von Yneva Wolf

Ich war gerade mit meinen drei Großen ein letztes Mal Coren Düsterbräu besuchen, denn das Oktoberfest-Event hat heute ja seinen letzten Tag.

Zu den wichtigsten Objekten des Events gehörte wahrscheinlich die fassförmige Schatzkiste, in der sich mit etwas Glück eines von zwei Reittieren befinden kann – ein Kodo und ein Widder. In den Jahren zuvor konnte Coren beide Tiere selber im Gepäck haben, aber im Unterschied zu den Schatzkisten konnte da jeder drauf würfeln.
Theoretisch ist die Sache mit dem Fass als eine sinnvolle Lösung: Jeder hat die Chance auf eines der Reittiere und man hat es sicher.

Trotzdem habe ich mit meiner Druidin Yneva seit Jahren nur Nieten.
Ja gut… als Yneva noch Dreamshadow war, hat sie beim ersten Mal Coren verprügeln direkt das Braufestkodo bekommen. Das ist eine super Leistung, kann man nicht abstreiten. Aber seit dieser Zeit habe ich – mit einer Ausnahme – NIE wieder eines der Reittiere droppen sehen. Der Braufestwidder hat sich auch diesmal Zeit gelassen. Zu viel Zeit. Er ist abermals nicht gedroppt. Dafür bekam mein Jägertwink Asshu gestern den Kodo und macht mir dadurch meine Pseudo-Statistik etwas kaputt – aber was soll’s.
Dennoch finde ich, dass zwei Mounts – und zwar zweimal das Selbe – in gut und gerne 4 Jahren etwas wenig sind!

Gut man kann da nun argumentieren, dass es reine Glücks- und Zufallssache ist. Das sehe ich durch aus ein und finde es auch vollkommen in Ordnung.
Es schlägt trotzdem sauer auf, wenn ich dann höre, dass ein Gildenmitglied das Kodo allein dieses Jahr fünf mal gesehen hat und vier davon wegwerfen durfte, weil alle seine Chars schon eines haben. Ebenso das ein Anderer mit einem Chars Beide und mit dem anderen das Kodo hat. Ebenfalls das unser Chef den Widder öfter sieht als Asshu das Solei-Schmuckstück; das der Zwerg bei immerhin bei der Hälfte aller Besuche gedroppt hat.
Das ist doch gelinde gesagt bekloppt.

Aber naja – nächstes Jahr kommt die Chance erneuert. Und wenn der Widder irgendwann mal bei Ynchen droppt, dann wird er wohl eher geschlachtet als erlernt.

Aber die Braufest-Tiere sind ja nicht die einzigen Mounts, die nicht droppen wollen. In den weiten von Azeroth gibt es noch einige Andere, die Saison unabhängig zu erhalten sind und die die Spielerschaft in Atem halten.
Da wäre zum einen die Zügel des Rabenfürsten, welche man von Anzu erhalten kann, wenn man in die heroische Version der Sethekhallen geht. Auch hier gibt es ein paar fast schon unfaire Glücksmomente. So kenne ich einen Spieler, der gleich drei dieser Zügel besitzt und einen Spieler, der – seit BC erschienen ist – immer wieder den großen Vogel besucht und sie nach gut vier Jahren immer noch nicht besitzt. Und das obwohl Blizzard das Ganze vereinfacht hat, indem Anzu nicht wie zuvor beschworen werden muss – was nur Druiden mit der entsprechenden Questreihe um die epische Fluggestalt konnten – sondern immer da steht.

Ebenfalls ein bekanntes Beispiel ist das so genannte Baron-Mount. Es handelt sich dabei um die Zügel des Todesstreitrosses, welches von Baron Aurius Totenschwur, den Endboss von Stratholme, gedroppt werden kann. Ich persönlich habe nach dem Tier nie gefarmt, weil ich die untoten Pferde häßlich finde, aber auch hier gibt es Menschen, die Jahr um Jahr täglich glücklos in die Instanz gehen und Menschen, die noch nie etwas davon gehört haben, es aber beim ersten – und einzigen – Besuch mit einem 100er Wurf bekommen.

Seltener als das Baronmount ist dagegen noch Keal’thas Phönix, den er nur in der Festung der Stürme verschenkt. Wenn man Glück hat. Denn droppen tut er gefühlt noch seltener als Anzu, was aber auch daran liegen mag, dass man sich früher mit 25 anderen Leuten um dieses Vieh streiten musste. Und auch heute schaffen es die wenigsten allein durch die Festung zu kommen; sogar zu zweit und dritt kann es knackig werden – es ist also nicht mal ein Tier, dass man solo farmen kann.
Dafür ist es meiner Meinung nach eines der schönsten Reittiere in WoW. Bis Cata war sein Skin sogar einzigartig unter den Reittieren und nur der dunkle Phönix, den es als Gildenbelohnung gibt, teilt sein Äußeres.

Ebenso selten – aber vielleicht fällt es einfach nicht so auf, weil es abermals untot ist – ist das feurige Schlachtross, welches von Attumen in Karazham gedroppt werden kann. Ich zu meinen Teil habe das Pferd als Loot nie gesehen, obwohl ich über Monate kaum eine ID ausfallen lassen habe.

Man könnte hier bestimmt noch ein paar andere nennen, wie die neueren Reittiere aus dem Vortex und den Steinernen Kern, oder den Raptor aus Zul Aman, genauso wie einige Saison-Tiere, weiße Bären, Protodrachen und weiß der Geier was es noch für Zufallsreittiere gibt.

Für alle gilt jedoch:
Für mich sind die Einen oder Anderen ab und zu etwas zu glücksabhängig. Dafür ist die Freude natürlich um so größer, wenn man sie dann doch endlich mal hat!