Die Veröffentlichung von Warlords of Draenor brachte uns Ende 2014 endlich die Aussicht auf neuen Raid-Content, nachdem wir bereits mehr als 1 Jahr in der Schlacht von Orgrimmar festhingen.

Für die ehrgeizigen Gilden war nun der Zeitpunkt gekommen, sich nach mehr als einem Jahr wieder auf ein neues Rennen um die World First Kills vorzubereiten.

Hier findet ihr nun eine kurze Zusammenfassung des Raidprogress, der uns von Kaiser Mar’gok, über Schwarzfaust bis zu Archimonde geführt hat!

Warlords of Draenor gab es zwei neue Raidtiere, mit dem Tier-Set 17 und 18, die es zu erobern galt/gilt. Bis zur Veröffentlichung von WoW-Legion wird auch kein weiteres Raidtier mehr hinzukommen.

Das erste Raidtier erstreckte sich über zwei Schlachtzüge, den Hochfels und die Schwarzfelsgießerei, während wir uns durch die großartige Höllenfeurzitadelle mit 13 Bossen kämpfen, um unser aktuelles Tier 18-Set zu erlangen.

Hochfels

Obwohl das Rennen um die World First Kills im Hochfels bereits vor einem Jahr kurz vor Weihnachten beendet werden konnte, soll es hier nochmals kurz Erwähnung finden.

In relativ kurzer Zeit hat sich die Topgilde Paragon, den World First Kill bei Kaiser Mar’gok gesichert. Die Topgilde Method konnte sich den zweiten Platz sichern. Im weiteren Raidcontent des Jahres 2015 sollten diese beiden Gilden das Progress-Rennen um die World Firsts dominieren. Insgesamt standen zu diesem Zeitpunkt 11 Gilden vor dem letzten Boss.

Eine Besonderheit hatte dieser Progress dennoch, denn Paragon hat es mit einer etwas anderen Taktik probiert, als die anderen Gilden. So ließ man den Schlächter zunächst außen vor und besiegt den eigentlich recht frühen Gegner erst, nachdem man sich bereits Kaiser Mar’gok gestellt hatte, um damit dann Hochfels gecleart zu haben. Ein Muskelspiel der etwas anderen Art.

Fünf Tage später gelang dann der ersten deutschen Gilde Refuge der Firstkill bei Kaiser Mar’gok.

Schwarzfelsgießerei

In der Schwarzfelsgießerei warteten nun 10 Bosse auf uns, von denen Schwarzfaust der letzte Boss war, dem wir einen wirklich epischen Kampf liefern durften, in dem er nochmal das ganze Arsenal der Schwarzfelsgießerei auf uns losgelassen hat.

Nachdem sich bereits etliche Gilden innerhalb des ersten Tages gegen die ersten sieben Bosse durchgesetzt hatten dauerte es letztlich 11 Tage bis sich diesmal Method in einem engen Kopf an Kopf Rennen gegen Paragon und gegen Midwinter durchsetzen und Schwarzfaust als erste Gilde weltweit legen konnte.

Mit Set Sail for Fail gelang der ersten deutschen Gilde der First Kill von Schwarzfaust knapp 3 Wochen nach dem ersten Sieg durch Method.

Nun war also auch die Kriegsmachenerie der Eisernen Horde von uns zerstört worden und wir haben Draenor um einiges sicherer gemacht. Allerdings zog am Horizont bereits die nächste Gefahr herauf, die um einiges gefährlicher sein sollte, als alles andere, was wir je zuvor gesehen hatten.

Die Höllenfeuerzitadelle – Wahrlich höllisch

Den Abschluss des Raidjahres brachte uns die Höllenfeuerzitadelle, in welche wir von Gul’dan gelockt wurden und die uns wahrlich alles abverlangte und bis heute abverlangt.

Natürlich starteten die Topgilden wieder in übliche Rennen um den World First Kill und diesmal sollte es tatsächlich eine mächtige Herausforderung bieten.

Wer einen kleinen Einblick in den Ablauf des Progressrennens erhalten will, für den ist der Erfahrungsbericht aus der Redaktion eventuell interessant.

Nach der Eröffnung der Höllenfeuerzitadelle am 01. Juli konnten wir das wohl spannendste Rennen um den World First seit Jahren erleben. Die Designer des Raids haben ganze Arbeit geleistet, da die Topgilden ganze 16 bzw. 18 Tage gebraucht haben, um Archimonde im mythischen Schwierigkeitsgrad zu besiegen.

Bereits zu Beginn konnten sich mit Method und Midwinter, gefolgt von Paragon drei Gilden recht früh auf dem Weg zu Archimonde von den anderen absetzen und 9 von 13 Bossen legen. Recht schnell war allerdings klar, dass es auf einen Zweikampf zwischen Method und Paragon hinauslaufen wird.

Bei Tyrannin Velhari und Xhul’horac haben sich Method und Paragon gegenseiig die jeweiligen World Firsts streitig gemacht, um letztlich gleichzeitig vor Mannoroth zu stehen, der die letzte Hürde auf dem Weg zu Archimonde darstellte.

Diesen konnte sich letztlich Method sichern und es begann die legendäre Schlacht gegen den Endgegner der Höllenfeuezitadelle. Obwohl Paragon nochmal aufschließen konnte, war es letztlich der Gilde Method bestimmt, Archimonde nach ganzen 8 Tagen zuerst zu legen. Paragon benötigte ebenfalls diese acht Tage, um den Gegner das erste mal zu legen.

Mit der Höllenfeuerzitadelle und Archimonde haben die Designer von Blizzard es tatsächlich geschafft, einen wirklich herausfordernden Boss zu gestalten, wie auch die Gilden selber eingestehen mussten. Ohne die aktuellen professionellen Strukturen, unter welchen sie auf Progressjagd gehen, wäre dies wohl kaum möglich.

Insgesamt haben Method 472 Wipes über sich ergehen lassen müssen, bis sie Archimonde endgültig besiegt hatten. Dies zeugt von einem großen Durchhaltevermögen.


Etwas mehr als einen Monat nach Eröffnung des Raids konnte Impact als erste deutsche Gilde Archimonde besiegen.

So wie es aktuell aussieht werden wir nun bis zur Veröffentlichung des kommenden Addons Legion keine weiteren Raidinhalte mehr bekommen und werden dann wohl ähnlich wie mit der Schlacht um Orgrimmar etwas mehr als ein Jahr in der Höllenfeuerzitadelle verbringen. Wir wünschen dennoch allen raidfreudigen Spielern viel Spaß bei der Jagd nach Gul’dan und Archimonde.