Hallo, stellst du dich bitte erst einmal vor?

Hi, mein Name ist Nico, ich bin 16 Jahre alt und der Autor von The Scourge: Prophecy.

Was genau ist das für ein Projekt?

Es handelt sich dabei um einen Spielfilm, den ich mithilfe der World of Warcraft-Engine erstelle. Zusammen mit Sebastian, einen Kollegen, arbeite ich gemeinsam an diesem Großprojekt.

Du bist mit deinen 16 Jahren noch jung – wie bist du zu Machinimas allgemein gekommen?

Naja, das Interesse am Filmen selbst begleitet mich schon seit Ewigkeiten. Auch außerhalb der Machinima-Szene habe ich ständig mit der Kamera zu tun, da es mir einfach ungeheuren Spaß macht. Nicht zuletzt auch meine seit geraumer Zeit erarbeiteten Kenntnisse in Adobe After Effects haben es mir möglich gemacht, einen World of Warcraft-Machinima zu erstellen.


Wie kam die Idee zustande, The Scourge: Prophecy zu produzieren?

Im Im Grunde fing alles mit einem kurzen Machinima-Test von mir, ohne irgendeinen speziellen Sinn oder Hintergedanken an, den ich in verschiedenen WoW-Foren postete. Warum, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht mehr. Neben der im Allgemeinen positiven Kritik kam ich dadurch auch in Kontakt mit Sebastian, der mir kreativ mehr als nur unter die Arme greift. Wir haben ein wenig rumprobiert, hier was ausgetestet, da was ausgetestet und kamen zu dem Endschluss, dass einer großen Geschichte nichts mehr im Wege steht. Naja, und nun bin ich hier und stecke mitten in der Produktionsphase!

Was genau kann der Zuschauer von dem Machinima erwarten?

Mit TS:P versuchen wir, einen neuen Weg einzuschlagen. Es ist nicht der typische World of Warcraft-Machinima, mit der Geschichte von einem guten, starken Helden, der für das Recht und die Liebe kämpft. In unserer Trilogie versuchen wir, die Geschehnisse zu der Zeit von Warcraft III und The Frozen Throne bezüglich der Geißel aus der Perspektive eines vom Schicksal hart getroffenen Mannes zu erzählen. Dabei wird der Zuschauer schnell feststellen, dass er keine unwichtige Rolle beim Krieg und der Zerstörung Loarderons spielen wird.

Also richtet sich dein Machinima nicht nur an die Fans von der WoW-Story sondern auch an die alten Warcraft3-Fans?

Oh ja, gerade die alten Warcraft 3-Fans werden vermutlich an manchen Stellen ein großes “Aha-Erlebnis” haben. Darauf freue ich mich ehrlich gesagt besonders, denn seien es alte Bekannte oder bestimmte Ereignisse – es macht tierischen Spaß solche Kleinigkeiten und Details mit in den Film einzubauen und zu verankern.


Was macht TS:P gegenüber den anderen, die derzeit angekündigt sind, zu etwas Besonderen?

Ich denke die größte Besonderheit ist, dass Wir uns mal die “andere” Seite vornehmen. Wir möchten in unserem Film zeigen, wie sich die einfachen Dorfbewohner und Menschen haben beeinflussen lassen. Da geht es um die Steuereintreibungen des Königs, aber auch um den Kult der Verdammten, der der einzige Ausweg für Manche war.

Hast du schon konkretere Pläne, wann du fertig sein willst?

Ja, ich bin wirklich am Hoffen den gesamten ersten Teil bis zum 1. August 2009 fertig zu haben, doch allerdings schaut es mit diesem Termin im Moment nicht allzu gut aus, man kennt das ja. Es kommt erstens anders, und zweitens als man denkt! 😉 Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, aber vor allem möchte ich nichts veröffentlichen, was mir am Ende nicht selber gefällt und nur “Husch Husch” gemacht ist.

Wie ist der aktuelle Stand des Projektes?

Im Moment stecken die ersten Passagen des Scripts in der Übersetzung. Wenn die fertig sind, werden sie sofort an die Synchronsprecher weitergeleitet, die dann ihren Teil der Arbeit machen. Währenddessen arbeite ich im Moment an neuen Methoden und Wegen, noch mehr aus der Engine und dem Spiel in visueller Hinsicht herauszuholen.