Auf der BlizzCon 2016 gaben die WoW-Entwickler zum ersten Mal einige interessante Informationen zur Zukunft der laufenden Erweiterung Legion preis. Unter anderem stellten sie Patch 7.1.5 sowie WoW Patch 7.2 vor, und erklärten, was es mit der neuen Patchpolitik auf sich habe. So soll es zukünftig immer wieder kleinere Patches, wie eben 7.1.5, geben, die kleinere Features mit sich bringen und Anpassungen im Spiel ermöglichen.

Ein Patch wie 7.2 hingegen soll größere Features wie Schlachtzüge, Dungeons, neue Quest oder Questgebiete sowie Weiterentwicklungen der Geschichte mitbringen. Damit ihr wisst, was euch in Patch 7.2: Das Grabmal des Sargeras erwartet, haben wir euch nachfolgend alle wichtigen Informationen von Blizzards hauseigener Messe zusammengefasst. Sollten im Laufe der Zeit noch weitere Details bekannt gegeben werden, werden wir sie hier einfügen.

WoW Patch 7.2: Das Grabmal des Sargeras

Rückkehr zur Verheerten Küste

Am Anfang der Abenteuer auf den Verheerten Inseln musstet ihr die Pre-Quests für Legion erledigen und ihr wurdet im Zuge dieser an die Küste der Inseln geschickt. Dort kam es zum ersten großen Showdown der Erweiterung und erst danach ging es in Dalaran weiter. Ihr solltet euch im Anschluss verstärken, eure Artefakte finden und euch weiterentwickeln.

Klassenkampagne geht weiter

In Patch 7.2 geht es dann zurück, um neu formiert und mit mächtigen Waffen sowie neuen Verbündeten gegen die Legion zu schreiten. Dort wo zu Beginn die beiden Fraktionen im Alleingang versagten, sollen nun die Klassenorden siegreich sein. Deswegen soll eure Klassenordenskampagne auch an der Verheerten Küste weitergeführt werden.

Klassenspezifische Reittiere als Belohnung

Als Belohnung für den Abschluss der finalen Quests der Klassenkampagne, die in Patch 7.2 eingefügt werden, sollt ihr ein klassenspezifisches Reittier erhalten. Jede Klasse darf sich auf ein neues Mount freuen, wie beispielsweise die Priester auf eine Eule, die Jäger auf eine Kreuzung zwischen Fledermaus und Wolf oder die Schamanen auf ein Sturmelementar. Alle Mounts werden auch fliegen können, selbst wenn sie im ersten Moment nicht so ausschauen, als ob sie es könnten.

Hier gelangt ihr zu unserer Übersicht zu den klassenspezifischen epischen Reittierein in Patch 7.2.

Eine Basis aufbauen

An der Küste sollte ihr eine neue Basis aufbauen, um euren Verbündeten – der neuen Fraktion Fall der Legion – dabei zu helfen, die Brennende Legion zurückzuschlagen. Es handelt sich hierbei um den Neuaufbau von alten Nachtelfruinen, die sich perfekt für eine Basis eignen. Hier könnt ihr euch entscheiden, welche Gebäude ihr aufbaut und je nachdem, welchen Weg ihr wählt, stehen euch im Anschluss neue Weltquests zur Verfügung. Ihr habt die Wahl zwischen einem Magierturm, einer Kommandozentrale und einem Netherdisruptor. Von dort aus geht es durch die Verteidigungslinien der Freunde, bis ihr vor ihrer Festung steht.

Angriffe der Legion

Wer den Übergang von Warlords of Draenor nach Legion gespielt hat, wird sich an das Pre-Event zur Erweiterung erinnern. Auf ganz Azeroth fiel die Brennende Legion ein und ihr musstet die Ländereien verteidigen. So ähnlich wird es auch mit Patch 7.2 aussehen, denn die finsteren Dämonen unter Gul’dans Befehl greifen immer wieder und immer häufiger die Gebiete auf den Verheerten Inseln an.

Während der Invasionen werden Weltquests in dem entsprechenden Gebiet deaktiviert und dafür könnt ihr auf der Karte Invasionspunkte entdecken, die ihr ausschalten müsst. Die Angriffe gipfeln darin, dass ihr in einem neuen Szenario für drei Spieler auf den Luftschiffen der Brennenden Legion unterwegs seid, um dort ebenfalls gründlich aufzuräumen. Diese Invasionen zählen übrigens auch zum neuen Pfadfinder-Erfolg auf den Verheerten Inseln.

Fliegen auf den Verheerten Inseln

Wo wir gerade vom Pfadfinder-Erfolg sprachen: dieser wird mit Patch 7.2 endlich abgeschlossen und nach seinem Erhalt werdet ihr euch auf den Verheerten Inseln endlich wieder in luftige Höhen schwingen können. Grundsätzlich besteht der Teil des Erfolges aus dem Abschluss der neuen Kampagne rund um die Fraktion Fall der Legion. Ihr müsst die Verheerte Küste entdecken, bestimmte Aufgaben erfüllen und Kapitel in den Geschichtssträngen abschließen.

Neuer Schlachtzug: Grabmal des Sargeras

Nachdem sich die raidenden Gilden und Gruppen in WoW: Legion schon in den Smaragdgrünen Alptraum, die Prüfung der Tapferkeit sowie die Nachtfestung gewagt haben, geht es im Patch 7.2 in das Grabmal des Sargeras. Nachdem ihr die fünfte Säule der Schöpfung (das Augen von Aman’thul) aus der Nachtfestung geholt habt, steigt ihr in die Tiefen des Grabmals, um dort mithilfe der fünf Säulen das Portal zu schließen und so die Legion zu stoppen, die nach Azeroth einfällt.

Insgesamt warten im einstigen Tempel von Elune neun Bosse auf euch, zu denen es bisher noch nicht so viele Informationen gibt. Es soll insgesamt vier Hauptabschnitte in der Raidinstanz geben. In der dunklen Kathedrale soll man deutlich die Anwesenheit der Legion zu spüren bekommen, auch wenn sie einst die Herrlichkeit von Elune widerspiegelte.

Auf der BlizzCon wurden fünf verschiedene Bosse gezeigt: eine Mischung aus einem Grubenlord und einem Infernal, ein Gefängniswärter, ein Nagakrieger, eine Mischung aus einem Kraken und einer Seehexe, sowie das Avatar von Sargeras, welches sich weiterhin den dunklen Mächte bedient.

Neues Dungeon: Kathedrale der Ewigen Nacht

Ein neues Dungeon wurde schon lange nicht mehr mit einem neuen Patch ins Spiel gebracht, jedoch bot sich dieses mit Patch 7.2 an, wenn man sich die Geschichte der Kathedrale einmal anschaut. So führt euch nämlich der Raid in die Tiefen des Grabmals des Sargeras und die Kathedrale führt euch in die obersten Etagen des Turms. Vier Bosse soll das Dungeon besitzen.

PvP

Mit dem Patch wird eine neue Saison starten und ein neuer Modus für PvP-Spieler eingefügt: das PvP-Gerangel. Jenes soll sich an Overwatch oder auch Hearthstone orientieren und Abwechslung ins Spiel bringen. Jede Woche soll es ein Event geben, welches eben sieben Tage lang läuft und neue Variationen für’s PvP sowie neue Regeln ins Spiel bringt. Die Entwickler sprachen hier Experimente an, welche sie starten wollen und das große Ziel soll der Spaß sein.

Hierbei soll es verschiedene Variationen der Events geben:

  • Süderstade vs. Tarrens Mühle: Typisches Deathmatch
  • Kriegshymnenschlucht: Flaggen sollen nicht mehr eskortiert werden müssen. Ihr könnt euch die gegnerische einfach schnappen und weiterkämpfen
  • Volles Haus: Eine Arena mit jeweils 15 Spielern pro Seite
  • Gravitationsverlust: Werdet in die Luft geschleudert und ignoriert die Gesetze der Schwerkraft
  • Winterliches Arathibecken: Wer hat sich noch nie Schnee im Arathibecken gewünscht? Dadurch wird die Sicht verschlechtert und zum Beispiel Wasserwege sind vereist und können einfach überquert werden
  • Auge des Horns: Jeder Spieler im Auge des Sturms ist dauerhaft auf ein Bodenreittier gefesselt

Artefaktwaffen

Artefaktwaffen sollen auch zukünftig eine Rolle spielen, denn sie sind eines der wichtigen Features in WoW: Legion. Mit dem Patch sollen neue Artefaktboni ins Spiel kommen, die während der neuen Artefaktkampagne freigeschaltet werden können. Vorher müsst ihr eure Artefaktwaffe jedoch maximal verbessern, um der neuen Boni würdig zu sein. Mindestens drei der neuen Eigenschaften soll es pro Waffe geben und jede bisherige Eigenschaft könnt ihr ein weiteres Mal aufwerten – also insgesamt vier- anstatt nur dreimal.

Dann werden neue Stufen für das Artefaktwissen eingefügt, damit Spieler, die ihren Charakter gewechselt haben, oder einfach nur Lust auf Twinks haben, besser Artefaktmacht aufholen können. In Patch 7.1.5 könnt ihr Artefaktwissen übrigens mit Ordensressourcen kaufen, anstatt jedes Mal drei oder mehr Tage für den Abschluss des Arbeitsauftrages zu warten.

Relikte sollen nach dem Patch gleich zwei Eigenschaften verbessern und somit entstehen ganz neue Kombinations- und Individualisierungsmöglichkeiten.

Doch nicht nur die Stärker eurer Artefaktwaffe werdet ihr über die neue Kampagne freischalten können. Auch sollt ihr ein neues Design für eure Waffe erhalten, wenn ihr alle dazugehörigen Aufgaben erledigt habt. Des Weiteren soll es ein Aussehen für Solo-Spieler geben. Wer sich also gerne alleine auf den Weg macht, um kniffelige Abenteuer zu lösen, wird mit dem Patch mit dem Design seiner Waffe belohnt. Diese Abenteuer orientieren sich an den alten Klassenquests wie beispielsweise die der Priester und Jäger in WoW: Classic.

Updates für Dungeons

Die Dungeons in Legion sollen die gesamte Erweiterung über interessant bleiben. Karazhan wird daher in ein Oberes und ein Unteres Karazhan aufgeteilt, so dass ihr diesen Dungeon zukünftig auch mit einem mythischen Schlüsselstein besuchen könnt – also im Mythsich+ Modus. Jede Hälfte der Instanz bekommt vier Bosse und wird zusammen mit der Kathedrale der Ewigen Nacht für den Dungeonbrowser verfügbar gemacht. Ebenso übrigens auch der Arkus und der Hof der Sterne. Diese beiden Dungeons sollen nach dem Patch für den heroischen Besuch offenstehen.

Zu guter Letzt werden neue Affixe für den Mythisch+ Modus implementiert. Die Entwickler sprachen zum Beispiel davon, dass es einen Affix geben könnte, der jeden Trashgegner in den Instanzen bei seinem Tod explodieren lassen könnte – so wie es Alptraumsekrete in der mythischen Variante bei Il’gynoth im Smaragdgrünen Alptraum machen.

Weitere Informationen zum neuesten WoW-Addon findet ihr auf unserer Übersichtseite zu World of Warcraft: Legion.