Steckbrief

Rasse / Klasse: Zwerg / Paladin
Server: Lothar
Charaktername: Hogel
Gilde: Isseki ni chou

Schon ziemlich früh wusste ich, dass Hogel ein Zwergenpaladin werden sollte, und zwar ein Vergeltungs – und Heiligpaladin. Nicht nur, dass er mir für das Solospiel geeigneter schien, er gefiel mir einfach besser. Diesen Zweig habe ich bis heute, von einigen Heiligskills abgesehen, beibehalten, die auch nur dazu dienen in den Instanzen den Heilern unter die Arme greifen zu können.

Von Beruf wählte ich, ungewöhnlich für einen Paladin, wie einige finden, den Alchimisten und Kräuterkundigen. Inzwischen ist er zu einem sehr ansehnlichen Sammelsurium an Rezepten gekommen, welches ich meinen Freunden, Bekannten, Familie, sowie meinem Raid zur Verfügung stelle. Und das nicht selten. Daher sind meine Kräuterlager meist gut gefüllt, um immer Material für Bestellungen, die ich bekomme, zusammen zu haben. 😉

Hogel selbst ist inzwischen ein Teil einer größeren Raidgruppe, mit der ich etwa zwei oder dreimal die Woche, je nach Zeit (da mir vor allem mein Privatleben sehr wichtig ist), den geschmolzenen Kern, den Pechschwingenhort, oder nun Ahn”Qiraj, besuche. Wir sind wahrlich nicht perfekt und fallen auch mal ziemlich auf die Schnauze – aber wir haben wenigstens noch Spaß am Spiel, was man manchmal deutlich im Teamspeak oder dem Raidchannel lesen und hören kann. Natürlich gibt”s immer wieder mal Krach und Streit, der bisher (glücklicherweise) immer auf irgendeine Art gelöst werden konnte. Aber schließlich regen wir uns zusammen auf, sterben zusammen und finden auch eine gemeinsame Lösung. So ist es natürlich um so toller, wenn wir nach harter Arbeit endlich unser Ziel erreicht haben.

Da es nicht wirklich viel gibt, das ich über Isseki ni chou zu erzählen gibt, möchte ich ein wenig über ihre Entstehungsgeschichte berichten. Nachdem die Gilde, die ich mit einigen Freunden aus meinem “Real Life” gegründet hatte, sich schon kurze Zeit später wieder auflöste, suchte ich mir eine neue, kleinere Gilde, die ich letztlich fand. Wir waren so oft täglich unterwegs, zogen gemeinsam durch die Instanzen, angefangen beim Scharlachrote Kloster – und im Laufe der Zeit bis hin zum Düsterbruch und der Blackrockspitze. Wir verstanden uns und spielten gerne zusammen, doch leider haben viele Dinge irgendwann ein Ende. Unseres begann mit einer Fusion, über die Viele nicht glücklich waren.
Zwar schien die zuvor gemütliche und lockere Atmosphäre dahin, aber der Gründung einer eigenen Raidgruppe stand nichts mehr im Wege – und zu diesem Zeitpunkt war es ein wichtiger Aspekt. Nur durch eine Raidgruppe konnten wir uns wirklich verbessern.
Aber eine so große Ansammlung von Spielern bringt irgendwann immer Probleme mit sich. Auch wir blieben davon nicht verschont. Nach einigen Auseinandersetzungen, Streitereien und ständigem Unmut, löste man die Gilde auf. Allerdings breitete sich dieser Unmut auch auf unsere, zur damaligen Zeit, recht erfolgreiche Raidgruppe aus und auch sie zerbrach irgendwann.

Während ein Teil blieb, der andere sich auf andere Gruppen verteilte, gründete der größere Teil eine neue Gruppe, bei der ich immer noch bin. Und so gründete auch der Teil der Leute, mit dem ich mich noch immer gut verstand eine neue Gilde. Auch wenn ich zuerst skeptisch war, entschloss ich mich, “Isseki ni chou” eine Chance zu geben, was so viel wie “Zwei Vögel mit einem Stein treffen” bedeutete. Aber auch hier währte der Friede nicht wirklich lange, denn viele verließen die Gilde, um sich den Gilden ihrer neuen Raidgruppen anzuschließen. Oft stritt man sich einfach nur deswegen, weil jeder nur noch seine eigenen Ansichten vertrat.
So war für Isseki nun kein Platz mehr und die Gilde schrumpfte immer mehr. Der Teil, der geblieben ist, ist der Teil, wegen dem es sich noch lohnt zu bleiben.

Wir mögen zwar nicht mehr in der selben Raidgruppe sein, aber wir verstehen uns gut. Wir albern herum, wir lachen gemeinsam oder machen uns ein Spaß daraus, uns gegenseitig zu piesacken. Klar gibt”s auch mal Zoff, der aber geht oft schnell wieder vorbei. Im Gegensatz zu den meisten Gilden, unternehmen wir kaum noch etwas miteinander. Wir sehen uns nur noch über den Chat, reden miteinander oder machen unsere Späße. Grüßen uns, wenn wir aneinander vorbei laufen, oder sitzen mal nach einem Raidtag am Lagerfeuer.
Wir sind eine kleine Gilde – und sicher gibt es viele Gilden, die mehr – und ein, vor allem aufregenderes, Gildenleben haben. Da wir auf einem PvE Server spielen, interessieren wir uns nicht wirklich für die Schlachtfelder. Wir unternehmen so gesehen auch keine wirklichen Raids mehr. Vielleicht noch, wenn einmal die Zeit reicht in den Düsterbruch um einige Dinge zu besorgen, die noch jemand benötigt. Denn wenn jemand etwas braucht, sind die anderen da, die sich mit und für denjenigen umsehen.

Manchmal allerdings fehlen einem die Zeiten, in denen sich der Magier in die Menge der Feinde blinkte, weil er die falsche Taste erwischt hatte … und der Rest sich schlapp lachte, auch wenn er dabei drauf ging. Denn letztlich ist es nur ein Spiel, in dem wir Spaß haben wollen … oder?