legendären Kriegshammer an Thrall und ernennt ihn zum neuen Kriegshäuptling. Thrall führt als neues Oberhaupt seine Leute wieder in die schamanistische Kultur ihrer Vorfahren ein und reformiert die Horde.

25. Jahr

Die Seuche des Untodes bricht über Lordaeron herein. Ner’zhul füllt seine Seuchen-Energien in eine Reihe tragbarer Artefakte, die Seuchenkessel genannt werden, und befiehlt Kel’Thuzad, die Kessel nach Lordaeron zu bringen, wo sie in den zahlreichen vom Kult beherrschten Dörfern als Seuchengeneratoren versteckt werden. Der Plan geht voll und ganz auf. Nach und nach werden die Bürger des Königreiches verseucht und stehen als untote Zombies wieder auf. Kel’Thuzad gibt der wachsenden Armee des Lichkönigs den Namen “Geissel”.

Trotz seiner ungeheuren Macht und der uneingeschränkten Herrschaft über die Untoten sehnt sich Ner’zhul danach, seinem Eisgefängnis und Kil’jaeden zu entkommen. Ausserdem war klar, dass die Dämonen ihn aufgrund seiner grossen Macht vernichten würden, sobald er seine Mission erfüllt hatte. Eine Möglichkeit, dem schrecklichen Fluch zu entkommen, war ihm geblieben: Wenn es ihm gelingt, einen Wirtskörper zu finden, würde er ihn übernehmen und dem Frostthron für immer entkommen. Und so schickt Ner’zhul sein gigantisches Bewusstsein abermals auf die Reise und sollte schon bald fündig werden …

Ein Prophet taucht auf – Medivh. Medivh ist angesichts der neuen Bedrohung zuvor von seiner Mutter Aegwynn mit den ihr noch verbliebenen magischen Kräften wiederbelebt worden. Er warnt Thrall und König Terenas von Lordaeron vor der herannahenden Apokalypse und rät ihnen, Richtung Westen nach Kalimdor zu fliehen. Thrall glaubt der Prophezeiung und zieht mit den Orcs übers Meer nach Durotar. König Terenas und Erzmagier Antonidas von Dalaran schlagen sie jedoch in den Wind und jagen den ihrer Meinung nach Verrückten fort. Auch Arthas, dem jungen Sohn von König Terenas, widerstrebt es, in seiner Eigenschaft als Paladin seine Leute im Stich zu lassen, falls sich die Prophezeiung bewahrheiten sollte. Einzig Jaina Proudmoore, eine Schülerin von Antonidas, spürt dass der Prophet eventuell Recht haben könnte.

Als die ersten Untoten in Lordaeron eindringen, untersuchen Uther Lightbringer und die Paladine des Ordens der Silbernen Hand die infizierten Regionen und versuchen, die Seuche zum Stillstand zu bringen, jedoch ohne Erfolg. Prinz Arthas nimmt den Kampf gegen die Untote Geissel auf, genau so, wie es der Lichkönig geplant hatte …

Es gelingt Arthas, Kel’Thuzad zu stellen und zu töten, aber mit jedem Toten wächst auch die Armee der Untoten. Frustriert von dem scheinbar unbesiegbaren Gegner, ergreift Arthas zunehmend extremere Massnahmen und ordnet schliesslich die Tötung und Verbrennung aller Einwohner von Stratholme an, um ihren Untod zu verhindern. Arthas’ Paladin-Freunde warnen ihn, dass er im Begriff ist, seine Menschlichkeit zu verlieren.

Arthas kann Northrend als Quelle der Seuche ausmachen. Dort angekommen trifft er auf seinen Freund Muradin Bronzebeard, Bruder des Zwergenkönigs Magni. Muradin führt ihn zu einer legendären Waffe, die Hoffnung im Kampf gegen die Geissel verspricht – Frostmourne. Als Arthas die Runenklinge ergreift, verliert er seine Seele und seine Verwandlung in den mächtigsten Todesritter des Lichkönigs beginnt. Die unheilige Transformation ist abgeschlossen, als Arthas mit der verfluchten Waffe den Schreckenslord Mal’ganis, einen von Ner’zhuls gefährlichsten Bewachern, aus dem Weg räumt. Jetzt vollständig in der Hand von Ner’zhul, zieht Arthas mit der Geissel nach Lordaeron und ermordet schliesslich seinen Vater, König Terenas.

Die Seuche breitet sich unter Ner’zhuls Champion in Windeseile über Lordaeron aus, und selbst der mächtige Paladin Uther fällt bei Andorhal durch die Hände seines einstigen Schülers. Auf Befehl des Schreckenslords Tichondrius soll Arthas jetzt Richtung Norden nach Quel’Thalas ziehen, um den Beschwörer für Archimonde wiederzubeleben – Kel’Thuzad. Die Hochelfen werden ohne auch nur den Hauch einer Chance zu haben von der Untoten-Armee niedergewalzt, Silvermoon City eingenommen und der Sonnenbrunnen zur Wiederbelebung Kel’Thuzads als Lich entweiht. Ner’zhuls Diener nehmen anschliessend Dalaran ein, um an das Zauberbuch von Medivh zu kommen, das Kel’Thuzad für die Beschwörung Archimondes benötigt. Schliesslich werden der Dämon und seine Heerschar nach Dalaran beschworen. Der Dritte Krieg beginnt.

Auf der Flucht vor den Untoten und Dämonen der Brennenden Legion setzen jetzt sowohl Horde- als auch Allianzkräfte nach Westen auf den Kontinent Kalimdor über. Dort angekommen wird Grom Hellscreams Warsong Clan zum Holz sammeln nach Ashenvale geschickt und zieht dabei unabsichtlich den Zorn der einheimischen Nachtelfen-Wächter auf sich. Es kommt zu Kämpfen. Grom kann die Nachtelfen jedoch erfolgreich in Schach halten, und so rufen diese den Halbgott Cenarius zu Hilfe. Grubenlord Mannoroth, der Thralls Orcs nach Kalimdor gefolgt war, spürt dass Cenarius die Pläne der Legion durchkreuzen könnte und ersinnt den Plan, Cenarius mit Hilfe von Hellscream aus dem Weg zu räumen. Er verseucht eine Wasserquelle in der Nähe des Camps mit seinem dämonischen Blut. Grom wird zur Quelle geführt und überzeugt seinen Clan das Wasser trotz aller Bedenken zusammen mit ihm zu trinken, um Cenarius zu beseitigen. In der anschliessenden Schlacht töten die so gestärkten Orcs Cenarius und es kommt wie es kommen musste: Mannoroth bemächtigt sich Hellscreams Clan, der erneut durch den Fluch des Blutes an ihn gebunden ist.

Kurze Zeit später taucht der Prophet Medivh wieder auf. Thrall und Jaina Proudmoore, die gerade in den Vorbereitungen für einen Krieg gegeneinander waren, werden von Medivh ermahnt: Nur, wenn sie jetzt ihre Streitigkeiten beilegen und gemeinsam eine Allianz gegen die Brennende Legion schmieden, werden sie eine Chance haben, zu überleben. Schliesslich gibt er sich Thrall, Jaina, Malfurion Stormrage und Tyrande Whisperwind als der Wächter von Tirisfal zu erkennen, der einst die Brennende Legion nach Azeroth brachte und für das geschehene Unglück verantwortlich ist.

Thrall erfährt was mit seinem Freund Hellscream geschehen war und verbündet sich mit Jaina Proudmoores Expedition, um dessen Leben zu retten. Der korrumpierte Warsong Clan wird von der Orc-Menschen-Allianz besiegt, Grom befreit und von seinem Wahnsinn geheilt. Der Fluch des Blutes war jedoch immer noch in ihm. Mannoroth beschliesst nun beide – Thrall und Grom – endgültig aus dem Weg zu räumen und lockt sie in einen der von den Höllenbestien verursachten Krater. In dem folgenden epischen Kampf fällt der mächtige Grubenlord schliesslich durch die Hand seines am meisten favorisierten Schülers Grom Hellscream, der sich in letzter Sekunde den Verlockungen des Dämons widersetzen und die Orcs von ihrem Blutfluch befreien kann. Als die dämonischen Feuer aus dem aufgeschlitzten Körper Mannoroths herausbrechen, wird Grom tödlich verwundet und sirbt in den Armen seines Freundes Thrall.

Überzeugt, dass jetzt in der Tat nur noch eine Allianz Rettung bringen kann, ziehen Thrall, Jaina und Tyrande mit ihren Truppen zum Weltbaum Nordrassil mit dem darunter liegenden neuen Brunnen der Ewigkeit (siehe oben), um ihn vor dem bevorstehenden Angriff der Legion zu verteidigen. In der folgenden Schlacht am Berg Hyjal versagt ihre letzte Verteidigungslinie, doch just in dem Moment, als Archimonde den Weltbaum erklimmen will, erscheint der Erzdruide Malfurion Stormrage und ruft mit dem Horn des Cenarius die Geister des Waldes herbei. Die Geister umkreisen den Dämon, dringen in ihn ein und vernichten ihn in einer gewaltigen Explosion für immer und ewig. Der Dritte Krieg ist zu Ende und Medivh zieht sich zurück, überzeugt, zumindest einen Teil seiner ungeheuren Schuld beglichen zu haben.

Bei der Vernichtung Archimondes wurde auch der Quell der Nachtelfenmacht durch die gewaltige Schockwelle zerstört, und so schliessen sie sich der Allianz an. Thrall und seine Horde ziehen sich nach Durotar in der Wüste Kalimdors zurück. Jaina führt die Allianz auf eine Insel östlich der Küste von Kalimdor, auf der sie ihre neue Heimat Theramore gründen.

Während des Dritten Krieges war Illidan von Tyrande aus seinem Gefängnis befreit worden, um den Nachtelfen im Kampf gegen die zurückgekehrte Brennende Legion zu helfen. Bei einer Schlacht in Felwood kommt es zu einem Zusammentreffen mit dem ihm ebenbürtigen Gegner Arthas. Nach einem unentschiedenen Kampf erzählt Arthas Illidan vom Schädel von Gul’dan, der, wenn er zerstört würde, den Fluch von Felwood nehmen würde. Obwohl er Arthas nicht traute, konnte er der Aussicht auf soviel Macht nicht widerstehen und bemächtigt sich des Schädels nach einem heftigen Kampf mit Dämonenwachen. Der Preis für das Artefakt jedoch ist hoch, denn danach ist er unter dessen Einfluss selbst zu einem Dämon geworden. Sein Bruder Malfurion verbannt ihn daraufhin aus der Gemeinschaft der Nachtelfen.

Kil’jaeden, dem der Lichkönig mittlerweile viel zu mächtig geworden war, erinnert sich an Illidans frühere Beziehung zur Legion und tritt mit ihm in Verbindung. Er macht ihm ein Angebot, dem er nicht widerstehen kann: Als Gegenleistung für die Beseitigung des Lichkönigs sollte er wahre Macht und einen Platz unten den verbliebenen Fürsten der Legion erhalten. Illidan willigt ohne zu Zögern ein und schmiedet einen Plan. Durch den Schädel von Gul’dan kam er an die in ihm gespeicherten Erinnerungen des Hexenmeisters (siehe oben) und das Wissen um weitere mächtige Artefakte. Das Auge von Sargeras aus dem Grab des Titans sollte ihm als Waffe zur Vernichtung des Frostthrons dienen.

26. Jahr

Um das Artefakt zu bergen, benötigt Illidan Hilfe. Er ruft die Naga, die einstigen Quel’dorei-Anhänger von Azshara, und ihre Anführerin Lady Vashj, die ehemalige Zofe von Azshara, aus den Tiefen des Ozeans und begibt sich mit ihnen zum Grab des Sargeras. Nachdem das Auge geborgen ist, macht sich Illidan nach Dalaran auf, um von dort den Frostthron mit Hilfe des Artefaktes zu schmelzen. Das Ritual wird jedoch von Malfurion Stormrage und Maiev Shadowsong unterbrochen, die Schlimmstes befürchteten und Illidan gefolgt waren. Um der Rache Kil’jaedens nach seinem Versagen zu entgehen, flieht er mit den Naga durch ein Portal in die Scherbenwelt, wo er eine sichere Zuflucht zu finden hofft.

Nach der Zerstörung von Quel’Thalas und der Entweihung des Sonnenbrunnens durch die Untote Geissel im Dritten Krieg sind die wenigen überlebenden Hochelfen von der einstigen Quelle ihrer arkanen Macht abgeschnitten. Rastlosigkeit und Verzweiflung machen sich breit, doch in deren dunkelster Stunde tritt einer hervor, sein Volk aus der Finsternis in eine sichere Zukunft zu führen – Kael’thas Sunstrider, der letzte Erbe der Krone von Quel’Thalas. In Erinnerung an all diejenigen, die bei der Verteidigung ihrer Heimat gefallen waren, gibt er seinem Volk den neuen Namen Blutelfen und führt es auf der Suche nach einer neuen Bestimmung in die entlegene Scherbenwelt. Dort trifft er auf den gefallenen Nachtelfen Illidan, unter dessen Anleitung er und seine Blutelfen den grössten Teil ihrer alten Macht wiederherstellen und ihren Magiedurst stillen können. Aufgrund der dämonischen Energie wenden sich die ehemaligen Verbündeten in der Allianz von Kael’thas und seinem Volk ab, woraufhin sich die auf Azeroth verbliebenen Blutelfen der Horde anschliessen. Mit ihrer Hilfe wollen sie zu ihren Geschwistern in der Scherbenwelt gelangen und dort Kael’thas in die versprochene goldene Zukunft folgen.

Illidan hatte mit der Scherbenwelt zwar eine Zuflucht gefunden, aber sie war nach der Explosion vom Grubenlord Magtheridon und seinen Höllenorcs und Dämonen eingenommen worden. Zusammen mit seinen neuen Verbündeten Lady Vashj und Kael’thas Sunstrider plant er einen Angriff auf den Schwarzen Tempel, um den Grubenlord zu vernichten. Zu ihnen stösst während des Angriffs noch Akama, der Anführer der zerschlagenen Draenei. Diese waren damals nach ihrer fast vollständigen Ausrottung durch die überall wirkende dunkle Magie mutiert und sinnen ebenfalls auf Rache. Magtheridon wird geschlagen, doch just in dem Moment als Illidan Triumph nahe ist, erscheint Kil’jaeden aus Feuern am Himmel, um ihn für sein Versagen und seinen Verrat zu bestrafen. Wie einst Ner’zhul stellt er ihm ein letztes Ultimatum – den Frostthron zu zerstören oder seinen ewigen Zorn auf sich zu ziehen.


Arthas – Fan Art von Sara Forlenza

28. Jahr

Ner’zhul, dessen Pläne jetzt offensichtlich waren, sah die Rache Kil’jaedens kommen. Zur ungünstigsten Zeit aber fängt er plötzlich an, seine Macht zu verlieren. Als er die Runenklinge Frostmourne aus dem Thron gestossen hatte, wurde der eisige Käfig beschädigt und seine Macht fing an, wie Blut aus einer offenen Wunde zu laufen. Ner’zhul weiss, dass seine Zeit nun knapp ist, und so ruft er seinen mächtigsten sterblichen Diener, den Todesritter Arthas, zu Hilfe.

Arthas, mit seinen Armeen bereits in der Mitte von Azeroth angekommen, spürt den schleichenden Verlust ebenfalls, da er über die Runenklinge mit dem Frostthron verbunden ist. Wegen des schwindenden Einflusses über seine Diener verliert er etwa die Hälfte von ihnen an die Rebellin Sylvanas Windrunner, die daraufhin einen Bürgerkrieg in Lordaeron anzettelt. Ausserdem gab es noch eine andere Gruppe untoter Widersacher unter dem Kommando der drei Schreckenslords Varimathras, Detheroc und Balnazzar. Vom Lichkönig selbst gerufen, bleibt Arthas jedoch nichts anderes übrig als seine Truppen in den Händen seines Leutnants Kel’Thuzad zurückzulassen, während der Bürgerkrieg in den Pestländern eskaliert. Sylvanas und ihre “Verlassene” genannten Rebellen nehmen die Ruinen der einstigen Hauptstadt Lordaerons ein und bauen dort ihre Bastion Undercity auf. Sie geloben die Untote Geissel zu besiegen und Kel’Thuzad aus dem Land zu vertreiben.

Geschwächt, aber entschlossen seinen Meister zu retten, kehrt Arthas nach Northrend zurück, wo ihn Illidans Naga und die Blutelfen bereits erwarten. Arthas versammelt seine vom gefallenen Spinnenlord Anub’arak angeführten nerubischen Alliierten und kann sich bis zum Frostthron durchschlagen. In einem kurzen, furiosen Finale besiegt Arthas Illidan schliesslich und steigt die Stufen des Frostthrons hinauf. An der Spitze angekommen, stösst er die Runenklinge mit einem markerschütternden Schrei in den Thron, der daraufhin zerspringt und den Helm Ner’zhuls freigibt. Als er den Helm aufsetzt, ist die Verschmelzung von Ner’zhuls und Arthas’ Geist vollendet – der neue Lichkönig ist geboren. Lady Vashj und Kael’thas nehmen den schwer verwundeten Körper Illidans auf und ziehen sich wieder in die Scherbenwelt zurück.

30. Jahr

Heute in der “World of WarCraft”.

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