Wuaschtsemmes Schurken Deck Guide “Miracle”: Erfahrt von einem der besten deutschen Hearthstone Spieler, wie ihr den Schurken als Miracle spielen könnt. Dabei erklärt euch Wuaschtsemme, welche Karten wichtig sind und wann ihr welche Synergien und Karten nutzen könnt.

von Wuaschtsemme

Deckcheck: Miracle Rogue

Miracle Rogue ist das letzte verbliebene Kombo Deck, welches über die Synergien von 2-3 Karten hinausgeht. Der Hype um diesen Archetyp ging bereits sehr früh los, noch bevor Hearthstone auf Simulatoren gespielt werden konnte. Damit ist es das erste und einzige theoretische Konzept, welches für derart viel Aufsehen gesorgt hat. In den frühen Tagen der US Beta war es ein sehr dominantes Deck, welches aufgrund der massiven Rogue Nerfs verschwand. Kolento, ein ukrainischer World of Tanks Pro, Managrind Mitglied und bekannter Streamer, hat es nun wiederbelebt. Mit einer neuen Siegesoption in einem langsameren Meta, findet das Deck zu alter Stärke zurück.
Unter den aktuellen Top Decks ist es nicht vertreten, da noch keine Turniererfolge zu verzeichnen sind. In der Ladder hat es jedoch kurzzeitig Platz 1 in Season 2 erreicht und Kolento wurde die erste Legend in Season 3. Dennoch ist Miracle Rogue sehr schwer zu spielen und bedarf einer Menge Übung, sowie Vorrausdenken.

Deckliste: Miracle Rogue

Zauber:
Meucheln x 2
Vorbereitung x 2
Schattenschritt x 2
Kaltblütigkeit x 2
Verhüllen x 1
Tödliches Gift x 2
Klingenwirbel x 1
Ausweiden x 2
Kopfnuss x 2
Tückische Klinge x 2
Dolchfächer x 2

Diener:
Blutmagier Thalnos x 1
Nat Pagle x 1
Akolyth des Schmerzes x 1
Tiefenlichtorakel x 1
Edwin Van Cleef x 1
SI:7-Agent x 2
Leeroy Jenkins x 1
Goblinauktionator x 2

Ziel des Decks

Um Miracle Rogue richtig zu erklären, müsste ich den Artikel von hinten nach vorne schreiben. Deswegen möchte ich kurz erklären, was eigentlich erreicht werden soll. Das Deck hat 2 Winconditions, also 2 Möglichkeiten ein Spiel zu gewinnen. Eine besteht aus Leeroy Jenkins + Shadowstep + Cold Blood, die andere aus Edwin VanCleef + Conceil.
Leeroy ist wesentlich zuverlässiger in dem was er tut – VanCleef sollte als Bonus betrachtet werden. Ziel ist es also möglichst verheerende Combos auf die Hand zu bekommen, sowie das Mana um sie spielen zu können. Um deren Erfolgschancen zu erhöhen, bringt man Schaden unter wann immer man kann, ohne zu viele Antworten zu opfern.
Diese endgültige Kombohand erreicht man, indem man davor “miracled”. Also versucht möglichst viele Karten durch Gadgetzan Auctioneer zu ziehen.

Spielweise

Mulligan

Bei jedem Deck hält man ausgehend vom Gegnertyp anfangs andere Karten. Miracle Rogue treibt das auf die Spitze. Deswegen beginnen wir mit dem optimalen Szenario. Anfangs möchte maximal gierig spielen, also Zugriff auf Coldlight Oracle, Acolyte of Pain, Shiv, Fan of Knives, Nat Pagle und Bloodmage Thalnos. Genauso wünscht man sich die Sicherheit eines garantierten Gadgetzan Auctioneers. Diese Hand wäre die perfekte Vorbereitung, auf das was man selbst tun möchte. Sie ignoriert allerdings, dass der Gegner mehr als nur ein halbes Minion in den ersten 5 Zügen spielen könnte. Gegen aggressive Decks sucht man also nach Backstabs. Gegen frühe Yetis von Druiden nach Eviscerate oder Sap. SI-7 Agent ist generell eine sehr gute Karte um das Board zu kontrollieren.
Generell gilt: Je aggressiver der Gegenspieler, desto mehr Removal hält man. Der Rest wird im Optimalfall mit oben genannten Kartenzieh-Mechaniken aufgefüllt.

Der Weg zum Miracle

Die erste Phase des Spiels beschäftigt sich damit, das gegnerische Board zurückzuhalten und durch sein eigenes Deck zu ziehen. Man benötigt weder Boardpräsenz, noch einen HP Vorteil. Wichtig ist, den Gegner nicht außer Kontrolle geraten zu lassen und die Miracle-Teile zu finden.
Um selbst im Spiel zu bleiben, nutzt man vorwiegend Shiv, Fan of Knives, Si-7 Agents, sowie die eigene Heldenfähigkeit. Auch Backstab, Eviscerate, Blade Flurry und Deadly Poison tun nicht sonderlich weh. Sap und Shadowstep können nützlich sein, hält man aber zurück, solange man nicht sehr verzweifelt ist.
Hat man die Möglichkeit früh Druck zu machen, sollte man sie wahr nehmen. Cold Blood auf Nat Pagle, oder Deadly Poison Attacken auf den Gegner sind meist vertretbar. Ausnahmen stellen Klassen wie Control Paladin, Warrior und Priest dar. Sowie Gegner und Spiele, in denen man diese Removals noch unbedingt gegen Diener braucht.
Diese Phase dauert meist 5-8 Runden, je nachdem wann man welche Karten auf der Hand hat und wie sehr man selbst unter Druck steht. Kurz vor dem Miracle sollte man darauf achten, nicht mehr als 8 Karten auf der Hand zu haben (Thalnos & Acolyte eingerechnet). Ein frischer Dagger bietet sich an, um etwaige Deadly Poisons zaubern zu können.

Das Miracle

Wie schon erwähnt ist das Miracle (=Wunder) der vorbeiretende Schritt, in welchem man mit Hilfe von Gadgetzan Auctioneer durch das eigene Deck zieht. Der erste Schritt, ist zu erkennen, wann man loslegen kann. Generell gilt, dass man zu allermindest 3 Karten ziehen möchte. Bewerkstelligt wird das mit Gadgetzan Auctioneer, Backstab und Preparation. Je nach Situation kann man sein gesamtes Deck leer ziehen. Die vorgestellten Szenarien können sich teilweise überschneiden und sind nicht die einzig möglichen. Auch schließen sie eine Coin nicht mit ein, welche natürlich wahnsinnig stark mit Gadgetzan synergiert.

1. “Conceil”; 6 Mana

Diese Kombo erfordert nur Gadgetzan Auctioneer + Conceil. Das hat eine sehr schwache Runde zur Folge, sowie den Umstand, dass man VanCleef kein Stealth mehr geben können wird. Auch sollte man aufpassen, dass man gegen keine Flamestrikes, Blade Flurries, Deadly Shots, Flares oder Shadow Flames spielt. Den Nachteilen dieser Variante steht deren extrem einfacher Setup entgegen, welcher nächste Runde für ein Feuerwerk an Zaubern sorgt.

2. “Preparation”; 5 Mana

Neben Prep selbst, braucht man für diese Kombo Shiv oder Fan of Knives. Das sind 3 garantierte Karten. Diese machen die Chance sehr hoch in weitere Backstabs, Gadgetzans, oder Preparations zu ziehen. Wer auf Nummer sicher gehn möchte, macht das bei 6 Mana, um ein etwaiges Conceil nachlegen zu können. Ein Backup Gadgetzan macht diese Variante wesentlich sicherer.

3. “Backstab”; 7-8 Mana

Mit Pech kommt man weder an Preperation, noch an Conceil ran. In diesen Fällen möchte man einen Backstab + Fan of Knives oder Shiv für 3 garantierte Karten. Ähnlich wie im Preperation Fall, hat man auch hier eine sehr große Chance in weitere nützliche Karten zu ziehen. Damit läuft die Kombo meist länger als nur diese 3 Draws durch.

Der Finisher

Nachdem man 1-2 mal miracled hat, ist das Deck komplett ausgefiltert. Die Hand sollte nun sehr groß sein und fast nur aus Kombo-Teilen bestehen. Der Traum dabei sind 10 Mana, Leeroy Jenkins, 2 x Shadowstep und 2 x Cold Blood. Das schlägt sich in entspannten 26 Schaden nieder. Sollte der Gegner intelligent taunten, arbeitet man mit Blade Flurry oder oder Saps dagegen. Innerhalb von 1-2 Runden kann man so unglaublich hohe Bursts garantieren. Übrig gebliebene Eviscerates und Deadly Poisons tragen weiter zum Burst bei. Preperations erhöhen den theoretischen Schaden in einem Zug noch weiter.

Matchups

Face-Aggro: Diese sehr schnellen, sehr direkten Decks, erfordern frühe Aggression. Man kann ohne Probleme direkten Schaden nutzen, um an deren HP zu arbeiten. Deren Ansturm Minions haben meist nicht mehr als 1-2 Lebenspunkte, welche man mit Shiv, Backstab und Fan of Knives los wird. Sie mit Valeera anzugreifen, sollte wann immer möglich vermieden werden. Das Miracle darf klein ausfallen, zumal die Chance sehr hoch ist, dass sie Gadgetzan Auctioneer stehen lassen.

Board Control

Meist Warlocks, die ebenfalls schnell Druck aufbauen können. Im Vergleich zu den oben genannten Aggro Decks, sollte man etwas konservativer mit Eviscerates umgehen. Ansonsten gilt es auch hier, möglichst viel Druck, möglichst früh aufzubauen. Deren Heldenfähigkeit macht sie zudem anfälliger für Burst.

Druid Ramp

Backstabs sind in dem Matchup unwichtiger. Ein einzelner Harvest Golem macht zu wenig Schaden, als dass man ihn als Bedrohung erachten sollte. Sehr viele Minions in diesen Decks haben 5 Lebenspunkte. Thalnos und Eviscerate, sowie Pings sind also sehr wichtig um Schaden abzuhalten. Im Lategame sollte man immer Saps bereit haben, um große Taunter zu entfernen. Sunfury Protector Taunts sind meist mit Blade Flurry aus dem Weg zu räumen.

Control

Warrior und Paladine sind kaum unter Druck zu halten. Für sie versucht man entweder eine Shotgun Combo mit VanCleef + Conceil vorzubereiten, oder 30 Schaden in einer Runde machen zu können. Dennoch kann man sie ohne zu übertreiben als das schwerste Matchup beschreiben. Da sie sich allerdings sehr viel Zeit im Spielaufbau lassen, versucht man auf die absolut perfekte Hand zu ziehen.

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Alter Guide

Dieser etwas ältere Miracle Deck-Guide basiert auf Patch 1.0.0.3937

Hier findet ihr unser Pro-Deck zum Schurken in Hearthstone: Das sogenannte Miracle Schurken Deck ist ein ziemlich bekanntes Deck, welches jedoch ziemlich riskant und gut zu Countern ist. Dennoch birgt das Deck auch großes Potenzial, da es viel mit Combo-Karten zu tun hat und innerhalb von Sekunden zu einem Albtraum des Gegners werden kann! Es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß und wie heißt es doch immer so schön: No risk no fun!

Einleitung

Das Deck und die Spielweise, die ihr hier zu sehen bekommt, ist vorallem für das Early-Game eine harte Nuss, die es zu knacken gilt. Pros und Kontras werde ich weiter unten auflisten!

Das Deck


Um dieses Deck erstellen zu können, benötigt ihr 3260 Staub. Auch hier kann sich das von Spieler zu Spieler unterscheiden, da ihr vielleicht schon im Besitz einiger der Karten seid.

Die Manaverteilung

Hier kommt die Manaverteilung für das Deck, damit ihr sehen könnt, wie das Deck Mana-technisch verteilt ist.

Die Spielweise

Nun, wo wir euch das Deck schon vorgestellt haben, möchen wir euch natürlich auch noch erklären, wie die Vorgehensweise mit diesem Deck aussieht. Das Deck fokussiert sich auf 4 Diener, die wir in diesem Deck begrüßen dürfen. Um genau zu sein geht es um: Manasüchtige, Rastloser Abenteurer, Violette Ausbilderin und den berüchtigten Edwin van Cleef!

Fangen wir hier mit unserer Manasüchtigen an. Haben wir sie schon im Early-Game (am Anfang des Spiels), macht sie sich prima, um euren Gegner dank einem Meucheln und einer anderen Low Mana Karte mit 5 Schaden anzugreifen, oder einen Diener mit 5 Leben aus dem Weg zu räumen.

Der Rastloser Abenteurer ist ebenfalls eine Karte, die nicht ohne ist. Sobald man diese Karte spielen kann, tut man dies, sofern der Gegner keine Möglichkeit besitzt sie sofort aus dem Spiel zu nehmen. Denn, wenn dies nicht der Fall ist und ihr ihn in der nächsten Runde noch besitzt, könnte er in diesem Deck schnell mal zum 10/10er oder höher werden, was für einen anfänglichen Schaden nicht zu verachten ist.

Kommen wir zur Violetten Ausbilderin. Ich habe sie in das Deck aufgenommen, für den Fall, dass ihr eurer Board endlich mal füllen wollt, um euren Gegner mit 1/1er zu überfluten. Da wir so viele Low Mana-cost-Karten haben, sollte uns dies recht schnell gelingen und vielleicht kitzelt man ja den einen oder anderen wichtigen Zauber des Gegners raus.

Und nun zu unserem Edwin van Cleef. Natürlich ist er einer dieser Karten, die wir nicht sofort spielen, sobald wir das Mana dafür haben, das dürfte jedem soweit bewusst sein. Edwin wird uns für einen signifikanten Schlag zur Verfügung stehen, da er schnell mal zu einem 16/16 Diener werden kann. Je nach Gegner heißt es wohl hoffen, dass er ihn nicht in dieser Runde eliminiert!

Bevor ich das Deck ein wenig umgestellt habe, hatte ich noch zwei Ingenieurslehrlinge, die mir immer wieder Karten beschaffen sollten, dank Schattenschritt. Jedoch habe ich mich stattdessen für Eisenschnabeleule entschieden, da wir damit in Kombination des Schattenschritts zwei Silence haben, wobei einer sogar for free ist (macht sich also ziemlich gut um Spotts zu umgehen). Stattdessen haben wir zwei mal den Goblinauktionator, welcher uns ab dieser Manastufe immer wieder mit Karten auffüllt, sobald wir einen Zauber gespielt haben und dies wird oft passieren!

Die anderen Karten dienen dann zum Boardclear, sei es Ausweiden oder der SI: 7-Agent.

Pros & Kontras

Pros

+ Ist Managünstig
+ Starkes Early-/Midgame
+ Macht aus “schwachen” Dienern ziemlich starke
+ Es macht Spaß!

Kontra

– Im Lategame schwer
– Mit starken Spotts und Rush-Decks counterbar
– Gute Starthand abhängig

Schlusswort

Wie schon gesagt ist dieses Deck nicht gerade einfach zu spielen, doch sobald man sich damit beschäftigt und seine eigene Note mit einbringt, kann das Deck sehr, sehr entscheidend sein. Ich nutze es momentan im Diamond 3 und muss sagen, dass meine Gewinnchancen enorm hoch sind, da ich das Spiel oft bis zur sechsten oder siebten Runde beendet habe.

Ich freue mich dennoch über euer Feedback, eure Kritik und eure Verbesserungsvorschläge, wobei die Geschmäcker des Miracle-Decks verschieden sind :)

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