von Naatu

Der Hexenmeister ist an sich, eine meiner liebsten Klassen in World of Warcraft. Seit Burning Crusade sind wir die besten Freunde und umso kritischer betrachte ich die Änderungen in Mists of Pandaria. Überarbeitetes Talentsystem ohne 0815-Skillungen? Neue Zauber? Wie bitte schön soll das alles aufgehen ohne dem Casual zu huldigen. Exakt mit diesen Fragen habe ich mich in die Beta aufgemacht und teste den Hexenmeister ausführlich. Die Trolldame Yuuno wird sich auf die Jagd nach den heißbegehrten Erfahrungspunkten machen und ich werde das ganze schriftlich festhalten.

Bist du das Kael’thas?

Ich dachte Kael’thas ist ein Blutelf?!

Das Erste was mir auffällt wenn ich meine Talentspezialisierung wähle sind die lustig anzusehenden Seelensplitter, die über meiner Rübe thronen. Per Glyphe kann man das Ganze auch noch in grüne Orbs umwandeln und man fühlt sich wie ein beschnittener Kael’Thas, ist aber definitiv stylish anzusehen. Und da wären wir auch schon bei einer der Hauptänderungen des Hexenmeisters: In den drei Talentspezialisierungen besitzt der Hexenmeister unterschiedliche Zweitressourcen.

So baut der Dämonologie Hexer “Dämonischen Furor” auf, mit welchem er in der Lage ist seine Dämonengestalt länger aufrechtzuhalten. Der Zerstörungshexer braucht im Laufe des Kampfes “Glühende Funken” auf, mit welchen er seine Feuerzauber verstärkt.

Zu guter Letzt wäre da noch der Gebrechens-Hexer, der Seelensteine nutzt um spezielle Zauber zu wirken. Insgesamt gefällt mir diese Ressourcenverteilung sehr gut, da die Seelensteine momentan eher ein leidiges Thema sind, wenn man nicht eben mit speziellen Set-Boni spielt.

Die Qual der Wahl

Ein Skillvorschlag für die Levelphase in MoP.

Das Talentsystem wurde mal wieder überarbeitet. Persönlich kann ich mich bisher nicht damit anfreunden, mag vielleicht auch nur daran liegen, dass sich viele Talente zu optional anfühlen. Doch gibt es für den Hexer auch allerlei nützliche Talente. Vor allem das Talent “Grimoire der Opferung” hat es mir angetan, da es mich in die gute alte Zeit von Burning Crusade zurückwirft, als Hexer noch ihre Sukkubi geopfert haben, um einen Schadensbuff zu erhalten.

Im Gegensatz zu damals beschränkt sich die Opferung nicht mehr auf bestimmte Dämonen. Ihr erhaltet nun für jede Opferung, einen Buff der den Schaden eurer Direktzauber um 15% erhöht. Dieser Zustand hält 15 Minuten und in den ersten 15 Sekunden wird dieser Effekt verdoppelt. Meiner Meinung nach eines der stärkeren Talente des Hexenmeister, wenn ihr nicht gerade Dämonologie seid, denn dort greift ihr besser zum “Grimoire of Supremacy”, welches den Schaden eurer Begleiter um 10% anhebt.

Da ich bevorzugt Gebrechen spiele, habe ich mich für das Grimoire der Opferung entschieden. Nun denken sich einige “Direktschaden als Gebrechenshexer? Was bist denn du für ein Noob!”. Diese Frage bzw. Aussage mag berechtigt sein, jedoch sollte man nicht außer Acht lassen, dass Gebrechenshexer einen neuen Lückenfüller bekommen haben. Statt ständig Schattenblitz durchzuhämmern, bekommen spezialisierte Gebrecher den Teuflischen Griff. Der neue Lückenfüller und die generellen Zauberanpassungen für alle drei Talente empfinde ich als sehr sinnvoll. Denn Zerstörungshexer benutzen nur noch Feuereffekte, Dämonologiehexer Schattenzauber und Gebrechenshexer verlassen sich vollkommen auf ihre Dots. Das Schöne dabei ist, dass der Teuflische Griff im Grunde wie das Gedankenschinden des Schattenpriesters funktioniert, dass heißt er skaliert mit Tempo und kann zusätzliche Ticks bekommen und das Beste daran: Er zählt als Direktzauber, skaliert somit mit eurem Grimoire und erhöht die Tickrate eurer Dots um 100%

Der neue Lückenfüller “Malefic Grasp” in Aktion. Schick, wa?

Ich glaub mein Pony brennt

Wie, wo, was? Dein Pony brennt, ist doch nichts neues? An sich nicht, nur Dank des neuen Glyphensystems kann mein brennender Gaul in feinster Ghostrider-Manier übers Wasser laufen und hinterlässt dabei eine Flammenspur. Soviel zum Stylefaktor! Dennoch bin ich mit dem Glyphensystem nicht wirklich zufrieden, denn auch hier stört mich diese Optionalität, auch wenn ich weiß, dass dies zu den gesetzten Zielen Blizzards gehört. Man will damit dem Trend der sogenannten Cookie-Cutter Skillungen und Glyphen entgegen treten, sie möchten mehr Individualität im Aufbau der einzelnen Charaktere sehen. Dennoch beschränkt es sich momentan nur darauf, wer schöner leuchtet, oder mehr Flügel hat, denn das Glyphen-System bietet kaum mehr als optische Verbesserungen. Individualität sieht anders aus.

Wie Barlow schon einmal sagte: Ey Alter nichts für ungut, aber dein Pony brennt!

Aber, es gibt auch noch wirklich sinnvolle Glyphen, zwar wird man pro Klasse nur eine oder zwei davon finden, aber – Hey! – sie existieren. So kann ich als Gebrechenshexer nun die Dauer meiner Dots erhöhen, denn das Nachsetzen eines auslaufenden Dots führt nun dazu, dass seine Dauer erhöht wird. Praktisch oder? Genauso wie die Glyphe “Dark Soul”, bei den ihr einen passiven Bonus erlangen könnt, der euer Tempo um 3% erhöht und somit Finstere Absichten ersetzt. Gerade solche Glyphen überzeugen auf ganzer Linie, mehr davon!

Huch, was macht die Heimsuchung denn?

Gebrechen hat sich in den letzten Jahren nicht wirklich verändert, ließ sich dennoch immer reibungslos spielen. Schattenblitz für den kritischen Treffertwertungs-Effekt, Heimsuchung um den Schaden der Dots zu erhöhen, instabiles Gebrechen und so weiter. Hm, Moment mal, in der Beta kann ich Heimsuchung nicht benutzen, was ist da los? Verbraucht einen Seelensplitter?! Hm, wo ist denn die Seelenernte? Huch, irgendwas läuft ihr gewaltig….anders, genau, denn das System der Zweitressource wurde wie oben bereits erwähnt komplett überarbeitet. Statt ständig auf unsere Ernte oder unseren Seelendieb angewiesen zu sein, regenerieren wir Splitter mit einer 10% Chance im Kampf. Dieser Effekt nennt sich Einbruch der Nacht und sollte uns bekannt sein, da dieser normalerweise einen Instant Schattenblitz erlaubt. In Mists of Pandaria wird er ebenfalls durch Verdammnis ausgelöst und besitzt eine 10% Chance getriggert zu werden, jedoch nicht öfter als fünf mal in einer Minute.

Oha, also was ändert sich nun an der Spielweise des Gebrechenshexer? Viel und irgendwie dann doch nichts, ich meine das keinesfalls negativ, im Gegenteil, ich mag die neuen Fähigkeiten und sie wurden sehr wohl aufeinander abgestimmt. Nun werdet ihr mit Instabilem Gebrechen starten, darauf folgt Verdammnis und oho…darauf folgt Omen der Pein, da Omen der Verdammnis abgeschafft wurde. Und ja Omen der Pein rockt jetzt endlich, denn es stapelt sich im Laufe der Zeit bis zu 10 mal und dieser maximale Stapel kann aufrecht erhalten werden, wenn ihr ihn zur rechten Zeit nachsetzt. Achso und nicht zu vergessen, was macht die Heimsuchung denn? Ja, auch die Heimsuchung wurde komplett überarbeitet. Wie bereits erwähnt verbraucht Heimsuchung nun einen Seelensplitter, verursacht aber nun im Gegenzug sehr hohen Initialschaden und erhöht den Schaden folgender Dots um 12%.

Im Großen und Ganzen macht mir der Gebrechens-Hexenmeister in der Beta richtig Spaß und ich werde die Trolldame nun auch in Richtung 90 hetzen. Ich werde eventuell auch in späteren Tagebucheinträgen auf die anderen Skillungen eingehen und die Impressionen festhalten. Also stay tuned!

Euer Naatu

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