Der Heulende Fjord hat viele schöne Gebiete. Er ist eines der ersten Gebiete, die man in der neuen Welt sehen wird. Neben den hochauflösenden Bodentexturen mit Bump Mapping tritt hier im namensgebenden Fjord auch die Sichtweite stark in Erscheinung. Während man bei den Standardeinstellungen die Burg Utgarde Keep nur erahnen kann, erstrahlt sie mit den Spezialeinstellungen in ihrer gesamten Pracht und wirft auf dem Wasser korrekte Schatten. Das Fjord ist eines der ersten Gebiete, bei denen man die Spezialeinstellungen wirklich bis an die Grenzen treiben kann. Die vielen kleinen Pflanzen, Monster, Gebäude und kleinen Objekte erzeugen alle einen Echtzeitschatten, der ein schwaches System schnell sprengt.
Grizzly Hügel (Blick von in die Wälder)
In den Grizzly Hügeln treten die Sichtunterschiede wieder besonders stark auf. Besonders die Burning Crusade-Version erzeugt hier einen sehr frühen Nebel, der ein deutliches Malus beim Spielgefühl ist. Wie auch in den Wäldern von Terokkar werden die Bäume wieder viele düstere Schatten, die zusammen mit dem Unterholz, welches man auf dem Bild nicht sehen kann, eine ganz eigene Atmosphäre. Die Spezialeinstellungen können erneut mit einem deutlich überlegenen Schatten punkten, an dem man sich einfach nicht satt sehen kann. Leider außerhalb der Sichtlinie wäre noch das Unterholz und das Gras der Wiese vor uns, welches auch selbst noch jeweils Schatten erzeugt und so schnell zu einen wahren Leistungsfresser wird.
Wyrmruh (Blick vom Tempel der Drachen in Drachenöde)
Der Tempel Wyrmruh mitten in der Drachenöde ist einer der spektakulärsten Objekte im gesamten Spiel. Der Turm bietet dabei nicht nur einen tollen Anblick, sondern einen mindestens genau so guten Ausblick. Ja wenn man nur die Grafikeinstellungen hoch genug gedreht hat. Denn normale Systeme erreichen hier Aufgrund der massiven Schattenberechnung des Geländes schnell ihre Grenzen. Selbst auf absoluten High-End-Systemen wird dieses Szenario zu unspielbaren Verhältnissen führen. Dass am Horizont dagegen schon fast die schwebende Insel Dalaran und Eiskrone erkennen kann, sind jedoch die Momente, wo sich die Spezialeinstellungen bemerkbar machen. Sieht man selbst mit den Standardeinstellungen nichts als weißen Nebel, sieht man die Konturen noch deutlich. Die korrekten Schattenwürfe der Drachen sind in Bewegung ebenfalls wieder deutlich über dem Niveau der bisherigen Blob-Schatten, man darf also ruhig neidisch sein, sollte man den Turm ruckelfrei genießen können.
Sholazar Basin (Blick auf den Bittertiden See)
An keinem anderen Ort, wie im Sholazar Basin, merkt man, wie start die Entwickler dieses Gebiet auf die Engine zugeschnitten haben. Selbst die Standardeinstellungen vom ersten Addon liefern einen sehr frühen Neben und haben kaum Details, während die Einstellungen des zweiten Addons dagegen auf den ersten Blick kaum Abstriche zu den speziellen Einstellungen über die Console haben. Einzig die Dichte der Pflanzen und die fehlenden Echtzeitschatten aller Objekte lässt das System hier nicht in die Knie gehen. Wie auch schon in Drachenöde sind die Spezialeinstellungen völlig unspielbar, selbst die besten Systeme schaffen hier nur müde 5 Bilder pro Sekunde.
Mehr zu den Spezialeinstellungen
Die Spezialeinstellungen sind etwas, was der einfache WoW User wahrscheinlich nicht kennt. Die WoW Grafikengine ist darauf ausgelegt, auf vielen Systemen einwandfrei zu funktionieren. Gerade auf älteren Systemen kommt es jetzt schon zu großen Problemen, wie in Shattrath oder im Alterac-Tal, wo man sehr unangenehme Einbrüche der Bilder pro Sekunde verzeichnen muss. Die Schieberegler im Grafikmenu sind dagegen ein vertretbares Maß, was man den Spieler zumuten möchte. Das Problem dabei ist natürlich, dass Spieler auf High-End-Maschienen ihre Systeme nicht ausreizen können. Mit diesen Einstellungen kann man da Abhilfe schaffen. Die erste Spezialeinstellung setzt die Werte leicht über die auf normalen Weg erreichbaren Einstellungen, weshalb man mit ihnen oft noch spielen flüssig kann. Momentan sind die Echtzeitschatten wahre Leistungsfresser, was man vor allem in dicht besiedelten Gebieten bemerkt. Die zweiten Spezialeinstellungen stellen das Maximum dessen dar, was man derzeit erzeugen kann. Die Sichtweite des Horizonts wird dabei, solange es sich um ein Gebiet der Addons handelt, auf bis zu 6000 Meter angezeigt, was in World of Warcraft eine riesige Distanz ist. Leider kann man hiermit nur die Daten verändern, die auf dem eigenen PC abgespeichert sind (wie Gelände, Menge an Unterholz oder Partikeleffekte) und nicht die Sichtweite für Objekte. Der Grund, warum man diese Einstellung nicht verändern kann ist schlicht, dass es die Server zu sehr belasten würde, wenn man jeden NPC, Spieler und jede Aktion in zwei Kilometer Umkreis abbildet. Wenn ihr euch traut, könnt ihr ja einmal eine der unteren Einstellungen austesten. Ansonsten haben wir noch eine kurze Erklärung für euch, was die jeweilige Einstellung verändert.
Erklärung
/console shadowlod – Diese Einstellung de-/ aktiviert die
Blobschatten unter den Charakteren, welches eine Vorraussetzung für
die neuen Echtzeitschatten des Addons ist
/console overridefarclip – Diese Einstellung verändert die
Berechnungslinie des Schattenwurfes. Ist sie deaktiviert, erzeugen
alle Objekte in Sichtweite einen Schatten. Eine sehr
leistungshungrige Einstellung
/console farclip – Regelt die generelle “detaillierte”
Sichtweite in Meter
/console horizonfarclip – Regelt die Sichtweite für das
Terrain wie Gebirge, welches noch nicht texturiert ist
/console groundeffectdensity – Regelt die Menge an Unterholz,
Gras und Gestrüpp, welches um euch herum zu sehen ist
/console groundeffectdist – Regelt die Sichtweite des
Unterholzes
/console smallcull – Regelt die Menge an Doodads, also
Objekten die weder in den Bodeneffekt noch unter die Objekte
fallen. Zb Schädel, Knochen oder ähnliches
/console skycloudlod – Regelt den Himmel und erlaubt gewisse
Weichzeichnungen und sanftere Übergänge
/console characterAmbient – Regelt die Charakterausleuchtung.
Ein Effekt, der sogar sehr ansehnliche Effekte erzeugen kann
/console extshadowQuality – ein mit dem zweiten Addon
eingeführter Wert, welcher Echtzeitschatten erzeugt, die mit
mehrfachen Anti Aliasing noch verschönert werden können
Standardeinstellungen Wrath of the Lich King
/console shadowlod 1
/console overridefarclip 0
/console farclip 1277
/console horizonfarclip 2112
/console groundeffectdensity 64
/console groundeffectdist 70
/console smallcull 0
/console skycloudlod 0
/console characterAmbient 0
/console extshadowQuality 0
Spezialeinstellung 1 – Low:
/console shadowlod 0
/console overridefarclip 0
/console farclip 1277
/console horizonfarclip 2112
/console groundeffectdensity 96
/console groundeffectdist 140
/console smallcull 0
/console skycloudlod 1
/console characterAmbient
/console extshadowQuality 2
Spezialeinstellung 2 – High:
/console shadowlod 0
/console overridefarclip 1
/console farclip 2000
/console horizonfarclip 6226
/console groundeffectdensity 256
/console groundeffectdist 140
/console smallcull 0
/console skycloudlod 3
/console characterAmbient
/console extshadowQuality 4
Die Einstellungen könnt ihr einfach über die Makros (Ingame im Menu Makro oder durch /m im Chat aufrufen) erreichen. Kopiert die Makros in ein leeres Makro, führt es aus und erlebt eine völlig neue Welt. Versprochen
Wir hoffen, euch hat unsere kleine Rundreise durch die grafischen Epochen und die Möglichkeiten der World of Warcraft-Engine ebenso gefallen, wie wir bei den Aufnahmen hatten. Eure Meinung über diesen Artikel könnt ihr in diesen Kommentarthread hinterlassen.
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